Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Vom Notenschatz der Thomaner

Königs Wusterhausen Vom Notenschatz der Thomaner

Die Schlosskonzerte Königs Wusterhausen finden erstmals konzentrierter binnen weniger Wochen im Spätsommer und Herbst statt. Mit Schostakowitsch eröffnet die Reihe.

Voriger Artikel
Waldgrundstück wird verkauft
Nächster Artikel
Von Siedlungen und Kaninchen

Der junge Simon Höfele gehört schon jetzt zu den gefragtesten Trompetern. Er kommt zum Eröffnungskonzert der Reihe.

Quelle: Promo

Königs Wusterhausen. Schon voller Vorfreude ist Gerlint Böttcher, wenn sie vom Programm der nächsten Schlosskonzerte Königs Wusterhausen erzählt. Das besondere Festival wird in diesem Jahr nicht, wie seit 2014 üblich, zum Sommerbeginn starten, um dann erst im Herbst fortgesetzt zu werden. Diesmal werden ab dem 9. September an jedem zweiten Sonnabend vier hochkarätig besetzte Konzerte in der Königs Wusterhausener Kreuzkirche und im Festsaal der Kavalierhäuser stattfinden.

Auftakt mit Gerlint Böttcher

Den Auftakt gestaltet die künstlerische Leiterin und Pianistin Gerlint Böttcher wieder selbst mit. Sie wird gemeinsam mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Timo Handschuh auftreten – eine vom Publikum der Schlosskonzerte in den vergangenen Jahren schon mehrfach bejubelte Kombination. Mit dabei ist außerdem Simon Höfele, einem laut Böttcher „spannendsten Trompeter seiner Generation“. Der 1994 geborene Musiker hat bereits beim Concertgebouworkest in Amsterdam debütiert. „Ein Traum, der in Erfüllung ging, den zu träumen ich mich davor nie gewagt hatte“, sagte er später über diesen Auftritt, den er als 20-Jähriger absolvierte. Höfele wurde im vergangenen Jahr auch mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet. Der Deutsche Musikrat unterstützt auch das Gastspiel des gefragten jungen Trompeters in Königs Wusterhausen. Dort wird er Vincenzo Bellinis Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur und Dmitri Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 op. 35 spielen.

Klarinette und Klavier bei den Schlosskonzerten

Das Orchester und seinen Dirigenten kennt Gerlint Böttcher seit 2012 persönlich; damals spielten sie gemeinsam bei den Bad Homburger Festspielen. „Mich haben die Frische und der Elan begeistert“, lobt sie die Musiker. Dass sie wieder mit dem Orchester auftreten darf, freut die in Eichwalde lebende Virtuosin schon jetzt: „Es ist immer wieder schön, in der Region zu spielen.“ Erst kürzlich gab sie ein Sonderkonzert in den Kavalierhäusern des Schlosses, es war frühzeitig ausverkauft. Gerlint Böttcher hat längst zahlreiche Fans in der Umgebung, die auch die Schlosskonzerte schätzen. Weiter geht es dann am 23. September mit dem Duo Aust. Klarinettistin Bettina Aust und ihr Bruder Robert, der Pianist ist, arbeiten seit mehr als 15 Jahren international preisgekrönt als Duo zusammen. „Clarinet goes Opera“ heißt ihr für Königs Wusterhausen ausgewähltes Programm. Mit Rossini, Liszt, Danzi, von Weber und Bassi lotsen sie ihre Zuhörer ins 19. Jahrhundert. „Wir haben zum ersten Mal Klarinette und Klavier bei den Schlosskonzerten“, so Böttcher.

Gerade 18 Jahre jung ist die Geigerin Sueye Park. „Sie ist ein Phänomen“, findet Böttcher, „sie studiert, seitdem sie neun ist.“ Aber Sueye Park ist weit mehr als „nur“ ein Wunderkind: Sie überzeugt nicht nur durch technische Perfektion, sondern auch durch ihre Interpretation. Ihr zur Seite steht in Königs Wusterhausen am 7. Oktober die vielfach preisgekrönte Pianistin Tahmina Feinstein. Zwei wunderbare Solistinnen als Duo, kündigt Böttcher an. Werke von Edvard Grieg, Henryk Wieniawski, Camille Saint Saens und César Franck werden im Kavalierhaus erklingen.

Amarcord kommen im Oktober

Zweimal bereits konnten die singenden Herren von Amarcord den Echo Klassik einheimsen. Schon lange habe sie diese a-cappella-Formation für die Schlosskonzerte gewinnen wollen, so Böttcher. Am 21. Oktober ist es nun soweit, in der Kreuzkirche werden die Tenöre Wolfram Lattke und Robert Pohlers, Bariton Frank Ozimek und Daniel Knauft sowie Holger Krause (beide Bass) 400 Jahre Leipziger Musikgeschichte aufleben lassen. Alle sangen früher bei den Thomanern, bringen große Neugier mit auch für ungewöhnliche Aktionen – sie traten beispielsweise mit den Prinzen auf. Sie öffnen nun quasi den Notenschrank der Thomaner und singen Kompositionen vom Mittelalter bis Heinrich Schütz.

Veranstaltet wird das Festival vom Freundeskreis der Schlösser und Gärten der Mark. Neben der neuen Kooperation mit dem Deutschen Musikrat gibt es die schon etablierte mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg für Kulturpatenschaften für Jugendliche. Außerdem helfen Schüler des Wildauer Gymnasiums Villa Elisabeth.

Von Karen Grunow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg