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Dahme-Spreewald Wild East
Lokales Dahme-Spreewald Wild East
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00:35 16.07.2015
Drei Tage durchtanzen, darauf hatten sich die Line Dancer gefreut und ließen keine Gelegenheit dazu aus. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Friedersdorf

„Wild East“ war angesagt am Wochenende auf dem Reitplatz in Friedersdorf, und hatte der Besucher erst einmal am Eingang das Westerndorf passiert, fühlte er sich plötzlich in eine andere Welt versetzt. Cowgirls und Cowboys führten ihre „Westerngarderobe“ aus. Die Damen in schicken, weit ausladenden Kleidern, die Herren in blank geputzten Stiefeln und mit zünftigen Hüten. Die Line Dancer bevölkerten die Tanzfläche und freuten sich, drei Tage durchtanzen zu können.

Das Engagement des Friedersdorfer Countryteams hatte sich gelohnt, denn auch beim 17. Fest kamen die Besucher voll auf ihre Kosten. Das galt nicht nur für die Countryliebhaber, auch die Truckerfreunde hatten ihre Freude beim Bestaunen der rund 60 chromblitzenden Giganten der Landstraßen. Egal ob amerikanische „Vans“, MAN, DAF oder Scania, die Neugierde der Besucher war groß und die Truckerfahrer gaben sich auskunftsfreudig. Marius Peter, von Hause aus Kipperfahrer, sagt von sich, dass er „truckerverrückt“ sei und kam deshalb extra aus Oranienburg. Einmal im „Black Warrior“ von Rico Single sitzen zu können, war für ihn ein super Gefühl.

In den schmucken Truck „Black Warrior“ von Rico Single (l.) durfte auch Marius Peter mal einsteigen. Quelle: Gerlinde Irmscher

Allerdings achtete der Truckerfahrer immer genau darauf, dass seine Besucher auch die Schuhe auszogen, bevor es in die „gute Stube“ ging. „Aber pass auf, dass die Gardine nicht verrutscht, sonst muss ich wieder neue Falten legen“, ermahnte er schmunzelnd seinen Gast. Der Scania V8, innen komplett mit rotem Echtleder ausgelegt, ist wahrlich so etwas wie eine gute Stube. Da Rico Single weiss, dass sein Truck nicht zu toppen ist, stand er außer Konkurrenz auf dem Platz, war aber Mitglied der Jury, als es galt, den besten Truck zu prämieren. Ramona und Michael Widdrus aus Eisenach sind echte Countryfans. Für sie ist es schon so etwas wie Pflicht, nach Friedersdorf zu kommen. „Hier kann man sich richtig wohlfühlen, und wir kommen meist schon mittwochs, um uns mit Freunden zu treffen“, erzählt Michael Widdrus. Die Freunde kommen aus Schierke, Wolfsburg und Beeskow.

Die kleinen Besucher hatten Spaß im Indianerdorf. Einen richtigen Indianer gab es da sogar – Volker Pahlow aus Luckau. Seine Ponys drehten unermüdlich ihre Runden mit den Kindern auf dem Rücken. Wer etwas über den amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 erfahren wollte, war im „Weißzeltlager“ der Hamptons Legion richtig. „Hier oder nirgends“, sagte sich Sven aus Caputh, lud seine Freunde ein, die allesamt Kraft- oder Kranfahrer sind, und feierte seinen Junggesellenabschied inmitten der vielen Country- und Truckerfreunde.

Von Gerlinde Irmscher

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