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Vom neuen bis zum alten Flugplatz

Zum dritten Mal startet am Schönefelder Rathaus der Elly-Beinhorn-Lauf Vom neuen bis zum alten Flugplatz

Für den Elly-Beinhorn-Lauf von Schönefeld nach Berlin-Johannisthal haben sich bis jetzt 132 Sportler angemeldet. Bis zum Startschuss am 20. Oktober um elf Uhr dürften noch etliche hinzukommen, doch streben die Organisatoren nicht nach Teilnehmerrekorden.

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Harry Mehner hofft auf gutes Wetter und zufriedene Läufer.

Quelle: KB

Schönefeld. "Wir wollen, dass sich die Läufer wohlfühlen, sich über einen tollen Vormittag auf einer schönen Strecke freuen, auf der sie genügend Freiraum haben und ihnen nicht der Nebenmann den Ellbogen in die Rippen stößt", sagt Harry Mehner, der den Lauf 2011 mit seinem Sohn Christian und anderen Mitstreitern des Johannisthaler Bürgervereins "Audio" aus der Taufe hob.

Gelaufen wird vom Schönefelder Rathaus über den Mauerweg bis zum Landschaftspark Johannisthal nicht über Stock und Stein, sondern auf glattem Untergrund, der nur an einer Stelle ‒ unter der Autobahn ‒ eine Steigung aufweist. "Deswegen und weil die Laufstrecke nur zehn Kilometer beträgt, eignet sie sich auch für Anfänger", hebt Mehner hervor.

Noch viel weniger, nämlich nur eine 600 Meter lange Runde am Zielort laufen die Kleinsten. Für alle von ihnen gibt es unabhängig von ihrer Laufzeit spezielle T-Shirts zur Erinnerung. Bei den Großen erhalten die beiden besten einen Pokal. "Es sind Unikate, die ein Berliner Künstler für uns gestaltet", verrät Sportfreund Mehner. Das letzte Mal handelte es sich um filigrane Figuren, die auf einem Podest stehend von Propellern in ihrer Hand oder an ihrem Hinterteil beschleunigt wurden.

Der Reiz des sportlichen Sonntags liegt in der Verbindung von Alt und Neu, von Schönefeld, dem Ort des neuen Flughafens, und Johannisthal, wo der erste deutsche Motorflugplatz eröffnet wurde. Mit dem Namen Elly Beinhorns, einer der ersten deutschen Fliegerinnen hat Mehner, ein ehemaliger Sportjournalist, den Wettlauf geschmückt, weil ihn die energische Frau faszinierte. "Sie hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Sportfliegerin zu werden", betont er, "und mit nur 22 Jahren ihren Flugschein gemacht." Ihr Sohn Bernd Rosemeyer ‒ sein Vater war der berühmte, 1938 verunglückte Rennfahrer ‒ stimmte der Namensgebung zu und ist als Schirmherr jedes Jahr dabei.

Auch diese Prominenz hat den Veranstaltern bei der Suche nach Sponsoren geholfen. Von der sportbegeisterten Zahnärztin über eine Blumenhändlerin bis zur Wohnungsgenossenschaft und der Wissenschaftsstadt Adlershof gewannen sie viele davon.

Wenn die Amateure und Profis die Ziellinie überschritten haben, die schnellsten schaffen es in etwas mehr als einer halben Stunde, die langsamsten brauchen fast dreimal so lange, bekommen sie kostenlos Tee oder Wasser. Für Bier oder eine Bratwurst müssen sie in die eigene Tasche greifen.

Erreicht hat das Ziel bisher noch jeder, versichert Lauf-Enthusiast Mehner. Selbst der eine, der 2012 ausschied. Er zog sich bei einem falschen Tritt einen Muskelfaserriss zu, den er als Arzt selbst diagnostizieren konnte. Angekommen ist er trotzdem: auf einem Damenfahrrad, das ihm ein weiblicher Streckenposten lieh. kb

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