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Wildau Verkehrschaos wie zum Frauentag ist jederzeit wieder möglich
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00:22 18.03.2019
Das A 10-Center in Wildau. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Fürs Geschäft war das Verkehrschaos rund ums A 10-Center in Wildau vor einer Woche eher hinderlich. Das teilte der Center-Manager Sven Schulze auf MAZ-Nachfrage mit. „Es war ein guter Freitag, aber ohne das Chaos wären wir erfolgreicher gewesen“, sagte Schulze.

Das Besucheraufkommen sei am Samstag, dem 9. März, deutlich höher als am Frauentag gewesen. Erstmalig war der 8. März in Berlin ein Feiertag. Weil die Geschäfte in Brandenburg geöffnet hatten, kamen viele Berliner zum Einkaufen.

Ähnliche Zustände wie beim Besuch des Coca-Cola-Weihnachtstrucks

Center-Manager Sven Schulze in der Einkaufsmall des A10-Centers Quelle: PR

Eine Situation wie in der vorigen Woche hat Sven Schulze nach eigenen Angaben erst einmal erlebt: Vor ein paar Jahren, als der Coca Cola-Truck in der Weihnachtszeit in Wildau Halt machte, hätten rund um das Einkaufszentrum ähnliche Zustände geherrscht, erinnert sich der Center-Manager.

Dirk Krause aus Berlin-Treptow hat das Chaos am Frauentag miterlebt. Er war mit seiner Frau und seinem vier Jahre alten Sohn zum Einkaufen nach Wildau gekommen.

„Von der Polizei war nichts zu sehen“

„Bereits beim Aufsuchen unseres Autos sahen wir stehende Fahrzeuge, die darauf warteten, den Parkplatz zu verlassen. Mein Sohn kletterte in seinen Kindersitz, wurde angeschnallt. Wir machten uns fahrbereit. Doch zwischen Starten und Losfahren vergingen fast vier Stunden“, erzählt der Familienvater.

Um sich die Zeit zu vertreiben, stieg die Familie aus dem Auto aus und spazierte bis nach vorn zur Kreuzung. „Es ging weder vor- noch rückwärts“, so Krause. Der Berliner kritisiert, dass weit und breit weder Ordner noch Polizisten im Einsatz gewesen seien: „Von einer den Verkehr regelnden Polizei war nichts zu sehen. Die Ampelschaltung war auf die vorliegende Verkehrsmenge weder eingestellt noch regelfähig. Die Verkehrsteilnehmer waren auf sich gestellt“, sagt er.

Alle Center-Kräfte waren im Einsatz

Auch im Center selbst seien die Mitarbeiter überfordert gewesen, so Krause. „Aufgebrachte Kunden fingen an, zu pöbeln“, erzählt er.

„Wir hatten alle Kräfte im Einsatz“, widerspricht Sven Schulze. „Gegen Unfälle und Sperrungen der Polizei können wir auch nichts machen.“ Seine Mitarbeiter hätten die Kunden per Durchsage vor den Staus gewarnt. „Wir hatten keine Handhabe. Das Verkehrschaos kriegen wir nicht ohne die Polizei gelöst“, so der Center-Manager. Auch in Zukunft sei man nicht vor solchen Ausnahmesituationen gefeit.

Dirk Krause hat seine Lehre aus dem Frauentags-Chaos gezogen: „Beim nächsten Mal reisen wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an oder bleiben einfach zu Hause.“

Von Josefine Sack

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