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Von der Eiszeit bis ins Jetzt

Neue Chronik für Dahme-Spreewald Von der Eiszeit bis ins Jetzt

Dieses 336 Seiten starke Werk ist ein guter Geschenktipp für Kurzentschlossene: Mit der Hilfe zahlreicher Ortschronisten erstellten Historikerin Kristina Hübener und Kreisarchivar Thomas Mietk die neue Chronik für den Landkreis Dahme-Spreewald.

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Kreisarchivar Thomas Mietk und Historikerin Kristina Hübener und die brandneue Kreis-Chronik.

Quelle: Ingvil Schirling

Königs Wusterhausen. Die Chronik des Landkreises Dahme-Spreewald ist erschienen. „Der Landkreis Dahme-Spreewald – eine Kreiskunde“, so lautet der schlichte Titel des 336 Seiten starken Werkes. Das Besondere: Es reicht für das Gebiet zurück bis zu den archäologischen Spuren der vorletzten Eiszeit. Es gibt deutschlandweit keine vergleichbare Chronik eines Landkreises, die einerseits so weit zurückreicht und andererseits eine so klare, bildreiche Handschrift trägt, sind sich die Herausgeber Thomas Mietk und Kristina Hübener einig.

Der Kreisarchivar und die Wissenschaftlerin haben unter ihren Fittichen die Beiträge von acht Autoren gesammelt, darunter so bekannte Namen wie Klaus Neitmann als Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs.

Die Idee, eine Kreischronik aufzulegen, reicht Jahre zurück. Schon zum 15. Geburtstag des Landkreises als Zusammenschluss der Altkreise Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen, wurde mit dem Gedanken gespielt, ein solches Werk zu schaffen. Doch bis 2013 blieb es bei der Idee. Eine Anfrage im Kreistag gab ihr neuen Schwung. Angereichert durch den Wunsch, etwas Umfassenderes zu schaffen als nur den Rückblick auf die Zeit der heutigen Verwaltungseinheit. Damit – sowie durch noch nie veröffentlichte Bilder und das kostbare Wissen von Ortschronisten und Heimathistorikern, das mit einfloss – sei etwas Verbindendes geschaffen worden, ist sich Kreisarchivar Mietk sicher. „Dahme-Spreewald ist halt ein Kunstkreis“, sagt er, „zwar der schönste, den es gibt, aber immer noch ein Kunstkreis.“

Die Leser können so einige Überraschungen erleben. Zum Beispiel Fotos von Aufmärschen der Nationalsozialisten in Königs Wusterhausen oder auf dem Luckauer Marktplatz. Breite Banner, die zwischen Alleebäumen gespannt sind oder über einer Steinkirchner Straße mit der Aufschrift: „Juden sind nicht erwünscht“.

Dann die Jahre nach 1945: Der Lübbener Markt in Schutt und Asche, ein Flüchtlingstreck auf dem Weg nach Dollgen. Und Propaganda, die heute eher für Heiterkeit sorgt: „Willst Du als Sozialist leben, musst Du auch Deinen Bagger pflegen.“

Alte Karten, Statistiken, Auflistungen und immer wieder tief gehende Recherchen machen das Werk gehaltvoll. Museen und Heimatvereine haben den Herausgebern mit viel Wissen und auch den selten gezeigten Abbildungen Wertvolles gegeben. „Ohne die Ortschronisten würde die Wissenschaft gar nicht auskommen“, so Kristina Hübener.

Von Ingvil Schirling

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