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Wiesenhof-Pläne werden neu ausgelegt

Niederlehme Wiesenhof-Pläne werden neu ausgelegt

Das Antragsverfahren für die Erweiterung der Schlachtkapazität bei Wiesenhof in Niederlehme wird wiederholt. Die Unterlagen waren fehlerhaft, bestätigte das Unternehmen. Sie werden überarbeitet und ab 18. Januar neu ausgelegt. Grünen-Politiker Benjamin Raschke fordert ein strenge Prüfung.

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Der grüne Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke wertet die Wiederholung des verfahrens als Erfolg der Bürgerinitiative gegen die Wiesenhof-Pläne.

Quelle: ZB

Königs Wusterhausen. Die Pläne für die Kapazitätserweiterung des Wiesenhof-Geflügelschlachthofes in Niederlehme müssen überarbeitet und neu öffentlich ausgelegt werden. Das teilte der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke mit. Laut Raschke habe das Landesumweltamt in den Antragsunterlagen inhaltliche und formale Fehler beanstandet. Die für den 25. Januar geplante Anhörung sei nun abgesagt worden. „Ich bewerte es als positiv, dass das Verfahren wiederholt werden muss“, sagte Raschke.

Erfolg für „KW stinkt’s“

Er sieht das als Erfolg der Bürgerinitiative „KW stinkt’s“, die zahlreiche Einwendungen gegen die Erweiterungen erhoben hatte. Die Kapazität der Geflügelschlacht- und Verarbeitungsanlage in Niederlehme, die zur bundesweiten Wiesenhof-Gruppe gehört, soll laut Raschke auf bis zu 240 000 Tiere am Tag verdoppelt werden. „Die gewonnene Zeit muss das Landesumweltamt nutzen, um genau hinzusehen.“ Er erwarte „eine besonders strenge Prüfung“, sagte der Grünen-Politiker.

Unternehmen;: Keine zusätzlichen Emissionen

Wiesenhof-Sprecherin Maria Große Böckmann bestätigte der MAZ am Mittwoch, dass der Antrag neu gestellt werde. „Es gab zwei kleine Formfehler“, sagte sie. Sie betonte, dass die vorhandene Technik in Niederlehme eine Erhöhung der Schlachtmenge ohne weitere bauliche Maßnahmen zulasse. Es seien ausschließlich Modernisierungen geplant. Zum Jahresbeginn sei bereits die Tierannahmestelle mit zusätzlicher Filtertechnik ausgestattet worden, so dass weniger Geruchsemissionen entstünden. Die höhere Schlachtmenge hätte keine zusätzlichen Geruchsemissionen zur Folge, die Grenzwerte würden nicht überschritten. Laut Große Böckmann sollen künftig 160 000 Tiere pro Tag in Niederlehme geschlachtet und verarbeitet werden, 120 000 sind es bisher. Es würden keine neuen Ställe gebaut.

Bündnis ruft zu weiteren Protesten auf

Das Bündnis Tierfabriken-Widerstand teilte mit, dass Antragsunterlagen für die Kapazitätserweiterung in Niederlehme ab dem 18. Januar neu ausgelegt werden. Sie sind bis zum 20. Februar in der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen einsehbar. Bis zum 6. März könnten Einwendungen eingereicht werden. Das Bündnis und die Bürgerinitiative „KW stinkt’s“ rufen zu weiteren Protesten auf. „Wir freuen uns, dass nun Zeit gewonnen ist“, sagte Friedericke Schmitz vom Bündnis. Als neuen Erörterungstermin für die Wiesenhofpläne gab das Landesumweltamtes den 30. März um 10 Uhr im Saal des Bürgerhauses, Eichenallee 12, in Königs Wusterhausen bekannt.

Von MAZonline

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