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Vorerst kein Flüchtlingsheim in Mittenwalde

Verhandlungen mit Investor geplatzt Vorerst kein Flüchtlingsheim in Mittenwalde

Nachdem die Verhandlungen bezüglich einer Flüchtlingsunterkunft in Gallun gescheitert sind, wird Mittenwalde zunächst keine Flüchtlinge aufnehmen. Die Stadt stellt zwar Flächen zur Verfügung, will aber nicht mehr selbst bauen. Auch der Kreis hat bisher keine Pläne

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In diesem Objekt in Gallun sollten Flüchtlinge untergebracht werden, doch die Verhandlungen mit dem Eigentümer sind geplatzt.

Quelle: Dietrich von Schell

Mittenwalde. „In Mittenwalde wird es vorerst keine Flüchtlingsheime geben“, sagt Heiko Jahn, Leiter der Stabstelle Asyl beim Landkreis Dahme-Spreewald. Und: „Wir haben im Moment nichts weiter in Planung.“

Die Verhandlungen mit einem Investor über ein Flüchtlingsheim in Gallun sind in der vergangenen Woche geplatzt. „Der Investor und das Land hatten unterschiedliche Vorstellungen, die Parameter stimmten nicht überein“, so Heiko Jahn weiter. Einzelheiten will er nicht nennen. „Es ist kein Sonderfall, dass solche Gespräche zu keinem Ergebnis führen“, sagt er. In dem Gewerbegebiet an der Storkower Straße in Gallun, so hieß es, war bis zum Sommer eine Gemeinschaftsunterkunft für 83 Personen geplant. Der ehemalige Sitz des Maschinenbauunternehmens Valco Cincinatti sollte umgebaut werden und Familien sowie Kleingruppen beherbergen.

Auch die Pläne für das Übergangsheim am Alten Wasserwerk in Mittenwalde sind auf Eis gelegt. Mittenwaldes amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch hat den Landrat Anfang Februar schriftlich davon unterrichtet, dass sich die Stadt den Bau eines Übergangsheimes nicht leisten könne. Noch im Oktober hatten die Stadtverordneten beschlossen, die Stadt werde den Bau selbst in die Hand nehmen. Dies wurde damit begründet, dass man die Kontrolle über das Geschehen behalten wolle. In manchen Fragen gingen die Meinungen auseinander, die Zahl der Flüchtlinge etwa, die man unterbringen wollte, schwankte zwischen 100 und 200. Auch über Bauweise und Baubeginn waren sich die Verordneten nicht einig.

Erst als das Geld ins Spiel kam, war es vorbei mit den Plänen. „Um die Kosten für das Flüchtlingsheim einzuschätzen, haben wir uns an Wildau orientiert.“, sagt Hedda Dommisch, nannte aber keine Zahlen. In Wildau haben die Stadtverordneten ebenfalls im Oktober den Bau einer Gemeinschaftsunterkunft beschlossen. Investor ist die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft und die hat den Bau mit mindestens 2,5 Millionen Euro veranschlagt. „Das war den Stadtverordneten in Mittenwalde zu viel“, so Hedda Dommisch. In dem Brief an den Landrat steht auch, dass die Stadt das Grundstück am Wasserwerk als Liegenschaft für ein eventuelles Flüchtlingsheim zur Verfügung stelle. Zu derartigen Bereitstellungen sind Städte und Gemeinden in Brandenburg verpflichtet.

Schon länger vom Tisch ist das Flüchtlingsheim in Schenkendorf, wofür ein privater Investor ein Gebäude im Industriegebiet umbauen lassen wollte. Das Bergbauamt hat interveniert, weil wegen des einstigen Braunkohleabbaus die Gefahr besteht, dass Gebäude in dem vorgesehenen Areal absacken.

Damit hat sich die Frage nach Unterbringungen für Asylsuchende in Mittenwalde zunächst einmal erledigt. „Es gibt im Moment keine Planungen“, sagt Heiko Jahn. Angebote von privater Seite lägen nicht vor. Und ob der Landkreis am Alten Wasserwerk ein Heim errichte, darüber sei noch nicht gesprochen worden. „Wir sind von der Entwicklung der Dinge selbst überrascht und wissen noch nicht, was in Mittenwalde weiter geschehen soll“, sagt er.

Von Dietrich von Schell

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