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Wenige öffentliche Seezugänge

Zeuthen Wenige öffentliche Seezugänge

4800 Meter Uferlinie und ein herrliches See-Panorama: Zeuthen punktet vor allem durch seine Lage am Wasser. Allerdings bleibt der direkte Blick auf den See einem Großteil der Einwohner versperrt. Es gibt nur wenige öffentliche Zugänge, der überwiegende Teil des Ufers ist bebaut.

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Vom Fontaneplatz hat man eine gute Sicht auf Miersdorfer Werder und Rauchfangswerder.

Quelle: Josefine Sack

Zeuthen. Die Gemeinde Zeuthen, das ist vor allem Wald und Wasser. Ein Blick auf die Zahlen beweist: Während Brandenburg in weiten Teilen unter sinkenden Bevölkerungszahlen leidet, gehört Zeuthen zu den Gemeinden, die seit Jahren wächst. Mittlerweile zählt Zeuthen mehr als 11 000 Einwohner (Stand: Dezember 2015).

Die Nähe zu Berlin, vor allem aber die Lage am Wasser dürften dazu beigetragen haben, dass immer mehr Menschen an die Dahme ziehen. Insgesamt erstreckt sich die Uferlinie am Zeuthener See auf einer Länge von 4800 Metern. Hinzu kommen weitere 2100 Meter auf dem Miersdorfer Werder im Südosten der Gemeinde. Doch was nützt die paradiesische Lage, wenn der Blick aufs Wasser einem Großteil der Einwohner versperrt bleibt? Immer wieder monieren Alteingesessene und Zeuthener, die „in zweiter Reihe“ wohnen, dass es in der Gemeinde zu wenige öffentliche Zugänge zum See gebe. Tatsächlich ist der überwiegende Teil des Ufers bebaut. Die Privatgrundstücke reichen bis an die Wasserkante.

Bürgermeisterin: Grundstücksenteignungen wird es nicht geben

Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) weiß um die Problematik, stellte aber auch klar, dass es keine Grundstücksenteignungen geben werde, um die Wasserzugänge zu erweitern. Und es ist ja auch nicht so, dass die Zeuthener überhaupt nicht an ihren See kommen. Dort, wo sich früher die Feuerluken befanden, ist das Wasser an vielen Stellen sichtbar. Hinzu kommt eine Reihe öffentlicher Plätze, die direkt am Wasser liegen.

Einer der wohl beliebtesten Treffpunkte ist der 9400 Quadratmeter große Siegertplatz am Ende der Eichenallee. Erst 2013 hat die Gemeinde hier investiert und eine neue, weit in den See hineinreichende Steganlage errichtet. Wege wurden ausgebaut, entstanden sind ein neuer Kinderspielplatz sowie Sitzmöglichkeiten direkt am Wasser. Einen Erfolg kann die Verwaltungschefin für sich verbuchen: Nach unzähligen Gesprächen mit dem ansässigen Angelverein konnte der Siegertplatz um das Grundstück Dorfaue 1 erweitert werden. Das Grundstück ist ausgeschrieben. Die Gemeinde hofft, einen Investor für eine Gaststätte zu finden. „Durch diese Maßnahme wird der Platz noch mehr Strahlkraft und touristisch eine enorme Aufwertung erhalten“, heißt es aus dem Rathaus.

Sichtachsen wurden verbessert

An anderen Stellen, etwa am Miersdorfer Werder, wurden in den vergangenen Jahren die Wasserzugänge erschlossen und Bänke aufgestellt. Auf dem Fontaneplatz wurden die Sichtachsen auf das Wasser verbessert. Sehen lassen kann sich zudem der Chinesische Garten zwischen der Seestraße und dem Ufer in der Verlängerung der Maxim-Gorki-Straße. Ein Geheimtipp ist der Seeuferzugang im Bereich der ehemaligen Feuerluke an der Heinrich-Zille-Straße. Hier laden ein kleiner Holzsteg und eine Bank zum Verweilen am Ufer ein. An sechs Stellen in Zeuthen signalisiert das „Gelbe Welle“-Symbol Wasserwanderern und Bootsfahrern von der Wasserseite aus die Möglichkeit, an den öffentlichen Stegen anzulegen.

Von Josefine Sack

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