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Dahme-Spreewald Warnstreik für mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeit
Lokales Dahme-Spreewald Warnstreik für mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeit
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00:20 15.01.2018
Mit gestreckten Fäusten, Bannern und Trillerpfeifen unterstützten Wildauer Metallbauer die Forderungen der Gewerkschaft, die gestern weitere Streiks nicht ausschließen wollte. Quelle: Frank Pawlowski
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Wildau

Rund 40 Mitarbeiter der Schmiede- und Kurbelwellentechnik GmbH in Wildau beteiligten sich Donnerstagvormittag an einem einstündigen Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft IG Metall aufgerufen hatte. Die Beschäftigten der Frühschicht versammelten sich im Regen vor dem Werktor in der Schmiedestraße.

Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld

Gewerkschafter hatten einige Zelte aufgespannt, kurz vor halb elf füllte sich allmählich der Platz auf der Wiese. Zur Stärkung gab es Kasseler im Brötchen, außerdem warmen Tee und Kaffee gegen die Kälte. Für die Streikteilnehmer lagen rote Mützen, Schals und Pfeifen bereit. „Jetzt sind wir mal dran, wenn es um flexible Arbeitszeiten geht. Und wir wollen sechs

Schmied Thomas Vierling am Donnerstag vor dem Werktor in der Schmiedestraße. Quelle: Frank Pawlowski

Prozent mehr Geld, weil es überall in der Metallindustrie gut läuft“, sagte Tobias Kunzmann, der Chef des IG-Metall-Bezirks Ludwigsfelde. Die Wildauer applaudierten und bliesen in die Trillerpfeifen. Der Betrieb entstand erst vor einem Jahr aus der Fusion der Wildauer Schmiedewerke und der Gröditzer Kurbelwelle. Nach einer Durststrecke mit Kurzarbeit und Beschäftigungssicherung läuft es laut Andreas Kahnert von der IG Metall inzwischen wieder. Mit vor das Werktor kam am Mittwoch der Schmied Thomas Vierling. Der 28-jährige aus Schulzendorf hält die Forderungen wie viele seiner Kollegen für gerechtfertigt. Einige winkten am Mittwoch aber auch ab, wie Andreas Kahnert berichtete. „Bestreikt doch die Großen, nicht die Kleinen, hat einer gesagt.“ Doch insgesamt war die Gewerkschaft mit dem Echo auf den Streikaufruf zufrieden. Der Wildauer Betrieb hat rund 200 Mitarbeiter, die im Vierschicht-System arbeiten. „Wir haben in der Schmiede

Die Schmiedewerke und die benachbarte Gröditzer Kurbellwelle fusionierten vor einem Jahr. Die alten Firmenschilder gibt es aber noch. Quelle: Frank Pawlowski

mit die härtesten Arbeitsbedingungen überhaupt“, erzählte Kahnert, der selbst einmal in einer benachbarten SMB Schwermechanik arbeitete. Sie sei inzwischen von der niedersächsischen Georgsmarinen Unternehmensgruppe übernommen worden, zu der schon Schmiede und Kurbelwelle gehören. „Aber die Löhne sind noch weit weg. Wir wollen die SMB Schwermechanik deshalb möglichst schnell in die Tarifbindung bringen“ , so der Gewerkschafter.

Chefin wartet Ergebnisse der Verhandlungen ab

Die Geschäftsführerin der Schmiede- und Kurbelwellentechnik, Simone Senst, wollte während der laufenden Tarifverhandlungen keinen Kommentar abgeben. „Wir warten die Ergebnisse ab“, sagte sie am Donnerstag der MAZ. Laut IG Metall folgten bundesweit bisher 80 000 Beschäftigte dem Streikaufruf. In der Region war Wildau der vierte Betrieb, der bestreikt wurde.

Zur Stärkung gab es Kasseler im Brötchen und warme Getränke. Quelle: Frank Pawlowski

Von Frank Pawlowski

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