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Waldgrundstück wird verkauft

Zeuthen Waldgrundstück wird verkauft

Die Gemeinde Zeuthen will das Waldgrundstück neben der geplanten Tankstelle erwerben. Damit will sie die Waldfläche erhalten oder die lange diskutierte niveaufreie Bahnquerung am Forstweg realisieren.

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Das Waldgrundstück in der Lindenallee neben der geplanten Tankstelle in Zeuthen wird verkauft. Die Gemeinde will es erwerben.

Quelle: oliver becker

Zeuthen. Das Waldgrundstück in der Lindenallee steht zum Verkauf. Die Gemeinde beabsichtigt, die Fläche neben der geplanten Tankstelle zu erwerben. Sie will im Verfahren als Mitbieter auftreten. Das hat die Gemeindevertretung bei ihrer letzten Sitzung beschlossen. Geeinigt hat man sich bereits auf eine Summe, die man dem Eigentümer anbieten will, die aber vorab nicht genannt werden soll. Die Gebotsfrist endet am 27. April. Besitzer des 5000 Quadratmeter großen Grundstücks ist die Bodenverwertungs- und Verwaltungs GmbH des Bundes (BVVG).

Gemeinde will Kaufangebot abgeben

„Die Gemeinde wird sich an der Ausschreibung beteiligen und ein Kaufangebot abgeben. Wir haben eine Kaufhöhe festgelegt“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Ein Kaufvorrecht habe die Gemeinde nicht. Es sei der Wunsch der Gemeindevertreter, an einem Erhalt der Waldflächen in Zeuthen festzuhalten.

Keine Umwidmung der Waldfläche geplant

„Wir wünschen keine Umwidmung von Waldflächen, um diese Grundstücke baulich zu entwickeln“, sagte sie und verwies auf den Fall des Kaufs durch einen privaten Investor. Zum anderen soll ein Teil des Grundstücks als Rückhaltefläche für die mögliche Realisierung der lange diskutierten niveaufreien Bahnquerung am Forstweg dienen. „Ein Tunnel oder eine Brücke muss so großräumig gebaut werden, dass dieses Grundstück dafür erforderlich wäre“, so die SPD-Politikerin.

Mit dem Bau der Tankstelle fällt das Eckgrundstück am Forstweg für den Bau einer Querung weg. Somit ist das Interesse der Gemeinde an der Waldfläche gestiegen. Letztere ist voraussichtlich die letzte Option, um Brücke oder Tunnel zu errichten.

Eigentümer schreibt die Fläche als Bauerwartungsland aus

Während die Gemeinde das Grundstück als Waldfläche definiert, bewertet die BVVG es als Bauerwartungsland. Die Verwaltung schätzt die Wahrscheinlichkeit hoch ein, dass potenzielle Käufer höhere Angebote als die Gemeinde abgeben werden in der Erwartung, dass aus der Fläche Bauland wird.

Beim Verkauf an einen Dritten müsse die Gemeinde, die die Planungshoheit hat, gegensteuern und künftige Anträge für eine Umwidmung der Fläche in Bauland ablehnen, so Burgschweiger. Würde das Grundstück für den Bau der Querung benötigt, könne man auf dieses zudem über ein Planfeststellungsverfahren im benötigten Umfang zugreifen.

Gemeinde will sich gegen möglichen Bau von Dritten wehren

Erst auf Druck der Gemeindevertreter hatte sie daher der Abgabe eines Kaufangebots zugestimmt. „Die Gemeinde kann nur in einem Enteignungsverfahren auf das Grundstück zugreifen. Das wäre langwierig und ist mit vielen Risiken verbunden“, sagte Karl Uwe Fuchs (Grüne/FDP).

Machbarkeitsstudie zur Bahnquerung

In einer Machbarkeitsstudie werde geprüft, ob mit der Tankstelle noch eine Querung möglich ist. Sollte die Tankstelle eine Querung verhindern, sei dies die Schuld der Bürgermeisterin, da sie ohne Rücksprache mit den Fraktionen vor einigen Jahren dem Bau zugestimmt habe, so Fuchs. Laut Burgschweiger habe die Gemeinde den Tankstellenbau nicht verhindern können, da sich das Grundstück, anders als die Waldfläche, in einem Mischgebiet befindet, wo ein solcher Bau möglich ist.

Von Oliver Becker

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