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Von Lambada bis Rock 'n' Roll

Seniorentanz in Märkisch Buchholz Von Lambada bis Rock 'n' Roll

Von wegen Volkstanz – die Damen der Seniorentanzgruppe „Flotte Spätlese“ haben einiges mehr zu bieten als altmodische Evergreens. Mit Lambada, Pop und Rock 'n' Roll halten sich die Tänzerinnen „älteren Semesters“ fit. In der Vorweihnachtszeit ist ihr Terminkalender besonders voll.

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Konzentration bei der Generalprobe: Bis zur ersten Weihnachtsfeier in Teupitz am kommenden Wochenende muss jeder Schritt sitzen.

Quelle: Josefine Sack

Märklsch Buchholz. Von Lambada über Pop bis hin zu Rock 'n' Roll – es gibt nahezu keine Musikrichtung, zu der die Damen der „Flotten Spätlese“ nicht das Tanzbein schwingen. Weit mehr als 100 Tänze haben die Seniorinnen der Tanzgruppe aus Märkisch Buchholz im Repertoire. Und jedes Jahr kommen zig neue Choreographien hinzu. Besonders eifrig wird in der Vorweihnachtszeit geprobt. Pausen für die geschundenen Füße gönnen sich die Frauen dann kaum. Nahezu jede Woche tanzen sie auf den Weihnachtsfeiern im ganzen Schenkenländchen. Aktuell probt die „Flotte Spätlese“ für die Seniorenweihnacht in Neuendorf am Sonnabend. Zu ihrem Auftakt in Teupitz haben die Tänzerinnen „älteren Semesters“ – das Durchschnittsalter liegt immerhin bei fast 71 Jahren – Tänze aus aller Welt im Gepäck.

„Das mit dem Drehen beim ersten mal war Käse“, schallt es bei der jüngsten Probe quer durch die Turnhalle des SV Grün-Weiß Märkisch Buchholz. Mit flinken Schritten tippelt Trainerin Karin Aust zurück zu ihrem Laptop. „Das machen wir gleich noch mal“, ruft sie den Frauen zu, während sie den afrikanischen Malembe von Neuem startet. Denn spätestens beim Auftritt am Wochenende müssen alle Schritte sitzen.

Tanzlehrerin Karin Aust leitet die Gruppe seit diesem Jahr

Tanzlehrerin Karin Aust leitet die Gruppe seit diesem Jahr.

Quelle: Josefine Sack

Die Tanzgruppe besteht seit zwölf Jahren. Renate Pacholke hat sie einst gegründet. Die passionierte Tänzerin war 2002 von Dortmund in die Region gezogen. Um Anschluss zu finden und sich weiter fit zu halten, wurde sie Mitglied in der ortsansässigen Gymnastikgruppe. Aber Renate Pacholke wollte lieber tanzen. Sie musste nicht lange nach Mitstreiterinnen suchen. Kurze Zeit später startete das Tanzprojekt „Flotte Spätlese“, anfangs mit zehn Frauen. Heute sind es doppelt so viele. Ob aus Teupitz, Schwerin, Halbe, Tornow, Freidorf oder Groß Köris – die Frauen kommen aus dem ganzen Schenkenländchen zum wöchentlichen Training nach Märkisch Buchholz.

Karin Aust ist neue Trainerin der Gruppe

Ende 2015 gab Renate Pacholke die Leitung aus Altersgründen ab. Dabei ist sie mit ihren 80 Jahren noch nicht einmal die älteste in der Gruppe. Seither trainiert Karin Aust die Seniorinnen. Die 58-Jährige tanzt seit mehr als 30 Jahren „Line Dance“ – passend zur Musik choreographierte Tänze, bei denen die Tänzer in der Reihe vor- und nebeneinander tanzen. Im kommenden Jahr will Karin Aust den Trainerschein zur Tanzlehrerin ablegen.

Die Spätlese-Chefin bringt regelmäßig neue Tanzvideos mit zum Training und macht den Frauen Vorschläge für neue Choreographien. Ebenso freut sie sich über Anregungen aus der Gruppe: „Ich bin immer offen für Idee“, so die Tanzlehrerin.

Nur was die Kostüme für die Auftritte angeht, hat es Karin Aust nicht ganz so leicht. Bislang haben hier die Frauen das letzte Wort. „Ich kriege die Damen partout nicht in Kleider“, bedauert die Tanzlehrerin schulterzuckend. „Bloß keine Trachten, da sehen wir ja aus wie Matronen“, fürchtet etwa die Teupitzerin Barbara Löwe.

Hosen, Blusen und Halstücher auf der Bühne

Eitelkeit hin oder her, an Mut zu ausgefallenen Accessoires auf der Bühne fehlt es den Damen keineswegs. Für das Stück „Mein kleiner grüner Kaktus“ stecken sich die Tänzerinnen beispielsweise sogar selbst gehäkelte Kakteen ins Haar. Auch Gehstock und Melone kommen bei dem einen oder anderen Jazz-Standard zum Einsatz. Ansonsten gehen die Senioren auf Nummer sicher und tragen schwarze Hosen, dazu Blusen und Halstücher – bunte im Sommer und rote in der Adventszeit.

Langweilig wird es den Tänzerinnen jedenfalls nie. „Tanzen ist was fürs Köpfchen“, sagt Renate Krause. Die rüstige Rentnerin ist mit ihren 84 Jahren die älteste in der Gruppe. „Und was für die Füße und für die Seele“, ergänzt Renate Pacholke. „Hier müssen alle mitdenken, sonst ist die Gruppe sofort raus“, bringt Barbara Löwe es auf den Punkt. In einem sind sich alle Tänzerinnen der „Flotten Spätlese“ einig: Das Tanzen in Gesellschaft macht fröhlich und hält körperlich fit.

Von Josefine Sack

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