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13:54 23.06.2017
Katarina Heinrich, Dozentin für Bilanzsteuerrecht an der FHF (r.), mit Studenten, die dort kurz vor dem Abschluss stehen.  Quelle: Dietrich von Schell
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Königs Wusterhausen

 Beim Hochschul- und Ausbildungsinformationstag der Fachhochschule für Finanzen (FHF) in der Schillerstraße in Königs Wusterhausen erfuhren Interessierte am Sonnabend, dass eine Karriere in der Steuerverwaltung nicht so schwierig und langweilig ist, wie man gemeinhin glaubt. Dozenten und Studierende gaben einen umfassenden Einblick, welche beruflichen Perspektiven der Bereich bitete. Knapp 1000 Besucher nutzten das Angebot.

Ohne Steuern geht nichts

Student Oliver Thiess etwa zeigte mit einem Spiel, dass ohne Steuern nichts geht in unserem Staat. Als Figur wählte er Bob den Baumeister, der an einem Tag seines Lebens begleitet wird – und überall nicht nur die Ware, sondern auch Steuern zahlen muss: Tabaksteuer, Kfz-Steuer, Umsatzsteuer. „Damit wollen wir klarmachen, dass das Thema Steuern uns täglich angeht“, sagte Oliver Thiess. Der 33-Jährige aus Berlin hat zunächst eine zweijährige Ausbildung im mittleren Dienst gemacht. „Jetzt hänge ich ein Aufbaustudium im Gehobenen Dienst dran“, sagt er. Oder, wie er hinzufügte: „Ich mache Karriere.“

Infos über Studium

Dozentin Katarina Heinrich erläuterte den Besuchern, wie ein duales Studium im Gehobenen Dienst an der FHF aussieht. Für die Prüfungen müssen Studenten fit sein im Bereich Einkommensteuer, Bilanzsteuerrecht und Abgabenordnung. Weitere Pflichtfächer wie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gehören dazu. „Wir wollen umfassend ausbilden und keine Fachidioten heranziehen“, sagte Katarina Heinrich. Kreativität sei gefragt, die Studierenden gründen im Seminar Unternehmen, müssen Investitionen kalkulieren und das Marketing organisieren.“ Ein Steuerbeamter müsse sich auch in wirtschaftlichen Betrieben auskennen. Wer die Prüfungen besteht, darf sich Finanzwirt nennen. Zu den großen Berufsfeldern zählen die Bearbeitung von Steuererklärungen und Ansprüchen sowie die Steuerprüfung. Bis zu 500 Studenten sind derzeit an der FHF eingeschrieben.

Langweilig findet Fachhochschuldirektorin Bettina Westphal das Berufsbild jedenfalls nicht: „Es gibt viele Möglichkeiten sich zu verwirklichen – sei es im Außendienst oder auch als Dozent.“ Bestes Beispiel sei Manuela Schwesig, ohne Zweifel eine der bekanntesten Absolventinnen der FHF. Die Bundesfamilienministerin und designierte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern schloss dort ihr Studium des Gehobenen Dienstes als Diplom-Finanzwirtin ab.

Berufe des öffentlichen Dienstes

Die Besucher konnten sich am Sonnabend auch über andere Berufe des öffentlichen Dienstes informieren. Vertreten waren Polizei, Innenverwaltung und Justiz. Gerade die Berufe in der Justiz wurden umfassend vorgestellt. Katrin Oswald, beim Amtsgericht Königs Wusterhausen als Justizfachangestellte tätig ist, erklärte ihre Arbeit in der Geschäftsstelle. „Ich bin Ansprechpartner für Bürger, lade sie vor, wenn der Richter das verfügt.“ Justizfachangestellte seien diejenigen, die dem Richter oder Staatsanwalt zur Hand gingen und hinter den Kulissen alles am Laufen hielten.

Ein anderer Beruf, für den sich viele interessierten, war der allgemeine Vollzugsdienst. Mirko Schöntag durchläuft die Ausbildung zum Anwärter zum Vollzugsbeamten. In der Dienstleistungsabteilung Brandenburg/Havel wird er mit Sozialwissenschaften und Vollzugsverwaltung vertraut gemacht. „Zur Gefangenenbetreuung gehört es, Verhaltensregeln aufzustellen, aber auch, dass sich die Gefangenen untereinander verstehen.“ Konfliktbewältigung sei ebenso gefragt wie Selbstverteidigung.

Von Dietrich von Schell

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