Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Vom Teddy-Beinbruch bis zur Hüftgelenks-OP

Offene Türen im Achenbach-Krankenhaus Vom Teddy-Beinbruch bis zur Hüftgelenks-OP

Der alljährliche Tag der offenen Tür im Königs Wusterhausener Achenbach-Krankenhaus lockt stets zahlreiche Besucher in das Krankenhaus. So war es auch am Sonnabend. Die Besucher erhielten Einblicke in die Arbeit der einzelnen Stationen und konnten sich selbst als Chirurg versuchen. Bei den Kleinsten war wie immer die Teddy-Sprechstunde das Highlight.

Voriger Artikel
Fünf Jahre Verein „Grenzläufer“ in Mittenwalde
Nächster Artikel
Platzangebot für Unternehmen wird erweitert

Teddy Schmusi bekommt von Astrid Niendorf eine Impfung, damit er nicht krank wird. Der fünfjährige Philip ist gespannt.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen. Josys Plüschpinguin war vom Klettergerüst gefallen. Hilfe gab es in der Teddy-Sprechstunde im Achenbach-Krankenhaus, wo per Röntgenbild ein Beinbruch diagnostiziert und mit Verband fachgerecht behandelt wurde. Anschließend ging Josy zu Astrid Niendorf, um dem kleinen „Patienten“ eine „Impfung“ zu verpassen. „Wir besuchen schon zum vierten Mal den Tag der offenen Tür. Das ist eine gute Gelegenheit, den Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen. Als sich Josy vor vier Wochen den Finger gebrochen hatte, wusste sie ganz genau, was auf sie zukam“, erzählt Antje Wallis.

Zahlreiche Mitmach-Aktionen und Info-Stände des Klinikums Dahme-Spreewald, des Gesundheitsamtes des Landkreises, der Johanniter-Unfallhilfe und vieler Partner wie Polizei und Volkssolidarität ermunterten am Samstag große und kleine Besucher, sich mit dem Thema „Gesundheit und neue Behandlungsmethoden“ vertraut zu machen. Hebammen zeigten den Kreißsaal und informierten über die unterschiedlichen Entbindungsmöglichkeiten im Dahme-Spreewald-Klinikum. „Bei uns werden pro Jahr etwa 750 Kinder geboren“, sagte Hebamme Andrea Bengelsdorf. „Weil wir heute noch eine Gebärende erwarten, können wir im Moment nur einen der zwei Kreißsäle zeigen“. „Ich wollte meinen Töchtern einmal zeigen, wo sie zur Welt gekommen sind“, sagte Yvonne Ernst aus Zeesen. Interessiert verfolgten ihre Mädchen Marlene (12) und Caroline (10) die Ausführungen der Hebammen über die Vorgänge und die Ausstattung in einem Kreißsaal. „Ich möchte einmal Ärztin werden. Das interessiert mich alles sehr“, sagte die Zwölfjährige.

Gebohrt werden konnte an Knochenattrappen am Stand der Unfallchirurgie

Gebohrt werden konnte an Knochenattrappen am Stand der Unfallchirurgie. Assistenzarzt Tim vom Stein war der Ansprechpartner für Besucher.

Quelle: Uta Schmidt

Vor allem die Erwachsenen nutzten die Chance, einen Einblick in die Abläufe der Abteilung „Intensivmedizin“ mit der umfassenden Technik zu erhalten. Dazu hatten die Mitarbeiter ein ITS-Bett mit einem Dummy aufgebaut, wo sie die Funktionsweise von Beatmungsgeräten, Überwachungseinheiten und Infusionspumpen erklärten. „Das ist aber nur ein kleiner Ausschnitt aus unserer Station, wo wir acht ITS-Betten haben. Die ist heute natürlich nicht für den Besucherverkehr geöffnet“, sagte Pfleger André Hinze.

Pfleger André Hinze erklärte die Patientenversorgung auf der Intensivstation anhand eines Dummys

Pfleger André Hinze erklärte die Patientenversorgung auf der Intensivstation anhand eines Dummys.

Quelle: Uta Schmidt

Immer dicht umlagert waren auch die Ärzte der Unfallchirurgie, die neue Methoden zur Operation von Brüchen und den Einsatz von Hüft- und Kniegelenken vorstellten. „Seit zwei Jahren werden in unserem Krankenhaus derartige Operationen ausgeführt. Inzwischen setzen wir 160 Hüft- und 50 Knieprothesen pro Jahr ein“, sagte Chefarzt Volker Tober. Assistenzarzt Tim vom Stein zeigte die handwerklichen Grundlagen der Unfallchirurgie bei der Plattenosteosynthese. Vor allem Männer nahmen kurzentschlossen die Bohrmaschine zur Hand, um Platten an den Knochenattrappen anzubringen.

Spannend auch die Erläuterungen von Hygienearzt Rüdiger Haubold, der am Ausgang des Krankenhauses die Besucher aufforderte, sich mindestens 30 Sekunden lang die Hände zu desinfizieren, dabei Finger- und Daumenkuppen, Handinnenflächen und Fingerzwischenräume nicht zu vergessen. Mittels eines Schulungskoffers mit UV-Licht-Lampen zeigte er anschließend, wo die Desinfektionsflüssigkeit unzureichend verteilt wurde. „Das ist eine Methode, mit der auch unsere Mitarbeiter eine effektive Händehygiene erlernen. Nur so können wir Patienten, Angehörige, Mitarbeiter und Besucher vor gefährlichen Krankheitserregen und Keimen schützen.“

Von Uta Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg