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Wildau will 10.000-Einwohner-Marke knacken

Stadt setzt auf Wachstum Wildau will 10.000-Einwohner-Marke knacken

Eine Stadt will wachsen. In Wildau hofft man, bis 2015 mehr als 10.000 Einwohner zu haben. Besonders die Nähe zum Flughafen und zu attraktiven Firmen sollen Neu-Wildauer locken.

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Wildau. „Wildau kann sich ohne den Flughafen gut entwickeln, aber mit ihm kommen noch mal neue Schubkräfte hinzu“, sagt Uwe Malich, Bürgermeister der Stadt. Der gemeinsame Wachstumskern, den Wildau zusammen mit Königs Wusterhausen und Schönefeld bildet, ist für das Stadtoberhaupt der wichtigste Punkt bei der Entwicklung der Kommune. Nach Potsdam steht dieser Wachstumskern an zweiter Stelle im Land Brandenburg.

„Wir haben 1100 Unternehmen in Wildau. Darunter sind auch mittelständische Firmen, die vom internationalen Markt abhängig sind“, betont Malich. Er verweist darauf, dass deren Wirtschaftsbeziehungen bis Japan und Kanada reichen und nennt die Anecom Aerotest GmbH als Beispiel.

Als wirtschaftlich starke Kommune sei man von internationalen Krisen allerdings sehr abhängig, weiß der Bürgermeister. Er nennt die Finanzkrise. Diese ließ die Gewerbesteuern von rund fünf Millionen Euro in den Jahren 2008 und 2009 gewaltig schrumpfen. Seit 2012 steigen die Einnahmen wieder. Malich schätzt, dass in diesem Jahr rund 4,5 Millionen Euro Gewerbesteuern fließen.

Insgesamt 5000 versicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in Wildau, das rund 9800 Einwohner zählt, beschäftigt. Uwe Malich hofft, dass die 10.000-Einwohner-Marke spätestens 2015 geknackt wird. Die Forcierung des Wohnungsbaus durch die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft und private Investoren soll junge Familien anziehen.

Wobei Bürgermeister Malich klar ist, dass diese nur kommen, wenn es genügend Kita-Plätze gibt. Deshalb wird kommunal schon über die Erweiterung der Kapazitäten diskutiert. Der Bürgermeister räumt aber ein, dass es sehr schwer abzuschätzen sei, wie sich die Kinderzahl entwickeln werde.

„Wir sind auch ein attraktiver Standort für Leute aus dem gesamten Bundesgebiet oder dem Ausland, die in die Nähe Berlins ziehen wollen.“ Der Bürgermeister nennt die gute Infrastruktur, das Vereinsleben und die Sportkapazitäten der Stadt. Damit das so bleibt, werden im nächsten Jahr der alte Teil der Sport- und Schwimmhalle saniert und der Straßenausbau fortgesetzt. „Zurzeit wird das Dachgeschoss des Gesundheitszentrums für eine halbe Million Euro saniert. Wir sind auch dabei, die Wasserkante an der Dahme auszubauen.“ Für die Baumaßnahmen am Klubhaus fließen Malich zufolge Fördermittel von mehr als 500.000 Euro.

Eine Besonderheit von Wildau ist auch die Nähe von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Technische Hochschule ist die drittgrößte im Land Brandenburg und mit 100 Partnern in 58 Ländern vernetzt. „Die Hochschule ist auch bei der Schaffung eines Energiekompetenzzentrums auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen mit im Boot“, sagt Malich. In dem Kompetenzzentrum sollen neue Produkte – beispielsweise Energiespeicher – getestet und auf den Markt gebracht werden.

Von Heidrun Voigt

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Nun ist die Katze aus dem Sack, das monatelange Rätselraten in Wildau in Bezug auf die Kita-Plätze beendet. Nach dem neuen Gesetz, wonach ab August auch nicht berufstätige Eltern einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind besitzen, gerät die Stadt Wildau in die Bredouille. Ab Januar fehlen 50 Kita-Plätze für unter dreijährige Mädchen und Jungen.

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