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Dahme-Spreewald Wasserverband für die Zukunft gut gewappnet
Lokales Dahme-Spreewald Wasserverband für die Zukunft gut gewappnet
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14:35 24.08.2016
Der Verbandssitz des MAWV in Königs Wusterhausen. Quelle: Josefine Sack
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Königs Wusterhausen

Seit mehr als 20 Jahren sind die Beiträge des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) stabil. Geht es nach Verbandsvorsteher Peter Sczepanski, soll das auch in den kommenden Jahren so bleiben. Ein entsprechendes Konzept darüber, wie der MAWV im Kerngebiet südöstlich von Berlin die Wasserversorgung bis 2035 nachhaltig und wirtschaftlich gewährleisten will, stellte Verbandsvorsteher Sczepanski am Dienstag im Verbandssitz in Königs Wusterhausen vor.

Derzeit liegen die Gebühren für Trinkwasser mit 1,37 Euro je 1000 Liter im Verbandsgebiet rund 20 Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Auch die Mengengebühr für Schmutzwasser ist mit 2,94 Euro je 1000 Liter vergleichsweise erschwinglich für die Region. Ob der MAWV die einheitlichen Gebühren künftig so beibehalten kann, ist angesichts der Altanschließerproblematik jedoch fraglich. Hintergrund ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember 2015. In der Reaktion darauf hatte der Wasserverband zunächst alle Bescheide außer Kraft gesetzt. Beim MAWV sind seit dem Urteil mehr als 27 000 Widersprüche eingegangen. Davon könnten in etwa 3000 Fällen Rückzahlungen mit einem Gesamtvolumen von 20 bis 30 Millionen Euro fällig werden, erläuterte Sczepanski. Derzeit liegen die Vorgänge beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Zurückgezahlt hat der Verband bislang noch nichts. Man warte auf die Entscheidungen der zuständigen Gerichte, so Sczepanski. Der Verband ist gegen die Rückzahlungen, weil dann Gebührenerhöhungen für die betroffenen Grundstückseigentümer fällig werden könnten. Die Folge wären gesplittete Gebühren im Verbandsgebiet. Dem möchte der MAWV entgegenwirken und setzt weiter auf das bewährte Modell der Mischfinanzierung aus Anschlussbeiträgen und stabilen Gebühren.

Bearbeitung kann Jahre dauern

Die Altanschließerdebatte hat den Verband viel Kraft gekostet. Sieben Verwaltungsmitarbeiter kümmern sich aktuell um die Einzelfallprüfung. Sogar neue Mitarbeiter wurden dafür eingestellt, dennoch könne die Bearbeitung „Monate, wenn nicht Jahre“ dauern, warb Sczepanski um Verständnis bei den Kunden.

Nichtsdestotrotz blickt der Verbandschef zuversichtlich in die Zukunft: Die Trinkwasserversorgung ist gesichert – auch im Norden, wo der Verband bis 2025 mit einem enormen Zuzug rechnet. Das Rohrnetz befinde sich in einem guten Zustand. Jährlich investiert der Verband vier Millionen Euro, um die vorhandenen Wasserwerke und Anlagen instandzuhalten.

Von Josefine Sack

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