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Von Krabbelgruppe bis Schuldnerberatung

Familientreff in Wildau Von Krabbelgruppe bis Schuldnerberatung

Der Familientreff „Kleeblatt“ in der Wildauer Fichtestraße 105 gehört mit zu den etabliertesten Freizeiteinrichtungen in der Region. Er hält mit seinen monatlich bis zu 1000 Besuchern Angebote von der Krabbelgruppe über Zumba bis zur Schuldnerberatung bereit. Die Stadt Wildau lässt sich den Treff jährlich etwa 60 000 Euro kosten.

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In der wöchentlichen Krabbelgruppe ist jeder willkommen. Die Stars aber sind selbstverständlich die jüngsten Teilnehmer.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Der Dienstag ist für die Leiterin des Familientreffs „Kleeblatt“ in Wildau, Petra Reichmuth, meist ein kleiner Höhepunkt. Jeweils um 9.30 Uhr rücken all die Mütter und Väter mit ihren Säuglingen und Kleinkindern zum Treff der Krabbelgruppe an. Oft ist Wiedersehensfreude angesagt, wenn sich die nur wenige Monate alten Mädchen und Jungen in den ersten Minuten immer wieder zaghaft beschnuppern, ehe sie auf dem Teppich miteinander spielen.

Selbstverständlich behalten ihre Mütter und Väter sie immer im Auge. Zugleich eröffnet ihnen dieser Treff aber auch die Chance, die im Babyjahr meist ein wenig verschütteten sozialen Kontakte aufzufrischen. „Der Austausch mit anderen Eltern ist schön“, sagt Sandra Bartusch aus Zernsdorf. Auf diese Weise bekäme ihr Tom gleich einen kleinen Vorgeschmack auf die Kita. Ähnlich sehen dies Susanne und Christian Hämmerling aus Zeuthen, denen eine Freundin die Wildauer Krabbelgruppe für ihre Tochter Lara empfohlen hat.

„Ich komme regelmäßig her. Die Atmosphäre ist sehr angenehm“, sagt Susanne Hämmerling. „Hier bekommt man von anderen Eltern so manchen Tipp, wie man den Alltag mit Kind schöner und zugleich reibungsloser gestalten kann“, sagt die Wildauerin Janin Maaser mit ihrem kleinen Bruno. Das betreffe den fehlenden Nachtschlaf ebenso wie schöne Ausflugstipps mit Kleinkindern. Nett sei auch, dass die Kleeblatt-Chefin das Frühstück mit selbst gebackenem Kuchen und Brötchen liebevoll vorbereite. So mancher der hiesigen Teilnehmer trifft sich später beim gleichfalls unter der Regie des Familientreffs stehenden Mutter-Kind-Turnen oder beim Zumba-Kurs in der Sporthalle der Grundschule wieder.

„Insgesamt kann ich im ‚Kleeblatt‘ monatlich zwischen 800 und 1000 Besucher aus allen Altersgruppen begrüßen“, sagt Reichmuth stolz. Damit gehöre der Treff zu den gut etablierten Freizeit-Einrichtungen im Dahmeland.

Gern angenommen wird auch die Hausaufgabenhilfe, die regelmäßig 15 bis 20 Grundschüler nutzen. Hier erklärt der Wildauer Lars Hebel nun schon seit Jahren ehrenamtlich so manchem Schüler, wie Klammern aufgelöst oder Prozente berechnet werden.

Aber das selbstverständlich vierblättrige Kleeblatt sorgt nicht nur bei Kindern und jungen Familien für Freude und Abwechslung, sondern bereitet auch älteren Bürgern ein paar glückliche Stunden. Einmal im Monat – meist donnerstags – ist der Generationentreff auf Reichmuths „Stundenplan“ verzeichnet. Dazu treffen sich etwa 40 Senioren, um gemeinsam Kaffee zu trinken und zu plaudern. „Garniert“ wird dies meist mit einer interessanten Einlage. Die Bandbreite erstreckt sich dabei vom Afrika-Vortrag über eine Peter-Alexander-Show bis zum Bauchredner Eddy Steinfatt.

„Arbeit im Familientreff bedeutet immer auch ein Stück Seelsorge“, sagt Reichmuth. Schließlich wolle man gerade auch für all die Kinder und Jugendlichen ein Anlaufpunkt sein, bei denen das Elternhaus nicht die idealsten Bedingungen eröffnet. Nicht selten bringt die Trennung der Eltern die Kinder in arge Konflikte, mit denen sie aber weder die Mutter noch den Vater belasten wollen oder können. „Oft hilft es schon, wenn man den Jugendlichen geduldig zuhört, ihnen signalisiert, dass man ihr Problem versteht“, sagt Reichmuth. Ängste vor der Schule sind ihr ebenfalls nicht neu. Und auch eine Schuldnerberatung wird angeboten.

Die Stadt Wildau lässt sich den Familientreff in der Fichtestraße 105 an Personal-, Miet- und Betriebskosten jährlich insgesamt etwa 60 000 Euro kosten.

Von Franziska Mohr

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