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Wie teuer darf das Rathaus in Bestensee sein?

MAZ-Umfrage Wie teuer darf das Rathaus in Bestensee sein?

Bestensee ist eine moderne Gemeinde inmitten herrlicher Natur. Doch manchmal drückt dennoch der Schuh. Die MAZ wollte es jetzt genau wissen und fragte die Bestenseer zu den Brennpunkten im Ort: Asylbewerber, Rathaus-Neubau, Bestenseer Hintersiedlung und Verkehrsproblem an der Schranke.

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Quelle: MAZ

Bestensee. Die Gemeinde gehört zu den schönsten Orten im Landkreis Dahme-Spreewald. Einst slawische Siedlung, entwickelte sich Bestensee über die Jahrhunderte zu einer modernen Gemeinde

Doch noch ist nicht alles dort, wo es hingehört. Wie überall gibt es auch in Bestensee Orte, die ungepflegt sind, wo sich der Verkehr bis zum Unerträglichen staut, wo Ängste geschürt werden, obwohl die Integration der Flüchtlinge seit Jahren klappt. Manchen ist andererseits gar nicht bewusst, wie schön es bei ihnen zu Hause ist. Dass sie dort wohnen, wo andere Urlaub machen. Die Seen, der Wald, die Natur laden zum Erholen ein. Darüber hinaus hat Bestensee eine hervorragende Infrastruktur mit guten Einkaufsmöglichkeiten, einer Autobahn-Anbindung, Bahn-Anschluss und vielen neuen Straßen, die bis vor kurzem noch unbefestigt waren.

Befragte konnten eigene Gedanken einbringen

Jetzt wollte es die MAZ genau wissen: An welcher Stelle sind die Bestenseer zufrieden? Und wo drückt noch der Schuh? Chefredakteur Thoralf Cleven bat die Bestenseer deshalb, an einer MAZ-Umfrage mit vier Fragen teilzunehmen. Sie betrafen die Integration der Asylbewerber im Ortsteil Pätz, den Rathaus-Neubau, die Bestenseer Hintersiedlung am Pätzer Hintersee sowie die Situation an der Bahnschranke. Schließlich konnte jeder auch eigene Ideen und Gedanken zu seinen persönlichen Schwerpunkten in Bestensee hinzufügen.

Insgesamt sind in der Redaktion bis zum Einsendeschluss 94 ausgefüllte Fragebögen eingegangen. Am meisten konzentrierten sich die abgegeben Stimmen auf zwei Antworten. Das betrifft vor allem die Frage zur Situation am Bahnübergang. 50 Bestenseer erklärten klar mit ihrem Kreuz, dass das Problem ohne einen Tunnel oder eine Brücke nicht zu lösen sein wird. 23 votierten für eine eigene Abbiegespur in die Motzener Straße und nur drei meinten, der Verkehr sei nicht so schlimm.

Hintersiedlung soll Wohngebiet werden

46 Bestenseer befanden, dass die Bestenseer Hintersiedlung als Wohngebiet ausgewiesen werden soll, aber die Häuser nicht zu groß gebaut werden sollten. Immerhin 22 Einwohner sind der Meinung, dass ein weiteres Wohngebiet nicht gebraucht werde, da es bereits genug gebe.

43 Bestenseer kreuzten an, dass ein Rathaus-Neubau überhaupt nicht notwendig ist. 28 sprachen sich dafür aus, dass ein Neubau weniger als 7,5 Millionen Euro kosten sollte. Dass der Bau auch teurer werden könnte, dafür waren sieben Teilnehmer der MAZ-Umfrage.

Befragte halten Integration von Flüchtlingen für gelungen

Interessant sind auch die Statements zur Asyl-Problematik. Die meisten der teilnehmenden Bestenseer erklärten nämlich mit ihrem Kreuz, dass die Integration kein Problem darstellt. 33 hätten sogar gern mehr Angebote zum gegenseitigen Kennenlernen. Nur neun Teilnehmer meinten, die Integration funktioniere nicht.

Neben der Beantwortung von Fragen notierten die meisten der Befragten ihre Wünsche. Viele sehnen sich nach mehr Radwegen und wo es noch Lücken im Wegenetz gibt, dass diese geschlossen werden. Ein Problem scheint der Hundekot zu sein. Viele hätten gern Hundetoiletten. Ein zentrales Thema ist der Wunsch nach einem Spielplatz in Bestensee. Auch die Erweiterung der Schule wird benannt ebenso wie ein S-Bahn-Anschluss. Ein großer Teil der Teilnehmer äußert die Sehnsucht nach mehr Sauberkeit. So sollte auch die Glunze gereinigt werden. Pätzer stört das Kopfsteinpflaster in der Lindenstraße. Ihnen ist auch die Ecke B179/ Lindenstraße ein Dorn im Auge, nachdem das Hotel dort vor Jahren abgebrannt war. Ein Großteil wünscht sich in Bestensee eine Drogerie

Von Andrea Müller

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