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Vier Ortschef kandidieren nicht mehr

Generationenwechsel in Heidesee Vier Ortschef kandidieren nicht mehr

Die Kommunalwahlen rücken zunehmend in den Fokus. In der Gemeinde Heidesee könnte es da brenzlig werden. Dort erklären bereits vier der elf Ortsvorsteher, dass sie im Mai 2014 für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen. Weitere drei würden nur als „Notnagel“ bleiben, wenn sich kein anderer Kandidat findet.

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Sigrid Nitsche

Heidesee. Lediglich in Dannenreich, Gräbendorf, Prieros und Wolzig setzten die „Dorfsheriffs“ das klare Signal: Wir stellen uns erneut zur Wahl!

In Gussow dankt Sigrid Nitsche ab. „Ich bin 73Jahre alt, seit 1998 im Amt. Wir haben ein reges Vereinsleben aufgebaut und sind in der Gemeinde Heidesee angekommen. Da ist es Zeit aufzuhören, auch wenn Baustellen wie fehlende Radwege oder das geschlossene Aparthotel bleiben.“ Ihre Nachfolge ist noch offen. Der Blossiner Joachim Koßatz verabschiedet sich im Mai nach 20 Jahren aus der Kommunalpolitik. „Als kleinstes Dorf hatte ich mir von der Großgemeinde mehr versprochen.“ Dennoch habe man einiges wie die Neugestaltung des Dorf angers erreicht. Koßatz hat zwei Nachfolger im Auge, eine konkrete Zusage aber steht aus.

Rainer Kunze

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Nach einem Schlaganfall muss auch die Dolgenbrodterin Gerlinde Haake aufgeben. Ihr Vertreter, der Bootsverleiher Bernd Schley, hat sich noch Bedenkzeit ausgebeten, ob er ihre Nachfolge antritt. Für den Streganzer Jörg Romberg gibt es diesbezüglich nichts mehr zu überlegen. „Als Planungsingenieur bin ich viel unterwegs. Das bekomme ich mit dem Ehrenamt nicht mehr in den Griff.“ Für ihn ist daher im Mai als Orts-, aber nicht als Heideseer Gemeindevorsteher Schluss. In Kolberg tritt Peter Borchart nur noch an, wenn sich kein anderer Ortsvorsteher findet. „An der Kolberger Dorfstraße passiert nichts, auch der Spielplatz ist nur halbfertig. Das nervt“, sagt der 71-Jährige. Eine Zwangsverwaltung aus dem Heideseer Rathaus aber will Borchart ebenso wenig wie sein Bindower Amtskollege Bernd Schauer. „Als Notlösung würde ich bleiben, aber eigentlich will ich nach 30 Jahren in Ortsbeirat und Gemeindevertretung aufhören.“ Zumal in Bindow mit dem neuen Gemeindezentrum, der Badestelle sowie der ausgebauten Mariannenstraße viel bewegt worden sei.

Wolfgang Schinz

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Der Friedersdorfer Wolfgang Schinz überlegt noch. Mit 74 Jahren möchte er sich eigentlich keine fünfjährigeWahlperiode mehr zumuten. „Die Infrastruktur hat sich mit der neuen Ortsdurchfahrt und der sanierten Bahnhofstraße deutlich verbessert.“ Sorgen bereitet ihm der fehlende Bürgertreff. Schinz zufolge stehe ein Nachfolger bereit.

Der Prieroser Ortsvorsteher Kersten Haase kündigte vor einem Jahr in der MAZ an, dass er aufhören wolle. „Viele Prieroser meinten aber, dass ich weitermachen soll. Daher drehe ich jetzt noch eine Runde“, sagt der 54-jährige Unternehmer. Ihn freut besonders, dass die Prieroser Vereine zusammengewachsen sind. In Bezug auf das Lehnschulzen-Haus habe sich aber noch nichts getan. Auch bei Günter Kschiwan heißt es: „Ich mach’s noch mal, auch wenn Dannenreich in der Großgemeinde Heidesee bisher nicht viel abbekommen hat.“ Für den Gräbendorfer Rainer Kunze ist es keine Frage. Der 57-Jährige will weitere fünf Jahre im Amt bleiben. „Schließlich haben wir mit den Radwegen nach Prieros und Bestensee sowie den neuen Kiez-Straßen einiges geschafft.“ Ähnlich sieht es der Wolziger Mario Oswald, der sich über den Bürgertreff und den Wasserwander-Stützpunkt freut.

Von Franziska Mohr

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