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Wildau Olymp im Winterzauber
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00:22 09.12.2018
Das neue TH-Gebäude Haus 19 liegt zentral auf dem Campus. Die Kita ist schon in Betrieb, der Studierendenklub eröffnet heute Nachmittag. Quelle: Fotos: Karen Grunow (3)
Wildau

Sogar die Kugeln am Weihnachtsbaum sind im typischen Blau der Technischen Hochschule Wildau gehalten. Wenn heute um 16 Uhr erstmals offiziell die Tür des neuen Studierendenklubs der TH für alle Neugierigen geöffnet wird, sollen sich vor allem Studenten und Mitarbeiter gleich heimisch fühlen. Dafür aber sorgen vermutlich letztlich weniger die blauen Glaskugeln als vielmehr das hochmotivierte Team, das in den vergangenen Tagen diesem neuen Treffpunkt die weihnachtliche Dekoration verpasst hat.

Seit Jahren hatten die Studierenden auf einen solchen Ort gewartet. Mit Umbau und Sanierung des Hauses 19 auf dem Campus gibt es diesen nun. Als Christina Schrobitz 2011 zum Studium nach Wildau kam, „war alles nur überfüllt und gedrängt“, erinnert sie sich. Die Situation, sagt sie, wurde entspannter, als 2014 Haus 16 und Halle 17 eröffnet werden konnten als Labor- und Seminargebäude beziehungsweise Hörsaalkomplex. Was jedoch immer noch fehlte, war ein Ort, an dem man gemütlich mal den Studientag ausklingen lassen, mit Kommilitonen zusammensitzen kann. Umso größer die Freude, als das Land Brandenburg das alte Fabrikgebäude 19 erwerben konnte und klar war, dass dort nicht nur weitere Büros und eine Kita, sondern eben auch ein Studierendenklub entstehen soll.

Die neue Kita „Locomo“. Quelle: Karen Grunow

4,4 Millionen Euro wurden damals bereitgestellt, um die einstige Härterei des Lokomotivbau-Unternehmens Berliner Maschinenbau AG, vormals L. Schwartzkopff, entsprechend umzubauen. Eigentlich sollte der Bau bereits Mitte 2017 bezugsfertig sein. Noch immer aber gibt es kleinere Mängel, die in den kommenden Wochen beseitigt werden sollen. Die Kita jedenfalls, die von der in Potsdam ansässigen Kinderwelt gGmbH betrieben wird, ist bereits geöffnet. 28 Kinder ab zwei Monaten können dort betreut werden. Sie heißt Kita „Locomo“ – als Reminiszenz an die Geschichte des denkmalgeschützten Campusgeländes als Lokomotiv- und später Schwermaschinenbau. Die Sanierung des Gebäudes verantwortete das Berliner Büro Rüthnick Architekten.

Christina Schrobitz, bis vor kurzem Vorsitzende des Studierendenrates, erzählt zufrieden, dass die künftigen Nutzer des Studierendenklubs in die Gestaltung eingebunden worden sind. Aktiv dabei sind neben dem Arbeitskreis Studierenklub, zu dem neben Schrobitz noch Daniel Berger und Sebastian Nasick gehören, vor allem die 15 Mitglieder des Studierendenrates und die 21 Mitglieder des Studierendenparlaments. Ein Verein soll gegründet werden, der künftig für den Club verantwortlich ist.

Studierendenrat veranstaltet den Winterzauber

Mit dem heutigen Winterzauber, einer an sich schon traditionellen Veranstaltung des Studierendenrates, „wollen wir vor allem Danke sagen – an die TH Wildau, den Kanzler, die Studierenden“, betont Christina Schrobitz. Und an diejenigen, die sich schon vor Jahren in einer ersten Arbeitsgruppe für einen solchen Ort engagierten. „Zeitgleich wollen wir das Ziel des Clubs verdeutlichen: eine Begegnungsstätte zu sein“, sagt sie. Schließlich sind mehr als 20 Prozent der jungen Leute an der Hochschule internationale Studenten. „Und rund zehn Prozent der Studierenden sind Eltern“, so die zweifache Mutter. Alle sollen im Haus 19 einen Ort finden, an dem sie sich zum Plaudern, Relaxen, aber durchaus auch für Projektgruppenarbeit treffen können.

Platz genug ist da, der Klub breitet sich auf drei Ebenen aus. Im Erdgeschoss die Bar Olymp, die von einem rosafarbenen Tresen dominiert wird, eine Farbe, die im gesamten Gebäude immer wieder mal auftaucht. Die großzügige Treppe bietet auf dem Zwischenpodest ebenfalls Platz für Sessel, oben dann ist ein kleiner Saal, der mit großer Leinwand ausgestattet ist.

Viele Ideen für die Nutzung der Räumlichkeiten

So richtig aber soll der Betrieb erst mit Beginn des Sommersemesters losgehen. Dann, so die Idee bisher, soll immer donnerstags bis samstags ab nachmittags geöffnet sein, wenn andere Orte wie das vom Studentenwerk betriebene Café Hasi im Halle 17 schließen. Die drei Akteure des Arbeitskreises denken auch an all jene, die immer samstags berufsbegleitend studieren. Schrobitz und Daniel Berger sind außerdem Gesundheitsbotschafter der TH, entsprechend schweben ihnen dazu einige Veranstaltungen vor. „Wir wollen Studierende animieren, ihre Kunstwerke zu zeigen“, erzählt Schrobitz auch. Dinge, die im TH-Kreativlabor „ViNN:Lab“ entstanden sind, könnten im Klub ausgestellt werden.

Der Studierendenrat kann künftig seine öffentlichen Sitzungen hier abhalten. Studenten können den Klub auch mieten. Kaum wurde bekannt, dass Haus 19 nun wirklich eröffnet, kamen dafür schon ganz viele Anfragen, berichtet Christina Schrobitz. Immer wieder schauten in den vergangenen Tagen bei den Vorbereitungen für den Winterzauber Neugierige herein. „Er ist jetzt wirklich da“, freut sich Schrobitz selbst riesig über den neuen Treffpunkt mitten auf dem Campus.

Von Karen Grunow

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