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Dahme-Spreewald Wanderweg zur Geschichte
Lokales Dahme-Spreewald Wanderweg zur Geschichte
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11:50 25.11.2016
In Halbe wurden 16 dieser Stelen aufgestellt; elf davon direkt vor dem Zugang zur Kriegsgräberstätte Waldfriedhof. Diese Freiluftausstellung dient nun als Anregung für weitere Infotafeln. Quelle: Karen Grunow
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Märkisch Buchholz

Als im April vergangenen Jahres die mit Stelen realisierte Freiluftausstellung zur Geschichte der so genannten Halber Kesselschlacht am Waldfriedhof in Halbe eröffnet wurde, war vor allem in Märkisch Buchholz schnell der Wunsch da, diese Ausstellung weiter auf die Region auszudehnen.

Fachbereichsleiter Finanzen und Soziales in der Amtsverwaltung des Schenkenländchens, an. Der Anstoß dazu kam vor allem aus Märkisch Buchholz. Hans-Jürgen Oehne vom dortigen Heimatverein hatte schon im Frühjahr ältere Buchholzer, die sich noch an die Ereignisse in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges erinnern konnten, zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Fast alle, die er gefragt hatte, waren auch gekommen. „Man hat bei manchen eine Erleichterung gespürt, dass man sich mal darüber unterhalten konnte.“ Mit einigen ist er danach in und um Märkisch Buchholz auf Spurensuche gewesen. „Gerade die Orte vor Halbe waren schwer betroffen“, sagt er. Aus den intensiven Gesprächen sind mittlerweile einige Erlebnisberichte entstanden, die für künftige Stelen verwendet werden sollen.

Neues Projekt

Oliver Theel verwendet lieber den Begriff Tafeln, wenn er von dieser Art Erweiterung der Halber Freiluftausstellung spricht. Denn das neue Projekt auch in jener Form umzusetzen, sei finanziell schlicht nicht möglich. 168 000 Euro Fördergelder gab es für das Halber Stelenprojekt, das von einer vom Aktionsbündnis Brandenburg und von Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, geleiteten Expertenkommission angeregt worden war. Damit sollte der Vereinnahmung der Halber Kriegsgräberstätte Waldfriedhof, der größten in der Bundesrepublik, durch Rechtsextremisten für deren Propaganda entgegen gewirkt werden.

Im „Kessel von Halbe“ starben im April 1945 bis zu 60 000 Soldaten der Wehrmacht, zehntausende Soldaten der Roten Armee und zahlreiche Zivilisten. Betroffen von den Kämpfen war die gesamte Region, vor allem Märkisch Buchholz und Münchehofe. Vision ist nun, in sämtlichen Orten des Schenkenländchens mindestens eine Informationstafel zu installieren, auf der knapp über die historischen Ereignisse berichtet wird. Darauf soll es auch einen Text in russischer Sprache geben, denn immer wieder kommen Angehörige von bei Halbe vermissten Rotarmisten in die Region.

Eine Herausforderung

„Das ist die Herausforderung, das Ganze übergreifend darzustellen“, sagt Theel. In sämtlichen Kommunen des Schenkenländchens und vom Amtsausschuss muss das nun diskutiert werden. Oehne will das bisherige Konzept in den nächsten Tagen den Märkisch Buchholzer Stadtverordneten näher vorstellen. Für die Stadt existiert schon eine weiterreichende Idee: Geplant ist ein Wanderweg, der am Friedhof in Märkisch Buchholz beginnen, am Literatur- und Begegnungszentrum „Franz Fühmann“ vorbeiführen und dort nach rund zehn Kilometern Rundweg auch enden soll. Oehne schwebt vor, das Gebäude vielleicht für Gesprächsrunden mit Besuchergruppen zu nutzen. An drei zentralen Stellen im Ort sollen große Tafeln aufgestellt werden, die Wanderstrecke, für die als Arbeitstitel „Dunkler Weg“ gewählt worden ist, soll von kleineren Infostelen mit Erlebnisberichten und Fotos begleitet werden. Auch eine verkürzte Strecke für einen Geschichtsrundgang mit Kindern sei denkbar.

Nicht nur mit Zeitzeugen waren Oehne und andere Mitstreiter des Heimatvereins bereits im Kontakt, auch mit der Forst wurde über die mögliche Route schon gesprochen. Außerdem wollen die Initiatoren mit dem in Halbe ansässigen Landesverband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge kooperieren, Geschäftsführer Oliver Breithaupt hat schon Unterstützung signalisiert.

Von Karen Grunow

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