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Wildau 450 Sänger beim Chorfest
Lokales Dahme-Spreewald Wildau 450 Sänger beim Chorfest
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00:33 30.05.2018
Nach seinem Konzert im Volkshaus nahm jeder Chor Aufstellung für ein Gruppenfoto: Hier der gemischte Chor Eichwalde. Quelle: Heidrun Voigt
Wildau

Singen hält fit und macht viel Freude. Davon konnten sich die Besucher beim Chorfest des Sängerkreises Königs Wusterhausen in Wildau am Samstag überzeugen. 19 Chöre präsentierten im Saal des Volkshauses, in der Freien Musik- und Kulturakademie (vormals Musikschule Seeliger) und am Dahme-Ufer vor dem Klubhaus ein stimmgewaltiges Programm. Es reichte von Volksliedern über Pop bis zur Klassik. Dazu kamen Musikschüler, Instrumentalensembles der Chöre und die Wildauer Zupfmusikanten.

Ein Chor nach dem anderen präsentierte im Volkshaus zwischen 10 bis 18 Uhr gut gelaunt einen 20-minütigen Ausschnitt aus seinem Repertoire. Auf dem Parkplatz, auf der Wiese, in einer Nebenstraße – überall sangen sich die Sänger warm. Am Klubhaus konnten die Besucher gemütlich, sonnenbeschirmt im Biergarten am Dahme-Ufer sitzen und den Liedern lauschen.

Auch Chöre aus Teltow-Fläming dabei

„Unter den etwa 450 Sängerinnen und Sängern sind auch Chöre aus Teltow-Fläming, weil sie dort keinen Sängerkreis haben“, erzählte Dörthe Ziemer vom Vereinsvorstand des Sängerkreises. Die junge Frau singt im Luckauer Kammerchor „Cantemus“, mit dessen Konzert am Abend unter Leitung von Peter Lippold in der Bibliothek Wildau das Chorfest endete.

Dörthe Ziemer (l.) und Martina Büttner vom Vorstand des Sängerkreises. Quelle: Heidrun Voigt

Martina Büttner vom Sängerkreis-Vorstand betonte, dass auch die Wildauer Chöre wie die Schwartzkopff-Sänger der Oberschule und der Chor der Grundschule einbezogen wurden. Beide Vorstandsfrauen verwiesen darauf, dass Rolf Nopper, der Vereinsvorsitzende des Sängerkreises Wildau, die Organisationsfäden beim Chorfest in der Hand hielt.

Landrat Stephan Loge singt mit

„Es ist unglaublich, wie der ganze Ort mitmacht. Eine 9. Klasse hat das Catering übernommen, macht das sympathisch und professionell“, lobte Dörthe Ziemer. Die Mitglieder des Fotoclubs „Schwarz-Weiß“ hielten das Geschehen im Bild fest und auch die Musik- und Kunstakademie zog voll mit. Dort hatten übrigens die Schüler der Klasse 9.3 ihren Versorgungsstützpunkt, wo sie Suppen, Brötchen, selbst gebackenen Kuchen und vieles mehr anboten. Ann-Kristin, Raphael, Philipp und Paul schwärmten mit Brötchen-Tabletts auch aus. „Das Geld kommt in unsere Klassenkasse und ist für unsere Abschlussfeier gedacht“, verriet Paul.

Im Café der Musikakademie gab es auch ein offenes Singen unter dem Motto „Jakarta“ mit Klaus Sedl am Klavier. Peter Schneider, der Vorsitzende des Sängerkreises Königs Wusterhausen, erläuterte das Chorprojekt „Jakarta“, das ein Jahr lief und in dem geflüchtete und einheimische Menschen zusammen gesungen haben. Zwei Syrer und etliche Dahmeländer fanden sich zum offenen Singen ein und hatte viel Spaß. Auch Landrat Stephan Loge (SPD) kam nicht umhin, in Wildau mitzusingen. „Es war schön. Zum Glück musste ich aber nicht solo singen. Zusammen klingt es einfach besser“, meinte der Landrat im Anschluss. Er freute sich, dass der gesamte Landkreis von Eichwalde bis Neu Zauche beim Chorfest vertreten war.

Lob für Programm und Atmosphäre

Hannelore Katsch fuhr mit dem Fahrrad zwischen den Veranstaltungsorten hin und her. „Ich bin schon seit 10.30 Uhr hier und finde alles sehr gut“, schwärmte die Seniorin am Nachmittag. Sie erzählte, dass sie kein Chormitglied sei, aber aus Spaß an der Freude in einem Kurs an der Volkshochschule mitsinge.

„Es herrscht hier ein sehr nette Atmosphäre. Man trifft sich und kann hören, was für ein Programm die anderen haben“, stellte Wolfgang Laute vom Männerchor Zeuthen fest und lud Besucher gleich zum 23. Juni zur Veranstaltung „Zeuthen singt“ in die Mehrzweckhalle ein.

Von Heidrun Voigt

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