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Wer vermisst einen roten Vogel?

Ein Papagei sorgt in Senzig für Aufregung Wer vermisst einen roten Vogel?

Mehrere Tage hörte Birgit Bergemann nur ein seltsames Tschiepen in der Luft. Dann entdeckte sie in einem Baum vor ihrem Haus in der Waldstraße plötzlich einen roten Papagei. Mithilfe der MAZ will sie den Eigentümer finden.

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So ähnlich sah der Papagei aus.

Quelle: dpa

Senzig. Anfangs hörte Birgit Bergemann nur ein seltsames Tschiepen in der Luft. Sie rätselte, was das denn für ein komischer Vogel sein könnte. Mehrere Tage ging es so. Auch einer Nachbarin war er schon aufgefallen. Und dann entdeckte sie ihn am Montag plötzlich in einem Baum vor ihrem Haus in der Waldstraße. Ein roter Papagei saß in der Kiefer ganz oben und brabbelte vor sich hin. "Bestimmt ist er ausgebüxt und wird irgendwo sehr vermisst", vermutet sie und bittet die MAZ um Hilfe bei der Suche nach dem Eigentümer.

Die Senzigerin kann den Vogel zwar nicht einfangen, aber vielleicht schafft es der Besitzer, wenn er vor Ort kommt und den Papagei beim Namen ruft. Sie macht sich Sorgen, was aus dem exotischen Tier wird. "Im Sommer geht es ihm hier sicher gut", glaubt sie. "Aber was wird im Winter aus ihm? Die Kälte überlebt er doch sicher nicht." Aufmerksam schaute sie schon an Baumstämmen in der Gegend nach, ob jemand einen Zettel angebracht hat. Aber sie fand noch keinen Hinweis.

Papageien sorgten in der Vergangenheit schon öfter für Schlagzeilen im Dahme-Kurier. Im Jahr 2007 wurde zum Beispiel ein Papagei aus einem Zoogeschäft in Waltersdorf entwendet. Eine Gruppe Jugendlicher betrat damals den Laden, lenkte die Verkäuferin ab und dann war das Tier im Wert von 800 Euro weg.

Ein glückliches Ende gab es für die Graupapageidame "Kuki", die vor zehn Jahren einer Fau in Schönefeld entflog. Das Dumme daran: Er war dort vorübergehend in Pflege. In Friedersdorf ist der Ausreißer aufgegriffen worden, als er auf einen Strandkorb in einem Garten flog. Die Familie wusste vor Schreck nicht, wohin mit dem seltsamen Gast. Er kam ins Katzenkörbchen und wurde bei Bekannten einquartiert, die einen Käfig besaßen. Als die Geschichte von dem verschwundenen Papagei in der MAZ stand, meldeten sich die ehrlichen Finder. Kuki kam zurück nach Schönefeld. Beim Wiedersehen flossen die Tränen. Bei der Flucht hatte der Papagei ein paar Blessuren davon getragen. Kleine rote Punkte waren die Überbleibsel von einigen Auseinandersetzungen.

Vorgestellt wurde außerdem eine Partnervermittlung von Papageien. Eine Großziethenerin hat schon zahlreiche Vögel zusammengeführt. Ihr Tipp: Papageien sollten nur zu zweit leben, sonst vereinsamen sie.

Die Senzigerin Birgit Bergemann wird den Papagei vor ihrem Haus jedenfalls weiterhin beobachten. Sie hofft, dass der Besitzer sich meldet ( 03375/900777) und der Vogel wieder nach Hause kommt. step

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