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Dahme-Spreewald Wildau investiert Millionen in Infrastruktur
Lokales Dahme-Spreewald Wildau investiert Millionen in Infrastruktur
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00:29 08.11.2015
Mit Fördergeldern soll der jetzt im Herbst in bunten Farben schillernde Stichkanal in Wildau im nächsten Jahr saniert werden. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses präsentierte Vize-Bürgermeister Marc Anders (parteilos) den Stadtverordneten für das kommende Jahr den bisher besten Haushaltsentwurf der Stadt Wildau seit der Einführung der Doppik 2011. Diese neue Haushaltsführung sieht vor, dass die Kommunen ähnlich wie Unternehmen jetzt auch Abschreibungen bilden müssen. Für Wildau mit seinen 9945 Einwohnern sind dies zwei Millionen Euro, wobei es der Kommune von Jahr zu Jahr besser gelingt, diesen Betrag auch tatsächlich zu erwirtschaften. 2013 gelang dies nur zu 60 Prozent, während der Anteil im nächsten Jahr voraussichtlich schon bei 90 Prozent liegt.

Das spiegelt sich auch deutlich im Ergebnishaushalt wieder. 2011 musste der Kämmerer diesbezüglich noch ein Defizit von 1,8 Millionen Euro ausweisen, das aktuell auf nur 90 000 Euro geschrumpft ist. „Diese positive Entwicklung, gepaart mit einem attraktiven Steueraufkommen, verschafft der Stadt ausreichend Luft für Investitionen“, sagt Anders. Der Entwurf sieht vor, dass die Wildauer im kommenden Jahr 2016 knapp 5,6 Millionen Euro für den Ausbau ihrer Infrastruktur ausgeben.

Den größten Brocken bildet mit 1,7 Millionen Euro der weitere Ausbau der Bergstraße, der sich dann von der Fichte- bis zur Eichstraße erstreckt. Aufgrund der Bauarbeiten ist bereits ab 9. November für den Fahrzeugverkehr das Teilstück zwischen der Jahn-straße und dem Hochschulring gesperrt (die MAZ berichtete). Vorgesehen ist, dass die Sanierung der Bergstraße schon 2016 komplett abgeschlossen wird.

Mit Volldampf voraus lautet die Devise im nächsten Jahr auch bei der Sanierung der Sporthalle des Wildorado. Dort wird Anders zufolge möglicherweise für insgesamt 2,5 Millionen Euro die komplette Rekonstruktion einschließlich der Tribünen sowie des Hallenbodens in Angriff genommen. Das setzt aber voraus, dass der Ort innerhalb des neuen Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes etwa 1,1 Millionen Euro vom Förderkuchen abbekommt. Wird der Antrag negativ beschieden, erhält die Sporthalle aber in jedem Fall ein neues Dach. Dabei allein soll es in puncto Sport nicht bleiben. Der Haushaltsentwurf sieht weitere 200  000 Euro für die Planung einer neuen Mehrzweckhalle vor, deren Baubeginn Anders zufolge 2017/18 sein könnte. Dafür müssten sich die Abgeordneten aber auf einen Standort einigen. Noch liegen die Auffassungen diesbezüglich weit auseinander. Während die einen ein neues Sportareal hinter dem Friedhof favorisieren, möchten die anderen den Komplex am Wildorado erweitern.

Kräftig gebaut wird im nächsten Jahr für vier Monate vielleicht auch am Stichkanal. Ohne Fördergelder wird aber auch dieses etwa 1,1 Millionen Euro teure Projekt nicht in Angriff genommen. Der weitere Ausbau des Wasserwander-Liegeplatzes rund um das Klubhaus ist hingegen gesetzt. Nach Angaben des Vize-Bürgermeisters hat die Stadt einschließlich der modernen Steganlage schon knapp drei Millionen Euro investiert. Weitere 165 000 Euro kommen jetzt unter anderem für die Zu- und Abfahrt hinzu.

Mit all diesen Eckwerten sind die Diskussionen zum Haushalt eröffnet, der im Dezember im Stadtparlament beschlossen werden soll. Dabei gibt es allerdings noch eine große Unbekannte – die Kosten für die Integration der 140 Flüchtlinge, die ab März nach Wildau kommen. „Da zeigt sich Wildau sicher nicht knickrig“, sagt Anders und verweist auf einen möglichen Nachtragshaushalt.

Von Franziska Mohr

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