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Dahme-Spreewald Wasserwerk versorgt 60 000 Menschen
Lokales Dahme-Spreewald Wasserwerk versorgt 60 000 Menschen
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04:29 24.08.2016
MAWV-Vorsteher Peter Sczepanski (l.) und der Eichwalder Werksleiter Christian Zwanzig. Quelle: Heidrun Voigt
Eichwalde

Sauberes Wasser ist heute eine Selbstverständlichkeit. Hahn aufdrehen und das kostbare Nass steht jederzeit zur Verfügung. Doch wo kommt es her? Das Wasser für die Eichwalder und ihre Nachbargemeinden kommt aus dem Wasserwerk Eichwalde in der Schmöckwitzer Straße. Und das Gebäude ist eine richtige Schönheit mit seinen roten Klinkern, seinem hellen Putz und den halbrunden Sprossenfenstern. Gebaut wurde es bereits 1912, innen ist aber längst alles hochmodern.

„Das Wasserwerk ist das bedeutendste des MAWV. Im Durchschnitt werden um die 10 000 Kubikmeter Wasser pro Tag verbraucht, der Rekord liegt bei 17 000 Kubikmetern“, sagt der Chef des Märkischen Abwasser- und Wasserverbandes (MAWV), Peter Sczepanski. Insgesamt gibt es sieben Wasserwerke im Verbandsbereich. Das Eichwalder Wasserwerk liegt auf einem Gelände, das mit 12 000 Quadratmetern knapp so groß ist wie zwei Fußballfelder. Zum Wasserwerk gehören 24 Brunnen. „Die Brunnen sind 25 bis 30 Meter tief, die Pumpen befinden sich etwa auf der Hälfte“, erläutert Werksleiter Christian Zwanzig. Der 36-Jährige hat seine Ausbildung bei der Dahme-Nuthe Wasser- und Abwassergesellschaft (DNWAB) absolviert, die das Wasserwerk auch betreibt.

Das Eichwalder Wasserwerk macht schon von außen viel her. Quelle: Heidrun Voigt

Zwanzig erzählt, dass das Rohwasser eine gute Qualität habe und ohne chemische Zusätze gereinigt werde. „Die Brunnen stehen bei der Instandhaltung im Vordergrund. Sie verockern schnell und deshalb arbeiten wir ständig daran“, so der Werksleiter. Das geförderte Wasser wird in ein Reaktionsbecken eingespeist. Hier wird es verdüst und belüftet, damit das im Wasser enthaltene Eisen und Mangan ausflocken. Anschließend läuft es in eines der drei Filterbecken. Die Becken sind 42 Quadratmeter groß und 1,60 Meter tief. Sie enthalten schwarzen Quarzsand. Etwa alle zwei bis drei Tage müssen sie gereinigt werden. Es wird so lange gespült, bis das gefilterte Eisen und Mangan verschwunden sind. Als Zwanzig den Spülmechanismus startet, wird Luft von unten eingeblasen und im Becken beginnt es zu brodeln. Etwa zwanzig Minuten dauert die Reinigung der Filter, die des Wassers insgesamt bis anderthalb Stunden. In der Reinwasserkammer wird das saubere Wasser für Spitzenzeiten zwischengespeichert.

Das rechte Filterbecken im Wasserwerk wird gereinigt. Quelle: Heidrun Voigt

Einmal im Monat wird das Wasser von einem unabhängigen Labor untersucht. Täglich wird es auf die wichtigsten Parameter wie beispielsweise Eisen, ph-Wert und Sauerstoffgehalt im Wasserwerk überprüft. „Das Gesundheitsamt hat jederzeit das Recht, zu kommen und Proben zu nehmen“, bekräftigt der Verbandsvorsteher.

Etwa 60 000 Menschen werden mit dem kühlen Nass aus dem Eichwalder Grundwasserreservoire versorgt. Insgesamt acht Mitarbeiter kümmern sich im Wasserwerk in Eichwalde darum und zudem in denen in Wildau und Königs Wusterhausen. Alle Werke werden von der Eichwalder Leitzentrale aus gesteuert. Ein Prozessinformations- und Leitsystem regelt die vollautomatische Förderung des Rohwassers und dessen Aufbereitung zum Trinkwasser.

Von Heidrun Voigt

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