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Dahme-Spreewald Wasserkultur mit Jazz, Muscheln und Literatur
Lokales Dahme-Spreewald Wasserkultur mit Jazz, Muscheln und Literatur
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19:11 24.07.2016
Ulrike Dolezal, die Vorsitzende des Kulturvereins Zeuthen, freute sich, dass so viele Besucher gekommen waren. Quelle: Heidrun Voigt
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Zeuthen

Die „Olympia“ tuckert gemütlich über den Zeuthener See. Das Wasser schlägt sanft an ihren Rumpf. Teichrosen leuchten gelb. Am Schilf steht ein Reiher. Zwei Saxofone sind zu hören. Am Samstag erlebte die Wasserkultur Zeuthen ihren vierten Stapellauf. Der Kulturverein Zeuthen hatte wieder für ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Literatur und Kunst gesorgt – und das an diesem Tag gleich drei Mal.

Zur zweiten Tour sorgten Rolf von Nordenskjöld (Baritonsaxofon) und Clemens Arndt (Sopran- und Altsaxofon) mit feinstem Jazz für gute Laune. Die Musiker präsentierten Kompositionen von Nordenskjöld und Jazz-Standards. Cornelia Becker stellte Passagen aus ihrem Roman „Die Unsterblichkeit der Signora Vero“ vor. Die reiche, exzentrische Beatrice Vero will sterben und sucht jemanden, der ihr dabei hilft. Cordula Pasini, eine Autorin, lässt sich auf einen ungewöhnlichen Kompromiss ein. Mit genauem Blick und subtilem Humor erzählt die Berliner Autorin ihre Geschichte.

Susanne Göritz zeigte Keramik, die an Muscheln, Tintenfische und andere Seetiere erinnern. „Ich habe als Kind schon im Kieshaufen gesessen und nach Versteinerungen gesucht. Die Formen beeindrucken mich heute immer noch stark“, erzählte die Künstlerin, die in Motzen lebt. „Aquafakte“ nennt sie ihre Gebilde. Neben der Keramik waren Acrylbilder zu sehen. „Nanoflowers“, an Aufnahmen von einem Elektronenmikroskop angelehnte florale Formen, die an Blüten erinnern.

Rolf von Nordenskjöld (l.) und Clemens Arndt präsentierten Jazz. Quelle: Heidrun Voigt

Ulrike Dolezal, die zu den Gründungsmitgliedern des Kulturvereins 2012 gehört und von Beginn an die Vorsitzende ist, freute sich, dass wieder alle drei Veranstaltungen ausverkauft waren. „Die Wasserkultur und das Konzert zum Jahresanfang sind unsere Ankerveranstaltungen“, sagte die engagierte Frau. Rückblickend stellte sie fest, dass der Verein sehr viel in den vergangenen fünf Jahren geschafft habe und auf sicheren Füßen stehe. Das Ziel sei, anspruchsvolle und unterhaltsame Angebote in großer Vielfalt zu präsentieren. Dolezal erwähnte die Veranstaltungen zum 70-jährigen Ende des Zweiten Weltkrieges und zum hundertjährigen Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Sie betonte, dass es auch Veranstaltungen mit Stars des Ostens gab. Zur dritten Tour der Wasserkultur am Samstag las beispielsweise die Schauspielerin Walfriede Schmitt. „Uns ist auch eine sehr gute Vernetzung mit anderen Kulturvereinen und Initiativen gelungen, das ist wichtig für die Region“, so Dolezal. Sie bedauerte, dass es immer noch keinen Raum für Kunstausstellungen in Zeuthen gibt und hofft, dass der Güterboden am Bahnhof dafür künftig Möglichkeiten bietet. „Wir vagabundieren zwischen Desy, der Mehrzweckhalle und der Alten Feuerwache in Eichwalde hin und her. Uns fehlt einfach die Heimstatt“, sagte sie.

Die Besucher genossen während der Schiffsfahrt nicht nur Kultur, sondern auch die Umgebung. Bootsmann Rainer Bornemann erläuterte die Tour, die vom Zeuthener See zur Wernsdorfer Seenkette, durch den Oder-Spreekanal zum Seddinsee und über den Langen See zurück zur Dahme führte.

Von Heidrun Voigt

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