Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Viele Besucher beim Frühlingsfest der Feuerwehr
Lokales Dahme-Spreewald Viele Besucher beim Frühlingsfest der Feuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:37 10.04.2018
Die Kameraden zeigten, wie man bei einem Unfall eingeschlossene Personen rettet. Quelle: Heidrun Voigt

Arvid und Liam Kuhne sind stolz wie Bolle. Die achtjährigen Zwillinge gehören zu den 22 Kindern der Blaulichtbande, die ihr erstes Flammenabzeichen am Samstagnachmittag beim Frühlingsfest der Eichwalder Feuerwehr bekommen haben. Seit zwei Jahren sind die beiden Löschzwerge dabei. „Ich will das mal als Beruf lernen, deshalb mache ich schon jetzt mit“, sagte Liam. Arvid erzählte, dass ihm alles bei der Feuerwehr gefalle. Mutter Manuela Kuhne bestätigte, dass sich ihre Jungs sehr wohl bei der Feuerwehr fühlen und lobte die „sehr gute Betreuung“. Wohl fühlten sich auch die vielen Besucher, die zum Fest rund um das Gerätehaus in der Goethestraße gekommen waren. Bei schönstem Sonnenschein wurde dort ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Besucher probieren sich aus

André Wenzel probierte aus, wie man mit hydraulischer Schere und Spreizer einen Pkw öffnet, um eine Person nach einem Unfall zu retten. Zuerst legte der Besucher aus Berlin Schutzkleidung und Helm an. Zugführer Stefan Olesch erklärte, wie die Geräte zu handhaben seien. Dann ging es los. Es war gar nicht einfach, eine Tür des grauen Audi herauszutrennen. „Die Schere ist sehr schwer, und man muss den richtigen Angriffspunkt finden“, sagte André Wenzel. Sein Sohn Luca fand, dass sein Papa es toll macht.

Einen Eindruck von den Einsätzen der Kameraden bekamen die Besucher, als die Jugendfeuerwehr ein brennendes Holzhaus löschte. Die Mädchen und Jungen legten einen Hydranten frei, setzten ein Standrohr, rollten die Schläuche auf und koppelten sie mit dem Verteiler. Dann hieß es: Wasser marsch! Jeder Handgriff saß, zielgenau und gekonnt bekämpften sie die Flammen. „Es hat alles sehr gut geklappt und hat viel Spaß gemacht“, sagte der elfjährigen Amy, die seit drei Jahren bei den Floriansjüngern mitmacht. Vollen Einsatz zeigte die Jugendfeuerwehr auch an der Kübelspritze. Mit dem Wasserstrahl der Spritze zielte sie auf gemalte Flammen in den Fenstern eines Hausmodells.

Keine Nachwuchssorgen

„Nachwuchssorgen haben wir nicht, aber für die aktive Wehr suchen wir Erwachsene“, sagte Wehrführer René Schildberg. Er betonte, dass zwar jährlich vier bis fünf Kameraden aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden und das ein guter Schnitt sei, aber dennoch mehr gebraucht würden. Sorgen macht dem Wehrführer das Gerätehaus, das ein Sicherheitsproblem für die Feuerwehrmänner darstellt. „Die Kameraden müssen sich zwischen den Fahrzeugen umziehen, obwohl das eigentlich verboten ist, aber wir haben keinen Platz“, sagte René Schildberg. Er verwies darauf, dass die Wehrführung mit der Feuerwehrkasse und der Gemeinde im Gespräch sei. Eine Änderung ist laut Schildberg nur durch einen neuen Standort zu erreichen. „Es gibt auch Überlegungen mit den Innenministerien in Brandenburg und Berlin zu einer gemeinsamen Wache mit Berlin-Schmöckwitz. Aber die Schwierigkeit ist, dass die Länder unterschiedliche Ausbildungs- und Einsatzkriterien anlegen.“ Der Wehrführer wünschte sich, dass die Feuerwehrarbeit mehr vom Land unterstützt werde. Er nannte Vorsorgeuntersuchungen und eine Feuerwehr-Rente. René Schildberg engagiert sich seit seinem 15. Lebensjahr, seit mittlerweile 35 Jahren ist er bei der Feuerwehr.

Er freut sich schon auf das Frühlingsfest im nächsten Jahr, denn dann wird das 125-jährige Bestehen der Eichwalder Wehr gefeiert. Ein weiterer Höhepunkt zum Jubiläum wird das Rosenfest und der Feuerwehrball im September 2019.

Von Heidrun Voigt

Mehr als 50 Magiere haben sich am Sonnabend auf dem Frühlingsfest im Kiez am Hölzernen See in Gräbendorf zu einer Zauberwerkstatt getroffen. Mit ihren Tricks und Darbietungen brachten sie die Besucher des Festes zum Staunen.

29.03.2018

Die MAZ lädt für den 2. April zur traditionellen Osterwanderung ein. Start und Ziel ist diesmal in Petkus. Bei Schneetreiben wurde die Strecke abgefahren und in Augenschein genommen.

24.03.2018
Dahme-Spreewald Nachtragshaushalt Bestensee - Hitzige Debatte im Hauptausschuss

Mehrkosten in Höhe von 853.000 Euro für die Kita in Pätz und die Aufstockung der Grundschule waren am Donnerstag das Hauptthema der Sitzung des Hauptausschusses in Bestensee. Nach einer hitzigen Debatte entstand in der Abstimmung eine Patt-Situation.

27.03.2018
Anzeige