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Viel Lob für die Feuerwehr

Heidesee Viel Lob für die Feuerwehr

Bei der Jahreshauptversammlung der Heideseer Feuerwehr gab es für die Kameraden vor allem Lob. Kreisbrandmeister und Bürgermeister hoben deren große Einsatzbereitschaft hervor. 2016 rückten sie zu 130 Einsätzen aus.

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Die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Heidesee mit Bürgermeister Siegbert Nimtz (2. v. l.) und Wehrführer Jörg Sperber (Mitte).

Quelle: Dietrich von Schell

Wolzig. Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr von Heidesee trafen sich am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus Wolzig. Im Vordergrund standen die Themen Ausbildung und Jugendfeuerwehr. Gemeindejugendwart Mario Krüger gab Einblick in die gegenwärtige Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehr. „Zurzeit haben wir 35 Mädchen und Jungen im Nachwuchs“, sagte er. Zehn davon gehörten den „Löschwürmern“ an – so werden die Kleinen unter zehn Jahren genannt. Jeden zweiten Sonnabend treffen sie sich in der Feuerwache Friedersdorf. „Für echte Aufgaben der Feuerwehr sind sie noch zu klein“, so Mario Krüger. Es gehe darum, sie spielerisch für die Feuerwehr zu begeistern.

Die Jugend zwischen zehn und 16 Jahren wird theoretisch und praktisch auf den Feuerwehrdienst vorbereitet. „Der Vorteil dabei ist, dass, wer die Jugendausbildung durchlaufen hat, anschließend nahtlos in den aktiven Dienst wechseln kann“, sagte Mario Krüger. Für dieses Jahr plant er, weitere Kinder für die Feuerwehr anzuwerben. „Im vergangenen Jahr hatten wir acht Neuzugänge, da ist noch Luft nach oben.“

Es mangelt an Lehrpersonal

Zu Gast war auch der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Dahme-Spreewald, Reinhard Albrecht. Er gab Auskünfte zur Weiterbildungssituation im Landkreis. „Es wird schwierig, genügend Lehrgänge anzubieten“, berichtete er. „Der Bedarf ist höher als das, was die Landesfeuerwehrschule leisten kann.“ Grund: Es mangelt derzeit an Lehrpersonal. Außerdem sei es für die Kameraden oft schwierig, einen passenden Termin zu finden, wenn sie nebenbei arbeiten gingen. „Darum haben wir die Voraussetzungen geändert und ermöglichen jetzt Lehrgänge vor Ort“, so Albrecht. Der Friedersdorfer Wehrführer Ronny Teßmann ist zum Kreisausbilder berufen worden und kann die Feuerwehrleute von Heidesee ab sofort in Sachen Atemschutz unterweisen.

Haushaltsdefizit der Gemeinde betrifft auch die Feuerwehr

Ein Grußwort kam vom Heideseer Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos), der wie Reinhard Albrecht die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr lobte. Wehrführer Jörg Sperber informierte, dass die Ortsfeuerwehren 2016 zu rund 130 Einsätzen ausrücken mussten: Verkehrsunfälle auf der A12, Brände und umgestürzte Bäume. Nimtz sprach die neuen Sicherheitswesten an, die die Kameraden im Januar für 150 000 Euro angeschafft haben. „Nun muss das Rad finanziell allerdings zurückgedreht werden“, so Nimtz. Das Haushaltsdefizit von 400 000 Euro belaste die Gemeinde.

Da kam die Spende an den Friedersdorfer Feuerwehrverein gerade recht. Dessen Vorsitzender Mario Ullrich sagte, dass die Umstände und die Höhe der Spende nicht näher erläutert werden dürften. Aber das Geld sollte zur Menschenrettung eingesetzt werden. „So haben wir uns entschieden, zwei weitere Wärmebildkameras zu besorgen.“ Eine ging an die Friedersdorfer Wache, die andere nach Gräbendorf. Sie werden unter anderem genutzt, um verborgene Brandursachen, aber auch verletzte Personen zu lokalisieren.

Von Dietrich von Schell

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