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Werkstattkonzert in der Liebfrauenkirche

Jüterbog Werkstattkonzert in der Liebfrauenkirche

Ein neuer Sound in der Jüterboger Liebfrauenkirche. Der Organist Léon Blum spielte am Montagabend auf der zu einem erheblichen Teil schon sanierten Wagner-Orgel Werke von Bach. „Ein Genuss“, freute sich der Musiker. Dem Publikum ging es nicht anders.

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Organist Léon Blum an der Wagner-Orgel.

Quelle: Foto: Helmut Balke

Jüterbog. Nach aufwendiger Sanierung erklang die Wagner-Orgel der Liebfrauenkirche erstmals wieder vor Publikum. Im Rahmen eines Werkstattkonzertes präsentierte der bekannte Organist Léon Berben am Montagabend Ausschnitte aus ‚Clavier Übung dritter Theil’ von Johann Sebastian Bach. „Ich habe mir diese Musik gewünscht, weil sie im Baujahr der Orgel, nämlich 1737, verlegt wurde.“, sagte Kreismusikdirektor Peter-Michael Seifried.

An der Orgel wurden zwei wichtige Veränderungen vorgenommen. Zum Einen wurden die im 1. Weltkrieg eingebauten Zinkpfeifen durch dem Original nachempfundene Zinnpfeifen ersetzt. Diese haben einen deutlich besseren Klang. Zum Zweiten wurde ein 2,5-Meter-hohes Podest entfernt, auf welchem die Orgel stand. Somit ist sie näher an den Zuhörern und kann ihre große Klangbreite besser entfalten. Der Organist Léon Berben dazu: „Es ist ein Genuss eine Orgel mit so vielen Farben zu spielen. Ich glaube, darauf kann man stolz sein, auch als Orgelbauer.“

Die Arbeiten an der Orgel wurden durch die Firma Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH durchgeführt. Die Mitarbeiter haben dabei bei den bisher beendeten Arbeiten etwas Großartiges vollbracht. Da die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, handelte es sich bei der Veranstaltung um ein Werkstattkonzert, und keine Wiedereinweihung. Neben kleineren Arbeiten, wie dem Anbringen noch fehlender Türen, steht ein wichtiger Teil der Renovierung noch aus: ein Balgaufzug.

Insgesamt hat die Sanierung der Orgel nach Angaben von Peter-Michael Seilfried 206 497,13 Euro gekostet. „Es fehlen uns also noch 20 000 Euro“, so Seifried.

Die zahlreichen Besucher, die die Kirche fast vollständig füllten, bedachten die Leistung von Berben mit minutenlangem Beifall.

Von Helmut Balke

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