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Dahme-Spreewald Viel Arbeit für die Standesämter
Lokales Dahme-Spreewald Viel Arbeit für die Standesämter
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09:23 28.01.2016
Ulrike und Nico Grofe aus Luckenwalde fuhren am 15. Mai 2015 mit einem Wartburg-Oldtimer vor das Standesamt. Quelle: Hartmut F. Reck
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Dahmeland-Fläming

Heiraten wird immer beliebter: In zehn von 15 Standesämtern der Region wurden 2015 mehr Ehen eingegangen als noch im Jahr zuvor.

Bei Herbert Rapp im Standesamt Schönefeld ging die Zahl der Trauungen im vergangenen Jahr verglichen mit 2014 sogar um 20 Prozent in die Höhe. „Das ist ein großer Erfolg für unser kleines Standesamt“, sagt er. 2015 wurden 80 Ehen geschlossen und damit 14 mehr als im Jahr davor. „Der Trend geht seit 2011 stetig nach oben.“ Vor allem das Trauzimmer komme gut bei den Paaren an, viele mögen die familiäre Atmosphäre.

Oft sind bei Herbert Rapp Termine im Sommer frei, die bei den großen Standesämtern schon über Wochen ausgebucht sind. Über Mundpropaganda melden sich die Heiratswilligen, viele von ihnen kennen das Standesamt bereits als Gäste einer anderen Trauung, erzählt Rapp. Viele Schönefelder Hausbauer sind dabei, auch der starke Zuzug aus Waltersdorf und Großziethen mache sich bemerkbar. Viele Paare wollten vor allem in den Sommermonaten heiraten, sagt Rapp, aber auch der Dezember sei bei einigen sehr beliebt. Eingetragene Lebenspartnerschaften sind dagegen rar: Drei gleichgeschlechtliche Paare ließen sich 2014 trauen, im vergangenen Jahr gab es keine eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Zwischen Mai und September wurde auch im Amt Schenkenlänchen am liebsten geheiratet, erzählt Standesbeamtin Isabel Weber. Einige Paare reisen extra aus Berlin an, um sich in ländlicher Atmosphäre trauen zu lassen. 2015 gaben sich dort 43 Paare das Ja-Wort, sieben mehr als noch im Jahr zuvor. In beiden Jahren war keine eingetragene Lebenspartnerschaft dabei. Auf ähnlichem Niveau befindet sich das Standesamt Nuthe-Urstromtal mit 45 Trauungen inklusive einer eingetragenen Lebenspartnerschaft im vergangenen Jahr, das sind 16 Trauungen mehr als noch 2014.

Im Amt Unterspreewald sind im vergangenen Jahr 60 Paare den Bund fürs Leben eingegangen, 23 mehr als noch 2014, weiß der Standesbeamte Daniel Graßmann. Eingetragene Lebenspartnerschaften wurden dort nicht geschlossen. Auch dort sind die beliebtesten Heiratsmonate Mai bis August.

Auch im Luckenwalder Standesamt war im Jahr 2015 viel zu tun. Rein rechnerisch ließ sich an jedem vierten Tag ein Paar trauen. Insgesamt 82 Paare gaben sich im Trauzimmer des Rathauses das Ja-Wort. Im Jahr zuvor waren es elf Paare weniger. Der beliebteste Hochzeits-Tag des Jahres war der 15. Mai 2015, der Freitag nach Christi Himmelfahrt. Dieser Heiratstermin war schnell belegt – sechs Paare wurden an diesem Tag dort getraut. Keine Heirat fand an einem Freitag, dem 13., statt.

In Zossen wurde mit 96 Hochzeiten im vergangenen Jahr häufiger geheiratet als in Luckenwalde oder Ludwigsfelde. Nach Angaben der Stadtverwaltung kommen inzwischen vermehrt Auswärtige nach Zossen, um sich dort das Ja-Wort zu geben. Für 2016 haben sich bereits mehr als 30 heiratswillige Pärchen für eine standesamtliche Trauung angemeldet. Die Mittsommernacht, die in diesem Jahr auf den 24. Juni fällt, ist wie auch in den Vorjahren ein beliebtes Datum zur Eheschließung. Die Trauungen werden bei schönem Wetter in festlicher Atmosphäre im Rosengarten gefeiert. Doch nicht alle Standesämter der Region konnten zulegen, was die Zahl der Eheschließungen angeht: Weniger Hochzeiten als im Vorjahr verbuchten die Standesämter in Mittenwalde, Trebbin, Rangsdorf, Am Mellensee und Ludwigsfelde.

Was das Brautkleid angeht, wollen nicht mehr alle Bräute ganz in Weiß heiraten und trennen sich von alten Konventionen, wie das Standesamt Zossen mitteilt. Nicht selten erscheinen Paare in Traditionskostümen, Bikeroutfits aus Leder oder auch im Indianerlook.

Von Melanie Höhn

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