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Welcher Beruf passt zu mir?

Königs Wusterhausen Welcher Beruf passt zu mir?

Unter dem Motto „Du hast es drauf“ unterstützt die Bürgerstiftung Königs Wusterhausen junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Ausbildungsinitiative richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus schwierigen Verhältnissen.

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Handwerkliches Geschick ist bei Metallbauern gefragt – das ist einer der Ausbildungsberufe, die angeboten werden.

Quelle: Peter Geisler

Königs Wusterhausen. Die Idee hatte Nancy Rahnenführer nach einem Training für Führungskräfte in ihrem Unternehmen, der Gemtec GmbH in Niederlehme. Dabei wurde zuerst ein persönliches Profil der Teilnehmer erstellt. Das Gespräch dauerte nur 15 Minuten, aber das Ergebnis war umwerfend, fand sie. „Man hat sich selber aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen.“

Pilotprojekt in der Region

Die Ausbildungsinitiative „Du hast es drauf“ ist ein Pilotprojekt der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen. Es soll Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren helfen, einen geeigneten Ausbildungsplatz in der Region zu finden.

Es beinhaltet eine Potenzialanalyse der Teilnehmer. Dabei wird ermittelt, welche Stärken und Schwächen die Jugendlichen haben und welche Ausbildungen für sie in Frage kommen.

Während des gesamten Projekts werden die Teilnehmer von einem Coach begleitet.

Eine Tour durch regionale Unternehmen bietet Einblicke in verschiedene Berufsbilder.

Bis zum 5. Dezember 2016 können sich Interessenten bewerben. Es stehen 15 Plätze zur Verfügung.

Ausführliche Informationen zum Projekt gibt es auf der Internetseite du-hast-es-drauf.de. Dort können sich Jugendliche direkt bewerben. Sie können sich auch direkt an Projektleiterin Nancy Rahnenführer wenden: 0151/19447042; rahnenfuehrer@du-hast-es-drau.de

Das, hofft sie, werden die Teilnehmer des neuen Ausbildungsprojekts „Du hast es drauf“ ebenfalls tun. Das Projekt der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen wird von Gemtec und EQ-Train durchgeführt. Zuerst wird geschaut, was die Jugendlichen drauf haben. Für Projektleiterin Nancy Rahnenführer ist das ein entscheidender Punkt. „Jeder hat Stärken. Wir willen die Teilnehmer motivieren und ihnen klar machen, dass sie etwas können.“

Passender Beruf in der Region

Doch das ist nur der erste Schritt. Richtig spannend wird es danach, wenn der passende Beruf für die Jugendlichen gesucht wird - und zwar in Unternehmen der Region. Hier unterscheidet sich das Projekt von anderen Initiativen, findet Nancy Rahnenführer. Die Tour durch die Unternehmen, bei der Ausbildungsberufe vorgestellt werden, soll so praktisch wie möglich sein. „Bei uns werden sie in der Metallbearbeitung selbst Bleche biegen oder sich an einer 3D-Konstruktion probieren. Beim Bäcker können sie Brötchen backen“, sagt Nancy Rahnenführer.

Ziel sei es, eine Tätigkeit zu finden, die zu den Jugendlichen passt. „Es gibt so viele Ausbildungsberufe, unter denen sich junge Leute nichts vorstellen können. Oft sind sie mit der Auswahl überfordert. Wir wollen eine Orientierungshilfe geben und sie an die Hand nehmen.“

Aus schwierigen Verhältnissen

Das Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, die sonst durch das Raster fallen, obwohl sie Fähigkeiten für bestimmte Berufe haben. Das seien Mädchen und Jungen aus schwierigen familiären Verhältnissen, mit abgebrochenen Ausbildungen oder mit Zeugnissen, die schlechter sind als der Durchschnitt. Ihnen wird im Programm einiges abverlangt. Einfach werde es nicht. Doch die Anstrengung lohnt sich, verspricht Nancy Rahnenführer. Im besten Fall winken Ausbildungsverträge oder bezahlte Praktika. „Für die Teilnehmer ist das eine große Chance.“ Das gilt ebenso für Unternehmen in der Region, die händeringend Fachkräfte-Nachwuchs suchen. „Beide Seiten haben etwas davon. Wir wissen, wie schwierig es ist, gute Leute für eine Ausbildung zu bekommen.“

Bis zum 5. Dezember können sich Interessenten bewerben. 15 Plätze stehen bereit. Auf der eigens gestalteten Internetseite du-hast-es-drauf.de wird das Projekt ausführlich. Dort können sich Jugendliche direkt mit ein paar Klicks bewerben. Auf Facebook und Twitter wird ebenfalls um Teilnehmer geworben. Nancy Rahnenführer stellt das Projekt in Schulen vor, wird von der Arbeitsagentur und vom Jobcenter unterstützt. Sie hebt außerdem die Hilfe durch die Stadt Königs Wusterhausen hervor.

Noch in diesem Jahr wird für die Teilnehmer die so genannte Potenzial-Analyse gemacht. Dann geht es auf die Suche nach den passenden Betrieben. Das Interesse bei Unternehmen der Region und ihre Bereitschaft, Jugendliche aufzunehmen, ist groß, berichtet Nancy Rahnenführer. Wenn das Pilotprojekt erfolgreich ist, soll es fortgesetzt werden.

Von Frank Pawlowski

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