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Weiche für neue Kita „Zwergenland“ gestellt

Bindow Weiche für neue Kita „Zwergenland“ gestellt

Auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Gemeindevertreter von Heidesee grünes Licht für Bauvoranfrage zum Neubau der Kita in Bindow gegeben. Doch erst im Jahr 2018 soll mit dem Bau begonnen werden.

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Was mit dem alten Gebäude der Kita „Zwergenland“ wird, ist noch nicht geklärt.

Quelle: Heidrun Voigt

Bindow. Vor der Sommerpause haben Heidesees Gemeindevertreter in einer Marathonsitzung am Dienstagabend 18 Beschlussvorlagen auf den Weg gebracht. Den größten Teil der Zeit beanspruchte die Bauvoranfrage zum Neubau der Kita in Bindow.

Bürgermeister Siegbert Nimtz wies darauf hin, dass mit dem Kita-Personal ein Konzept erarbeitet wurde, in dem unter anderem die Durchschnittsgröße der Räume und das Investitionsvolumen vorgegeben werden. „Mit einem Quadratmeterpreis von 1630 Euro für das reine Bauen liegen wir beim mittleren Standard im Bundesdurchschnitt“, so der Bürgermeister. Er betonte, dass der Planer keinen Einfluss auf diese Zahlen habe. Zusammen mit den Außenanlagen kostet die neue Kita rund 2,6 Millionen Euro. Nimtz machte darauf aufmerksam, dass der erste Spatenstich erst 2018 erfolgen könne, weil man Zeit brauche, um Fördermittel zu beantragen.

Architektin stellte Analyseergebnisse vor

Susanne Becker vom Architekturbüro Dorn-Becker stellte die Ergebnisse einer Analyse von Heidesees Kita-Standorten vor. Die Architektin machte in ihren Ausführungen deutlich, welche Maßnahmen Priorität in welcher Kita hätten. Dabei hob sie auch den wachsenden Bedarf an Kitaplätzen hervor. Zurzeit gibt es laut Ordnungsamtsleiterin Martina Dümke eine Kapazität von 483 Plätzen. Die Auslastung liegt bei 453. Die anteiligen Krippenplätze davon sind alle belegt. Es wurde ein Aufnahmestopp für Kinder aus anderen Gemeinden verhängt, um dem erwarteten Bedarf in Heidesee gerecht werden zu können.

Die Bindower Kita „Zwergenland“ hat unter allen Kindereinrichtungen die meisten Mängel. Becker begründete, warum ein Neubau im Vergleich zu anderen Varianten die beste Lösung sei. Der Neubau soll auf einem Waldgrundstück in der Nachbarschaft der Kita entstehen. Die derzeit 57 Betreuungsplätze werden auf 90 erweitert. In der neuen Kita sind eine Kreativwerkstatt, sowie ein kombiniertes Sprachlabor und ein Forscherraum geplant. Es entstehen sechs Gruppenräume, ein Bewegungsraum, eine Caféteria und ein „Nestchen“ für Babys.

Räume haben Defizite

Gabriela Mushold, die Leiterin des „Zwergenlandes“, schilderte den Gemeindevertretern die Defizite der Räumlichkeiten und die damit einhergehenden Belastungen für Kinder und Mitarbeiterinnen. „Von fünf Gruppenräumen sind drei Durchgangsräume. Das einzige Badezimmer ist eine Herausforderung, um die verlangten Gesundheitsmaßnahmen durchzusetzen“, so die Kita-Leiterin. Sie betonte, dass „ihre“ Kinder es nicht schlechter haben – aber nur durch einen „erhöhten Kraftaufwand der Kollegen“.

Falko Brandt ( Linke), Ausschussvorsitzender Kita-Struktur, bestätigte dies: „Wir konnten uns vor Ort davon überzeugen, dass unter den schlechten Voraussetzungen eine verdammt gute Arbeit gemacht wird.“ Knut Düntz (Pro Heidesee) äußerte Bedenken zur Kostenexplosion des Kita-Baus von 1,8 auf 2,65 Millionen Euro seit November. „Das ist unser Flughafen. Der Anteil der Kita-Kosten an unserem Jahreshaushalt ist ähnlich hoch wie der des BER am Haushalt Berlin/Brandenburg, nämlich 23 Prozent“, bat er zu bedenken. Düntz räumte ein, dass dies aber nicht heiße, dass die Maßnahme nicht notwendig sei. Rainer Krüger (Unabhängige Wählergruppe Heidesee) bemängelte den Außenanlageplan, die Straßenanbindung und die Parkplatzgestaltung. Mit einer Enthaltung wurde der Bauvorentwurf angenommen.

Eltern sind nicht zufrieden

Anwesende Eltern waren dennoch nicht zufrieden. „Erst 2018 soll der Bau beginnen und bis zur Fertigstellung dauert es zwei Jahre. Das ist unvorstellbar, dass die Kinder noch vier Jahre unter diesen Bedingungen leben müssen“, sagte unter anderem Isabell Nobis.

Von Heidrun Voigt

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