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Wildau plant Fertigteilhäuser für Flüchtlinge

Kommune geht neue Wege Wildau plant Fertigteilhäuser für Flüchtlinge

Der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke) geht davon aus, dass die Stadt jährlich etwa 100 Flüchtlinge aufnimmt. Dabei will die Kommune neue Wege gehen. Sie favorisiert Fertigteilhäuser statt Container. Die bisher geplanten vier bis fünf Häuser kosten mehr als eine Million Euro. Drei Standorte sind im Gespräch.

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Die Abrissarbeiten auf dem alten Campus sind fast beendet.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. „Natürlich stellt sich auch die Stadt Wildau ihrer Verantwortung für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten“, sagt der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke). Wohnungen könne die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (Wiwo) als kommunale Tochter angesichts eines Leerstandes unter einem Prozent derzeit aber leider nicht zur Verfügung stellen. Die Stadt hat daher dem Landkreis zwölf Standorte vorgeschlagen, auf denen Unterkünfte errichtet werden könnten. Nach eingehender Prüfung durch den Kreis erwiesen sich dabei drei als geeignet. Das betrifft Flächen hinter dem Studentenwohnheim in der Birkenallee sowie unweit der Wohnbebauung im Hückelhovener Ring in Richtung des Lidl-Kreisverkehrs. Außerdem befand der Landkreis ein Teil des alten Campus in der Friedrich-Engels-Straße unweit des Amtsgerichts in Richtung Zeuthen als geeignet. „Hier wollen wir gemeinsam mit der Wiwo aber neue Wege gehen“, sagt Malich.

Vorgesehen ist, dass auf diesem Areal anstatt der derzeit überall favorisierten provisorischen Wohncontainer vier oder fünf Fertigteilhäuser errichtet werden. Malich zufolge hätte dies den Vorteil, dass die dort geschaffenen Wohnungen für insgesamt 128 Personen später auch von anderen Mietern genutzt werden können. Außerdem böten diese Häuser städtebaulich am Ortseingang ein attraktiveres Bild. Zumal perspektivisch auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Dahme-Nordufer ein neues Quartier mit hochwertigen Eigentumswohnungen entstehen soll.

Notwendige Abrissarbeiten auf dem alten Campus hat die Wiwo als Eigentümer der Fläche schon veranlasst. Die bauliche Vorplanung läuft bereits, so dass demnächst der Bauantrag gestellt werden kann.

Malich beziffert die Investitionssumme auf über eine Million Euro. Die Klärung der wirtschaftlichen Konditionen zwischen dem Landkreis und der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft steht allerdings noch aus. Eine kurzfristige Lösung für die Unterbringung von Flüchtlingen ist dies allerdings nicht. Angesichts der noch fehlenden Baugenehmigung sowie der Lieferfristen für die Fertigteilhäuser rechnet der Bürgermeister mit dem Einzug der Flüchtlinge nicht vor März nächsten Jahres. Aktuell geht Malich davon aus, dass die Stadt Wildau jährlich etwa 100 Asylbewerber aus den unterschiedlichsten Nationen aufnehmen muss.

Von Franziska Mohr

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