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Villa Elisabeth wird zur Gesamtschule

Bestensee Villa Elisabeth wird zur Gesamtschule

Die bisherige Oberschule Villa Elisabeth in Bestensee ist ab dem kommenden Schuljahr Gesamtschule. Die entsprechende Umwidmung hat jetzt das Bildungsministerium bewilligt. Neu ist, dass Schüler somit künftig auch ihr Abitur an der Einrichtung ablegen können.

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Lehrerin Franziska Velten mit Schülern der „Villa Elisabeth“.

Quelle: Kristof von Platen

Bestensee. Es ist eine gute Nachricht für alle Schüler aus Bestensee, aber auch für die Gemeinde selbst. Die private Oberschule Villa Elisabeth in der Eichhornstraße wird im kommenden Schuljahr als Gesamtschule weitermachen. Das bedeutet: Schüler können dort künftig innerhalb von drei Jahren das Abitur ablegen. Die erste elften Klasse wird nach den Sommerferien am 5. September starten.

„Wir haben lange auf eine Antwort aus dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gewartet“, sagt Sabine von Platen, Geschäftsführerin der privaten Schulgesellschaft Villa Elisabeth. „Den Antrag auf Umwidmung von der Oberschule zur Gesamtschule hatten wir bereits im letzten September gestellt“, sagt sie. Seit Ende April rechnete sie täglich mit einer Antwort.

Zwei weitere Klassenräume in Modulbauweise kommen dazu

Nun, kurz vor Ende des aktuellen Schuljahrs, kam die Genehmigung. „Wir haben uns riesig gefreut“, so Sabine von Platen. Aber Zeit zum Feiern gab es nicht. Die Mitarbeiter des privaten Trägers haben sich an die Telefone gesetzt und eine Reihe von Eltern angerufen. „Mit Blick auf den laufenden Antrag beim Bildungsministerium haben wir schon eine Warteliste erstellt“, sagt Sabine von Platen, „aber natürlich konnten wir keine Garantie geben, dass die Kinder einen Platz bekommen.“

Auch in anderer Hinsicht hat die Schulgesellschaft vorgesorgt. Zu den zwei bestehenden Klassenräumen sollen zwei weitere Räume in Modulbauweise hinzukommen. „Die Fundamente sind schon fertig. Dann haben wir in Bestensee Platz für jeweils eine Klasse 7, 8, 9 und 11“, sagt sie.

Entscheidung ist Glücksfall für die Gemeinde Bestensee

Außerdem soll die Schule nach dem Willen der Gemeindevertreter wie auch der Gemeindeverwaltung in das benachbarte alte Rathaus umziehen. Aber dazu muss erst einmal geklärt werden, wann Baubeginn für das neue Rathaus ist. Mit einer Entscheidung ist diesbezüglich vor Oktober nicht zu rechnen.

Trotzdem ist die Entscheidung des Ministeriums für Bestensee ein Glücksfall: Im Schulentwicklungsplan des Landes Brandenburg war in dieser Gemeinde auf die nächsten Jahre keine weiterführende Schule vorgesehen. Dabei ziehen immer mehr Familien mit Kindern hierher, bei Kita und Grundschule müssen die Kapazitäten bereits erweitert werden. Da ist eine Gesamtschule natürlich ein Gewinn, auch wenn es sich um eine Privatschule handelt. Dafür sind die Wege kurz, eine Leistungsvoraussetzung für die Aufnahme in die siebte Klasse ist nicht erforderlich.

Bisher fünf feste Zusagen

Wie groß die neue elfte Klasse wird, ist noch völlig ungewiss. Sabine von Platen rechnet mit fünf garantiert festen Zusagen. „Vielleicht werden es ja noch mehr“, sagte sie. Und wenn nicht, sei das auch nicht so schlimm, findet sie. Das Gymnasium Villa Elisabeth in Wildau startete 2005 mit zwei Schülern. Heute werden dort 14 Klassen unterrichtet. „Wenn die Leute merken, dass geregelter Unterricht läuft, kommt der Rest von alleine“, sagt die Geschäftsführerin der Schulgesellschaft Villa Elisabeth.

Info: Wer sich über das Gesamtschulangebot informieren möchte, kann anrufen unter Tel.  03 37 63/22 77 50.

Von Dietrich von Schell

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