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Dahme-Spreewald Wildau bleibt auf Wachstumskurs
Lokales Dahme-Spreewald Wildau bleibt auf Wachstumskurs
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12:54 02.07.2015
In Wildau sollen zahlreiche neue Wohnungen entstehen. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

„Die grünen Oasen verschwinden immer mehr, weil an jeder Ecke gebaut wird. Wie stark will man den Ort denn noch verdichten?“, wollte Detlef John aus der Wildauer Teichstraße am Dienstagabend in der Bürgerfragestunde des Stadtparlaments wissen. Eine Frage, die auch Monika Najim aus dem Wiesenring brennend interessiert. „Direkt neben meinem Grundstück sollen fünfgeschossige Wohnbauten mit Dachterrassen errichtet werden. Das kann nicht sein“, erboste sich die ehemalige Berlinerin.

Antworten auf all diese Fragen gibt der seit Monaten diskutierte, 138 Seiten starke Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt, dessen Fortschreibung aus den Jahren 1999/2000 der Landkreis Dahme-Spreewald vor wenigen Tagen offiziell genehmigte. „Und das ohne jede Auflagen“, informierte der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke) die Stadtverordneten.

Der Plan sieht vor, dass die Kommune ihren Wachstumskurs unvermindert fortsetzt. Bis 2030 soll die Anzahl der Einwohner von knapp 10 000 auf 12 500 steigen. Das setzt allerdings vor-aus, dass der seit 2004 durchschnittliche Zuwachs von jährlich nur 37 neuen Wohnungen im Ort deutlich überschritten wird. Schon seit Jahren stagniert in Wildau der Zuzug, weil bei einer Leerstandsquote von unter einem Prozent akuter Wohnungsmangel herrscht.

Dem will die Stadt begegnen, indem sie für die nächsten 15 Jahre im Flächennutzungsplan insgesamt 24 potenzielle Wohnbauflächen ausweist. Letztere befinden sich Stadtplanerin Kerstin Paul zufolge allerdings in einem unterschiedlichen Grad der Realisierung. Für einige wie den Röthegrund II liegen bereits bestätigte Bebauungspläne vor, während das Areal westlich der Miersdorfer Straße im FNP bisher lediglich als Zuwachsfläche dargestellt wird.

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Auch das Dahme-Nordufer, das einst teilweise als Sonderbaufläche eingestuft wurde, soll künftig für ein attraktives Wohnen mit einem Wanderweg direkt an der Dahme genutzt werden. Mehrgeschossige Wohnbauten können nach diesem Dokument auch hinter dem Rewe-Markt in der Freiheit- und der Kochstraße entstehen. Bei den sogenannten Gemeinbedarfsflächen stellt sich die Kommune gleichfalls den Anforderungen an eine junge, wachsende Stadt.

Auf der Grundlage des aktualisierten Planes könnte eine neue Kita hinter dem Hückelhovener Ring entstehen. Auch bei der bei vielen Wildauern umstrittenen Frage, ob die alten, mitten im Ort befindlichen Sportanlagen noch über Jahrzehnte erhalten bleiben oder aber neue Standorte gesucht werden, eröffnet der Flächennutzungsplan neue Chancen. Für moderne Sportanlagen wird ein Areal westlich des Waldfriedhofs in Verlängerung der dortigen Straße reserviert. Dort könnte auch die von den Sportlern seit Jahren gewünschte Trainingshalle entstehen.

Der FNP wird am 10. Juli im Wildauer Amtsblatt veröffentlicht. Zudem einigten sich die Abgeordneten, dass die Stadtverwaltung die Bürger noch im Frühherbst zu einer Einwohnerversammlung einlädt, in der die städtebauliche Entwicklung für die nächsten 15 Jahre präsentiert wird.

Von Franziska Mohr

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