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Wieder freie Fahrt auf der A12

Friedersdorf Wieder freie Fahrt auf der A12

Noch bis 2018 wird die Autobahn 12 ab Dreieck Spreeau bis Fürstenwalde komplett erneuert. Doch gebaut wird ausschließlich im Sommer. In den Wintermonaten haben Pendler und Lastkraftfahrer freie Fahrt auf der A 12. Der Verkehr wird ohne Einschränkungen auf zwei vollwertigen Fahrstreifen geführt.

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Die neue Standspur bei Storkow: In der Winterpause wird der Verkehr auf der A12 auf zwei Fahrstreifen geführt.

Quelle: T. Mattuschka/LSB

Friedersdorf. 40 000 Fahrzeuge täglich, jedes dritte davon ein Lkw. Die Autobahn 12 ist eine der Hauptverkehrsadern in Brandenburg – und war jahrelang viel zu eng. Wo auch immer ein Schwerlasttransporter zwischen dem Dreieck Spreeau und Frankfurt (Oder) stecken blieb, ging dort über Stunden nichts mehr. Der Grund für die endlosen Staus auf der A12: Es fehlte eine vernünftige Standspur. Zudem war die alte Reichsautobahn insgesamt gerade einmal neun Meter breit, besaß zwei Fahrstreifen pro Richtung und nur einen ein Meter schmalen Randstreifen.

Seit 1993 wird die A12 schrittweise ausgebaut. Vor drei Jahren begann der Umbau inklusive Fahrbahnverbreiterung zwischen Friedersdorf und der Anschlussstelle Storkow. Zeitlich liegt der Ausbau der gut 17 Kilometer langen Strecke im Plan. Erst vergangene Woche erklärte der Landesbetrieb Straßenwesen die für dieses Jahr vorgesehenen Arbeiten im 2. Bauabschnitt in Höhe der Anschlussstelle Storkow für beendet.

April bis September 2017 wird weiter gebaut

Die gut sechs Kilometer lange Fahrbahn in Richtung Autobahndreieck Spreeau ist von Anfang April bis Ende September von neun auf circa 13 Meter verbreitert worden. „Alle vier provisorischen Fahrstreifen passen 2017 auf die linke Fahrbahn“, sagt Thomas Mattuschka von der Bauüberwachung Süd.

Die Planungen für die kommenden Saison sehen den grundhaften Ausbau der rechten Fahrbahn in Richtung Frankfurt (Oder) vor. Der Verkehr wird während der kompletten Bauzeit von April bis September 2017 über die in diesem Jahr verbreiterte linke Richtungsfahrbahn geleitet. Die zwei nördlichen Spuren (Richtung AD Spreeau) führen dann provisorisch über die neue Standspur. Der Gegenverkehr nach Frankfurt wird über die zwei regulären Richtungsfahrbahnen gelenkt. 2018 soll die gesamte nördliche Fahrbahn in dem sechs Kilometer langen Teilabschnitt grundhaft erneuert werden. Der Fahrbahnuntergrund wird hier bis zu 80 Zentimeter tief ausgetauscht.

Zehn Firmen sind an Bauarbeiten beteiligt

Insgesamt sind laut Mattuschka an die zehn Straßenbaufirmen beteiligt. Bis auf den Betonhersteller stammen alle aus der Region. Die Firmen arbeiten überwiegend in Zwei-Schicht-Systemen. Um den Beton einzubauen auch nachts gearbeitet.

Dass der Ausbau zwischen dem Dreieck Spreeau und Fürstenwalde sich trotzdem schon über mehrere Jahre hinzieht, liegt daran, dass nur während der Sommermonate gebaut wird. Denn im Winter ist das Unfallrisiko auf der ohnehin schon schmalen Autobahn noch höher als sonst. Aufgrund des hohen Lkw-Aufkommens auf der Strecke entschieden sich die Experten der Verkehrssicherheit gegen eine Langzeitbaustelle. Gebaut wird daher in drei kurzen, maximal sechs Kilometer langen Bauabschnitten. Die Teilstücke in Höhe der Anschlussstelle Friedersdorf (1. Bauabschnitt) sowie in Höhe Briesenluch bei Spreenhagen (3. Bauabschnitt) wurden bereits fertiggestellt.

Bis 2018 soll der 2. Bauabschnitt bei Storkow fertig sein. Die Kosten für die 17 Kilometer lange Ausbaustrecke belaufen sich auf 67 Millionen Euro.

Von Josefine Sack

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