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Dahme-Spreewald Weihnachtsbäume in Flammen
Lokales Dahme-Spreewald Weihnachtsbäume in Flammen
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05:00 11.01.2016
Die Flammen des Feuers loderten meterhoch. Quelle: Uta Schmidt
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Zeuthen

Auch wenn das Feuerwehrdepot in der Zeuthener Poststraße aufgrund der aktuellen Erweiterungsarbeiten derzeit einer großen Baustelle gleicht, dem traditionellen Knutfest tat das am Samstagabend keinen Abbruch. „Wir haben lediglich die Festfläche etwas eingegrenzt, und auch das Feuer wird aufgrund des eingeschränkten Platzes etwas kleiner ausfallen“, erklärte Festorganisator Alexander Groba. Mehr als 40 Feuerwehrleute des Löschzuges Zeuthen und Mitglieder des Fördervereins waren wieder im Einsatz, um den vielen kleinen und großen Zeuthenern eine unbeschwerte zwölfte Auflage des beliebten Festes zu bieten.

Im Mittelpunkt standen nach altem schwedischem Brauch die ausgedienten Weihnachtsbäume, die unter strenger Kontrolle der Wehr den Flammen preisgegeben wurden. „Wir kommen seit mehreren Jahren gerne hierher, schleppen unseren Baum über 700 Meter weit. Diesmal hat sogar Ole den Baum der Nachbarin mitgenommen“, sagte Vater Michael Heinrich stolz über seinen elfjährigen Spross. Zur Belohnung gab es Glühwein und Kinderpunsch, den Michael Wolter vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr allen „Baumspendern“ ausschenkte. Heißgetränke genossen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch Gitta Naethler und Freudin Ute Braatz nach dem Transport ihres Weihnachtsbaums.

Neben etlichen Tannenbäumen hatten die Wehrleute – unter ihnen auch Mitglieder der Kinder- und Jugendwehr – Holzpaletten und Kisten aufgestapelt, damit das Feuer mindestens bis Mitternacht lodern konnte. Hauptmaschinist Lutz Hüttel übernahm wie immer die Aufgabe, den großen Stapel fachgerecht mit einem Propangasbrenner und in feuerfester Schutzkleidung anzuzünden.

Vor allem die Kinder hatten an dem Fest wieder großen Spaß. „Bei uns gibt es einen ähnlichen Brauch“, sagte Ari Joki aus Helsinki. Er beteiligte sich mit Sohn Alexander und seinen Zeuthener Freunden am Lampionumzug für die Jüngsten. „Der ist für die Kinder immer ein Ereignis. Unser Vierjähriger hat sich schon sehr darauf gefreut“, sagte Katja Schatz.

„Wir haben eigentlich immer Glück, mussten während unseres Knutfestes noch nie zu einem Einsatz ausrücken“, meinte Wehrleiter Christoph Stiller. Das vergangene Jahr sei mit 150 Einsätzen vor allem nach Unwetterschäden ein Rekordjahr gewesen. Und eins steht bereits fest: Auch das neue Jahr wird der Zeuthener Wehr weitere Höhepunkte bescheren. Zum Jahresende soll der zweite Erweiterungsbau des Wehrgebäudes eingeweiht werden.

Von Uta Schmidt

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