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Dahme-Spreewald Waldkindergarten wird größer als geplant
Lokales Dahme-Spreewald Waldkindergarten wird größer als geplant
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11:40 17.06.2016
Die alte Waldkita wird einem Neubau weichen. Aber wie der aussehen soll, ist noch nicht entschieden. Quelle: Dietrich von Schell
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Bestensee

Seit Dienstag liegen die neuen Zahlen auf dem Tisch. Der Waldkindergarten in der Pätzer Fernstraße muss größer geplant werden, als in der Gemeindeverwaltung bislang angenommen. Bisher war man von einem Neubau für 100 Kinder ausgegangen. Seit der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstagabend ist klar: Das Gebäude muss Platz für 130 Kinder bieten. „Die Bedarfsplanung für Kita-Einrichtungen ist vom Landkreis Dahme-Spreewald nach oben korrigiert worden“, sagt Thomas Irmer von der Fraktion die Linke/SPD.

Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos): „Es hat in der jüngsten Vergangenheit einen sehr starken Zuzug von Familien mit Kindern nach Bestensee gegeben. Das war so nicht abzusehen.“ Darum sei man nun gezwungen, die Waldkita von Anfang an größer zu planen. Das zieht Schwierigkeiten nach sich. Das Grundstück, auf dem sich die Waldkita befindet, könnte sich als zu klein erweisen. Zumindest, wenn man an dem Flachbau – die Rede ist von einem L-Format – festhält. Für 130 Kinder ist beim Gebäude eine bestimmte Grundfläche vorgeschrieben. „Zusätzlich müssen pro Kind zehn Quadratmeter Spielfläche gewährleistet sein“, erläutert Quasdorf. „Sonst wird der Kita die Betriebsgenehmigung verwehrt.“

Fraktionschefs und Verwaltung kommen zusammen

Am heutigen Freitag werden die Fraktionschefs der Gemeindevertreterversammlung von Bürgermeister Quasdorf und Verwaltungsmitarbeitern über die Gegebenheiten des Kitaneubaus informiert. Später werden die Informationen an die Gemeindevertreter weitergereicht.

Aber es zeichnen sich bereits unterschiedliche Positionen ab. Uwe Budach, Fraktionschef der Unabhängigen Bürger Bestensee-Pätz (UBBP), sagt: „Im Innenbereich der Kita würde der Schlüssel stimmen.“ Aber die Spielflächen wären zu knapp. Die reichten bloß für 100 Kinder. Es gibt eine Alternative, ein Zweigeschosser nämlich. Der würde weniger Grundfläche beanspruchen und draußen mehr Platz bieten. Diese Variante stößt bei der UBBP auf wenig Gegenliebe. Und das liegt nicht an den Kosten. „Ein eingeschossiger Bau wäre praktischer, die Kinder könnten gleich hinaus in den Garten, die Erzieher müssten sie nicht über eine Treppe schleusen. Auch für Eltern und Großeltern sei ein Flachbau übersichtlicher“, so Budach „Hinzu kommt, dass im Zweigeschosser Fahrstuhl und Notfalltreppe vorgeschrieben sind.“ Er überlegt, beim zuständigen Jugendamt in Königs Wusterhausen eine Einzelfallgenehmigung für den Betrieb der Kita beantragen zu lassen. Ob dem stattgegeben wird, ist allerdings ungewiss.

Sozialausschuss tendiert zum Zweigeschosser

Thomas Irmer glaubt dagegen, unter den Mitgliedern des Sozialausschusses die Tendenz zu einem Gebäude mit zwei Etagen ausgemacht zu haben. „Diese Lösung würde auf alle Fälle keine Komplikationen bescheren“, sagte er.

Quasdorfs Ansicht ist ganz pragmatisch und damit tritt er, wie er sagt, kursierenden Gerüchten entgegen. „Es wird erzählt, die Verwaltung favorisiere einen Zweigeschosser. Das stimmt nicht. Wir versuchen einen Bau für 130 Kinder zu realisieren.“ Welches Format und wie viele Stockwerke die Kita dann habe, spiele keine Rolle.

Von Dietrich von Schell

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