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Dahme-Spreewald Waldleitbild mit Ausnahmen
Lokales Dahme-Spreewald Waldleitbild mit Ausnahmen
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00:18 01.07.2017
Ein Waldgrundstück neben der Tankstelle in der Zeuthener Lindenallee soll für ein mögliches Bauprojekt zurückgehalten werden. Quelle: Foto: Becker
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Zeuthen

Die Gemeinde Zeuthen will mehr Waldflächen erhalten und dazu ein Waldleitbild erstellen. Im jüngsten Ortsentwicklungsausschuss wurde das Thema diskutiert. Obwohl die Idee großen Zuspruch hat, steht nicht überall der Schutz an erster Stelle.

Grünerhalt wichtig

„Es geht darum, dass wir den Charakter unserer Gegend erhalten wollen. Wir müssen festhalten, welche Baum- und Pflanzenarten uns wo wichtig sind“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Die Gemeinde will diese Arten langfristig auch mit Nachpflanzungen erhalten. Das Waldleitbild sei die Grundlage eines künftigen Waldkonzepts. Andererseits habe die Kommune Druck, Wohnungen zu bauen.

Gartenabfälle sorgen für Verunreinigung

Von den zwölf Quadratkilometern an Fläche in Zeuthen, seien vier reine Waldfläche. In der Vergangenheit sei daher immer wieder die Umwandlung von Waldflächen für verschiedene Nutzungen ein Thema gewesen. „Wir haben auch das großes Problem, dass viele Bürger ihre Gartenabfälle im Wald entsorgen“, sagte Burgschweiger. Dadurch komme es zur Verunreinigung und schlichen sich Gehölzer ein, die die Gemeinde nicht haben wolle. „Mit dem Waldleitbild wollen wir die Bürger für die Walderhaltung sensibilisieren“, sagte die Bürgermeisterin.

Wohnungsbau und Schulbau

Gegen einen Erhalt von Grünflächen spricht hingegen die Planung am Forstweg/Lindenallee, eine niveaufreie Bahnquerung mit einem Tunnel- oder einem Brückenbau zu realisieren. Im Gespräch ist, das Waldgrundstück neben der geplanten Tankstelle dafür zurückzuhalten. Auch die Machbarkeitsstudie für einen neuen Grundschulstandort von Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf weißt hauptsächlich Waldflächen als gute Baugrundstücke aus. „Wenn wir Wohngebiete entwickeln oder mehr Platz für die Kinderbetreuung schaffen wollen, dann ist das eine Pflichtaufgabe. Da muss man eine Entscheidung treffen, ob ein Waldstück umgewandelt wird“, sagte Burgschweiger. Nur müsse vorher klar sein, unter welchen Gesichtspunkten so etwas geschehe und wann nicht. Ein reiner Erhalt von Waldflächen würde die Entwicklung im Ort hemmen. Im Falle eines Schulbaus, seien Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.

„Für die Schule sollen enorme Waldflächen gerodet werden“, sagte Nadine Selch (CDU). Mit dem Waldleitbild bekenne man sich andererseits dazu, dass die Gemeinde Wald erhält und ohne Grund keine weiteren Waldflächen abholzt. „Das passt nicht zusammen“, sagte sie. „Dass nur Waldflächen bei der Suche nach einem neuen Schulort im Fokus sind, ist für mich als Grüner ein gewaltiges Problem“, sagte Jonas Reif (Grüne/FDP).

Von Oliver Becker

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