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Wildau Gemeinsamer Innovationstransfer läuft an
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19:06 08.11.2018
Wildauer Team des mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg entwickelten Transfer-Projektes: Sarah Schneider, Uwe Netz und Philipp Görs (v.l.). Quelle: Karen Grunow
Wildau

Mittlerweile hat sich das neu zusammengewürfelte Team vom „Innovation Hub 13“ gut eingearbeitet. Sowohl an der Technischen Hochschule (TH) Wildau als auch an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) konnten insgesamt 23 Stellen geschaffen werden für das Projekt. „Das Entscheidende ist, den Brückenschlag zwischen Forschung, Unternehmen und Gesellschaft herzustellen“, sagt Projektkoordinator Uwe Netz über die wesentliche Idee vom „Innovation Hub 13“ und damit die Kernaufgabe der Mitarbeiter.

Bundesweiter Wettbewerb

Im vergangenen Jahr hatten die beiden Hochschulen sich mit einem umfangreichen Antrag durchsetzen können in einem bundesweiten Wettbewerb. Bei der von Bund und Ländern ausgelobten Förderinitiative „Innovative Hochschule“ hatten sich 168 Hochschulen beworben, von denen knapp ein Drittel dann ausgewählt worden ist. So einige hatten Konzepte für Transferprojekte eingereicht, an denen gleich mehrere Hochschulen beteiligt waren, wie eben die TH und die BTU. Für insgesamt fünf Jahre wird das Vorhaben mit gut 14 Millionen Euro gefördert.

Vernetzung wichtig

Dabei geht es vor allem darum, die Hochschulen noch stärker in ihre jeweiligen Regionen zu vernetzen. „Ich freue mich, die regionale Wirtschaft zu unterstützen“, sagt Philipp Görs, der für den Bereich digitale Integration zuständig ist. Er gehört gemeinsam mit Sarah Schneider, die sich um das Thema Leichtbau kümmert, und Carsten Hille, der auf Life Sciences spezialisiert ist, zu den Wildauer Transferscouts. Diese sind ein wesentlicher Baustein des „Innovation Hub 13“. Für jede der drei Positionen gibt es ein Pendant an der BTU. Es sind ausgewiesene Fachleute in ihren jeweiligen Bereichen, sie haben durch eigene intensive Forschungen und Promotionen oder auch konkrete berufliche Erfahrungen in der Wirtschaft sich schon vielfach mit Fragen des Transfer auseinandergesetzt.

Transfer ist wichtige Aufgabe der Hochschulen

Dieser gilt als eine maßgebliche Aufgabe der Hochschulen – natürlich neben den Kernkompetenzen Lehre und Forschung. „Die wissenschaftsbasierte Interaktion mit der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und der organisierten Zivilgesellschaft bildet einen wichtigen Teil der Aktivitäten von Hochschulen“, so wurde das auf einer Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz 2017 formuliert.

Weitere Veranstaltungen geplant

Beim „Innovation Hub 13“ wird bereits eng mit den Industrie- und Handelskammern und den regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften kooperiert. Erste Veranstaltungen, bei denen Unternehmen das Konzept kennenlernen konnten, gab es bereits. Für das kommende Jahr werden weitere geplant. Zunehmend werden die Transferscouts auch direkt an Firmen der Region herantreten. „Wir als Transferscouts wollen noch mehr in die speziellen Bedarfe der Unternehmen eintauchen“, sagt Sarah Schneider; zum Beispiel soll es künftig Workshop-Angebote geben. Eine digitale Plattform wird aufgebaut, auf der es dann virtuelle Laborrundgänge geben soll. Idee ist, auch so und dann später durch eine Datenbank hiesigen Unternehmen vorzuführen, was die beiden Hochschulen ihnen konkret bieten können. „Das ist auch für die interessierte Öffentlichkeit“, betont Sarah Schneider.

Um Förderung bemüht

Wie die Vermittlungsarbeit der Transferscout aussehen kann, erzählt sie an einem Beispiel: So hatte sie Kontakt zu einem Orgelbauer, der wissen wollte, ob es technisch mittlerweile sogar denkbar sei, Orgelpfeifen via 3D-Druck herzustellen. Das durchzuspielen mit Tests und Messungen, ist an der TH Wildau möglich. Mittlerweile bemüht er sich um Förderung, um seine Idee sinnvoll ausprobieren zu können. Er habe, sagt Sarah Schneider, sich sehr gut aufgehoben gefühlt bei den Ansprechpartnern des „Innovation Hub 13“. Dieser Name übrigens hat eine konkrete Assoziation: die Autobahn A13, die das Dahmeland mit der Lausitz verbindet. „Die Region zwischen Berlin und Dresden bespielen wir zusammen“, erklärt Uwe Netz. „Vision ist, dass der ,Innovation Hub 13’ sich innerhalb der fünf Jahre so weit entwickelt, dass er sich danach verstetigt“, hofft er. Etwa, indem Netzwerke entstehen, die dauerhaft fortgeführt werden.

Schnittstelle zur Hochschule

Der Austausch zwischen BTU und TH ist intensiv; die Transferscouts, so Netz, sollen das gesamte Portfolio kennen. Neben ihrer fachlichen Kompetenz müssen sie fähig sein, Kommunikation zwischen Wirtschaft und Hochschulen herzustellen, sie agieren ohnehin interdisziplinär. Philipp Görs und Sarah Schneider ist die TH Wildau schon lange vertraut, er hat dort studiert, sie hat als Postdoktorandin in der AG Maschinendynamik und Akustik der TH mitgewirkt, beide stammen aus der Region. Trotzdem war auch für sie zunächst eine wesentliche Aufgabe, die Möglichkeiten, die die TH den Unternehmen in der Region bieten kann, genauestens auszuloten. Ansprechbar sind sie für alle Interessierten. „Wir sind die Schnittstelle zur Hochschule“, verdeutlicht Uwe Netz.

Von Karen Grunow

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