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Dahme-Spreewald Wegen Hitze: Gurkenernte endet verfrüht
Lokales Dahme-Spreewald Wegen Hitze: Gurkenernte endet verfrüht
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15:14 12.08.2018
Der Erntebetrieb der Spreewaldgurken geht langsam zu Ende. Quelle: Pleul/dpa
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Lübben

Wegen der dauerhaft warmen Temperaturen sind die Gurken im Spreewald schnell gewachsen – die Ernte geht ungewöhnlich früh zu Ende. Sie wird in diesen Tagen abgeschlossen, normalerweise wurde in den Vorjahren immer noch bis Ende August gepflückt, wie der Spreewaldverein aus dem brandenburgischen Lübben (Dahme-Spreewald) mitteilte.

Brandenburg ist kulinarisch vor allem für seine Gurken aus dem Spreewald bekannt. Bei der Ernte liegen die Helfer auf einem Traktor und pflügen die Gurken.

Er vertritt die Anbau- und Einlegebetriebe in der Region. Die Verträge zwischen den Anbauern und den Betrieben, die die Gurken einlegen, seien weitgehend erfüllt, hieß es weiter. Die Ernte-Saison hatte auch sehr zeitig im Juni begonnen. Eine Erntebilanz liegt noch nicht vor.

Zu viel Sonne

Die Felder werden dem Verein zufolge per Tröpfchenbewässerung versorgt – der fehlende Niederschlag kann so ausgeglichen werden. Die direkte Sonneneinstrahlung sei aber für manche Pflanzen problematisch gewesen. Blätter können dabei verbrennen.

Anbauer und Einlegebetriebe beschäftigten in dieser Saison auch diese Probleme: Es fehlten laut Spreewaldverein Saisonkräfte aus dem Ausland. Und es habe Probleme mit der Lieferung von Gläsern gegeben, in die die Gurken eingelegt werden. Die Firma Obst- und Gemüseverarbeitung Spreewaldkonserve Golßen bestätigte, dass es bei ihrer Bestellung von Gläsern zu Lieferengpässen kam. Dieses Jahr sei mehr Rohware in kürzerer Zeit geerntet worden, so dass der Bedarf an Packmitteln anstieg.

• Auch interessant: MAZ macht mit – Gurkenernte

Die eingelegte Gurke ist ein Markenzeichen des Spreewalds. Dort liegt das bundesweit zweitgrößte Anbaugebiet, nur in Bayern gibt es noch größere Flächen.

Gurkentag am Wochenende

Am Wochenende boten beim jährlichen Spreewälder Gurkentag in Golßen (Dahme-Spreewald) Erzeuger und Händler wieder ihre Produkte an. Das Fest ging in seine 20. Ausgabe. Am Samstag war der Andrang ähnlich groß wie in den Vorjahren, wie es vom Spreewaldverein hieß.

Am Sonntag habe er dann etwas nachgelassen. Knapp 150 Aussteller hätten sich präsentiert. Wermutstropfen: In diesem Jahr fand sich kein Gurkenkönigspaar, das auf dem Fest gekrönt werden konnte. Es gab laut Verein keine Bewerber.

Von MAZonline

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