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Verträglichkeit bestätigt

Mehr Märkte in der Jüterboger Altstadt Verträglichkeit bestätigt

Zur Fortschreibung des Jüterboger Einzelhandelskonzeptes wurde jetzt ein Verträglichkeitsgutachten erarbeitet, das im Bauausschuss vorgestellt wurde. Demnach würde sich eine Vergrößerung der Verkaufsfläche auf dem Marktgelände in der Großen Straße kaum oder nur in geringem Maße auf die kleineren Geschäfte der Innenstadt auswirken.

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Über eine Erweiterung der Märkte am Standort Große Straße wurde schon vor mehreren Jahren diskutiert.

Quelle: MAZ/Archiv

Jüterbog. Mehrfach haben sich die Stadtverordneten in den vergangenen Jahren mit Plänen für die Erweiterung des Einzelhandelsstandortes in der Großen Straße beschäftigt. Es stehen Befürchtungen im Raum, dass sich ein größeres Warenangebot auf den Einzelhandel auswirken könnte und deswegen Besitzer kleinerer Läden aufgeben müssten.

Dass dem nicht so wäre, und wenn, dann nur in geringem Maße, belegt jetzt ein Gutachten. Mögliche Auswirkungen der Umstrukturierung des Geländes, auf dem Rewe, Rossmann und Kik angesiedelt sind, wurden auf ihre gesamtstädtische Verträglichkeit hin überprüft. Die Ergebnisse wurden dem Bauausschuss vorgestellt. Das Gutachten ist Bestandteil der Fortschreibung des fünf Jahre alten Einzelhandelskonzeptes, mit der die Gesellschaft für Markt und Absatzforschung Dresden (GMA) im Mai 2015 beauftragt worden ist.

Den Berechnungen liegen die Pläne des Investors zugrunde. Die Märkte von Rewe und Rossmann sollen demnach deutlich erweitert werden, Kik nur geringfügig. Zusätzlich würde der Aldi-Markt auf das Gelände ziehen. „Die Discounter sind generell an mehr Fläche interessiert“, erläuterte Eddy Donat von der Firma GMA, fügte jedoch hinzu, dass nicht in erster Linie mehr Regale aufgestellt werden, sondern dazwischen die Kunden mehr Platz haben sollen.

Ob sich dann an dem Standort des jetzigen Aldi ein anderer Markt niederlässt, ist unklar. „Falls der alte Aldi-Standort neu besiedelt wird, hat das deutliche Auswirkungen“, so Donat. Aber auch so könnten andere Supermärkte Kundschaft verlieren. Die kleineren Geschäfte in der Innenstadt, wie Buch- oder Spielzeugläden, die große Konkurrenz fürchten müssen, sieht der Fachmann nicht so. Das Sortiment der Discounter sei ein anderes und deutlich beschränkter. Allerdings wäre es kontraproduktiv, zusätzlich kleinere Geschäfte oder Anbieter hochwertiger Waren dorthin zu holen. „Nun kommt es darauf an, die Synergieeffekte viel stärker zu nutzen“, empfahl der Marktforscher den Stadtverordneten. Dabei bezog er sich auf die Gestaltung des Geländes, das nicht nur an die Altstadt angebunden, sondern ein erkennbarer Teil davon sein sollte, über die vorhandenen Wege, auf die Parkplatznutzung, behindertengerechte Ein- und Übergänge.

Kritische Nachfragen der Stadtverordneten, unter anderem von Jens Schandert (Wir für Jüterbog) belegen, dass sie sich durchaus der drohenden Umsatzeinbußen alteingesessener Händler bewusst sind. „Es ist bei solchen Dimensionen immer eine Gratwanderung“, räumte Eddy Donat ein. „Jetzt ergibt sich eine Neustrukturierung des Marktes“, erklärte er. „Wir greifen nicht in einen Wettbewerb ein, sondern es setzen sich immer wieder neue Konzepte wie der Onlinehandel durch.“ Dies bedeute Umsatzumverteilung. Bei Veränderungen verteile sich auch die Kaufkraft neu. Er sehe aber auch mehr Kunden, so Eddy Donat, die bei dem erweiterten Angebot in die Stadt kommen werden.

Die Gesamtverkaufsfläche in Jüterbog ist höher als in vergleichbaren Städten. Allerdings liegen die meisten Geschäfte in der Innenstadt, anderswo gibt es große Märkte am Stadtrand.

In das Einzelhandelskonzept sollen nun die Entwicklungsziele übernommen und die zentralen Versorgungsbereiche neu abgestimmt werden. Der Entwurf wird dann zur Diskussion gestellt und nach der Beschlussfassung öffentlich ausgelegt.

Von Martina Burghardt

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