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Wasserkur für Miersdorfer See

Brunnenbau als Erste-Hilfe Wasserkur für Miersdorfer See

Der Miersdorfer See beginnt sich zu erholen. Noch im Juni schlugen die Angler Alarm, weil der Pegel beständig sank, Zum Schluss fehlten rund 80 Zentimeter. Die Gemeinde beschloss, einen Brunnen bauen zu lassen. Der pumpt nun regelmäßig immer wieder Wasser nach, um den Wasserstand zu halten. 2016 will Zeuthen einen Tiefbrunnen am Standort installieren lassen.

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Der Miersdorfer See beginnt sich zu erholen. Der Wasserstand ist jetzt 25 Zentimeter höher.

Quelle: Andrea Müller

Zeuthen. Der Miersdorfer See beginnt sich zu erholen. Vor fünf Wochen war ein Brunnen installiert worden, der Wasser nachpumpt, wenn der Pegel zu weit absackt. Zuletzt fehlten rund 80 Zentimeter zum normalen Wasserstand. Der Anglerverband in Zeuthen-Miersdorf schlug Alarm. Die Gemeinde reagierte sofort und beschloss noch vor der Sommerpause ein Hilfspaket (die MAZ berichtete).

Dazu gehörte der Brunnen, der dann Mitte Juli unweit des Strandes errichtet worden ist. Er pumpte nach Fertigstellung 25 Kubikmeter Grundwasser pro Stunde in den See zurück. „Inzwischen ist der Pegel um rund 25 Zentimeter gestiegen“, freut sich Heiko Fuchs, Vorsitzender des Miersdorfer Angelvereins. Er zeigt auf die Ballen des Schilfs, das damals bereits aus dem Wasser ragte und an der Luft vertrocknete. Auch Uferbefestigungen erhielten durch das Ansteigen des Pegels ihre Stabilität zurück. Fehlt nämlich der Gegendruck vom Wasser, gerät das ganz Gefüge ins Wanken. An einigen Stellen des Ufers kann man die Auswirkungen noch sehen. Gefährlich neigen sich die Befestigungen nach unten. Die meisten Anwohner haben jedoch alles wieder in Ordnung gebracht. Sie winken Heiko Fuchs vom Ufer aus freundlich zu.

Heiko Fuchs,   Chef des Anglervereins,  zeigt auf das frische Schilf

Heiko Fuchs, Chef des Anglervereins, zeigt auf das frische Schilf.

Quelle: Andrea Müller

Fuchs weiß, dass eine solche Geschichte auch ganz anders ausgehen kann. Aus seiner Hosentasche klaubt er sein Smartphone und zitiert aus einem Blog von einem Anglerverband in Bärenklau am Pastlingsee. Die Petrijünger hatten dort genauso Alarm geschlagen, doch ohne Erfolg. Das Resultat: Der See heizte sich immer weiter auf und kippte bei einer Wassertemperatur von 36 Grad. „Wir konnten zuschauen, wie die Fische verendeten“, heißt es dort.

„Das ist der Alptraum eines jeden Anglers“, meint Heiko Fuchs und seine Erleichterung ist ihm anzusehen. Als er ein paar Brotkrumen ins Wasser wirft, streiten sich Enten und Karpfen um die Leckerbissen. „Eine Wohltat, sie so vital zu sehen“, freut sich Fuchs. Auch im Schilf beginnt sich neues Leben zu regen. Denn die Fische können dank des gestiegenen Wassers nun wieder hinein schwimmen, um zu laichen.

Im Strandbad ist ebenfalls Trubel. Inzwischen darf auch die Rutsche wieder genutzt werden. Wegen des niedrigen Wasserstandes war sie von der Gemeinde aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Rutsche hatte sich auf über einen Meter erhöht. Da wäre die Verletzungsgefahr für die Kinder zu groß gewesen. Bei einem Vor-Ort-Termin hatte sich die Gemeinde ein Bild von der Situation gemacht und Maßnahmen festgelegt.

„Dafür danke ich Herrn Schün-ecke und Frau Brüsehaber“, erklärt Heiko Fuchs. Er und die anderen Petrijünger sind froh, dass das Hilfspaket der Gemeinde noch bis ins kommende Jahr greift. Während jetzt ein Brunnen in 25 Meter gebohrt worden war, soll dann noch einmal eine Bohrung bis in 40 Meter Tiefe erfolgen. Der Brunnen soll dann dauerhaft erhalten bleiben.

Für die Erste Hilfe am Miersdorfer See gab die Gemeinde rund 20 000 Euro aus. Unterm Strich werden es 2016 aber rund 50 000 Euro sein. Inbegriffen ist dann auch ein Gutachten, welches das Rathaus in Auftrag gegeben hat. Die Fachleute sollen nämlich heraus finden, warum der See kontinuierlich Wasser verliert, als hätte er einen Stöpsel und dieser sei gezogen worden.

Bis Freitag war die Pumpe des Brunnens zuletzt im Einsatz. Jetzt wird wieder eine Woche gewartet, dass sich der See an das neue Wasser gewöhnt. Das soll nun immer im Wechsel passieren. Pumpen, Pause, Pumpen, Pause.

Von Andrea Müller

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