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Dahme-Spreewald Wie die Zukunft wird, wissen wir nicht
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14:45 17.09.2016
Uwe Malich und Thilo Sarrazin (r.) in Wildau Quelle: Gerlinde Irmsche
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Wildau

Es war die 17. Gesprächsrunde mit einem prominenten Gast zu der Wildaus Bürgermeister Uwe Malich (Linke) in die „Villa am See“ eingeladen hatte. „Wir haben heute einen spannenden, teilweise umstrittenen Gast bei uns, an den ich eine ganze Menge Fragen habe“, begrüßte Malich den zuweilen stark polarisierenden Sachbuchautor Thilo Sarrazin (SPD).

Dessen neues Buch „Wunschdenken – Europa Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert“ ist vor Kurzer in den Buchläden erschienen. Inhalt ist eine schonungslos sachliche Analyse der krassen Fehler, welche die Politik immer wieder begeht und der Utopien, denen sich die Regierenden leichtfertig hingeben.

„Zu Beginn hab ich gleich mal eine einfache Frage an den ehemaligen Berliner Finanzsenator“, sagte Malich und wollte wissen, wie es mit der Zukunft von Berlin aussähe. Dieser konterte in seiner bisweilen bissigen Art, mit der er seine Zuhörer nicht nur einmal zum Schmunzeln brachte: „Ich kann über alles reden, außer, wie die Zukunft wird; das wissen wir beide nicht.“ Um dann zu sagen, dass Berlin in den nächsten Jahrzehnten sich etwas besser entwickeln wird. Erstens weil es Hauptstadt ist und zweitens weil es aufholen muss.

Ob das auch für Brandenburg gelte, wollte der Bürgermeister wissen. „Da müssen sie eine Wahrsagerin fragen. Ich kann in meinen Büchern nur Risiken und Fehlentwicklungen aufzeigen, die Zukunft bleibt immer offen“,erklärte Sarrazin und dass es keine historischen Gesetze gibt, aus denen man Aussagen über die Zukunft ableiten kann. Der Zufall sei immer ganz logisch, aber wo es hingeht, kann man nicht sagen. Selbst Marx und Engels, zwei originelle Geister, wie Sarrazin sie bezeichnet, schrieben davon, dass die Idee des Kapitalismus begrenzt ist, aber nichts darüber, was danach kommt. Thilo Sarrazin hält es mit Karl Popper, dem österreichisch-britischen Philosophen. Der sagte: Alle Versuche Dinge im großen Stil zu ändern, führen dazu, dass sie von den unbeabsichtigten Dingen überlagert werden. Ein Schritt muss überschaubar sei, bevor der nächste kommt. Das gilt sowohl für den wirtschaftlichen als auch privaten Bereich.

Reichlich Diskussionsstoff gab es unter anderem über das Bildungssystem in Deutschland, über die Null-Zinspolitik der EZB und die Integrationspolitik. Bei diesem Thema vertritt Sarrazin die Meinung, dass man hier Birnen mit Äpfeln vergleicht und ausschließlich über Migranten aus muslimischen Ländern redet. „Es gibt nichts umsonst, man muss immer im Paket denken, auch bei der Integration.“

Von Gerlinde Irmscher

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