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Wildau Auszeichnung für selbstloses Engagement
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22:33 12.07.2018
Christa Moch freut sich über das Bundesverdienstkreuz. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wildau

„Viele machen die selbe Arbeit und werden nicht in diesem Maße geehrt“, sagte Christa Moch am Donnerstag. Einen Tag zuvor war sie im Brandenburger Gesundheitsministerium in Potsdam von Ministerium Diana Golze (Linke) ausgezeichnet worden. Christa Moch ist seit diesem Mittwoch Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Nun hält die in Wildau lebende Rentnerin noch immer etwas ungläubig Bundesverdienstkreuz und Verleihungsurkunde in ihrer Hand.

Verantwortung für andere

Eigentlich mag sie es nicht, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Für die gelernte Krankenschwester war ihre langjährige Arbeit als Leiterin der Diabetes-Selbsthilfegruppe in Königs Wusterhausen selbstverständlich. Für diese Tätigkeit ist sie nun geehrt worden. „Als Schwester hatte ich sowieso Verantwortung für Menschen “, erzählt Christa Moch. Diese Verantwortung hatte sie auch für die Selbsthilfegruppe übernommen, die sie von 1998 bis 2017 leitete.

Richtig machen

Moch arbeitete noch im Gesundheitsamt, als die Gemeindeschwester von Königs Wusterhausen sie fragte, ob sie nicht die Gruppe übernehmen könne. „Solange ich noch arbeite nicht. Denn wenn, dann will ich es richtig machen“, sagte sie damals. Wie versprochen, im Januar 1998, nachdem sich Christa Moch in den Ruhestand verabschiedet hatte, übernahm sie die Leitung der Selbsthilfegruppe. Selbst Diabetikerin, ebenso ihr Mann und ihr Sohn, wusste sie aus erster Hand, worauf es ankommt. „Wenn ich mir selber helfe, kann ich anderen auch helfen“, so ihre Motivation. Anfangs waren es sechs Mitglieder, später acht, und plötzlich waren sie mit 100 Mitgliedern eine der größten Diabetiker-Selbsthilfegruppen im Land Brandenburg. „Ich hab die Arbeit gern und mit viel Herzblut gemacht“, sagt sie. Bekannt war sie für ihr Organisationstalent und ihre Hartnäckigkeit, wenn es galt, sich für Belange Betroffener einzusetzen.

Unterstützung vom Ehemann

Inzwischen 80-jährig, zog sie sich Ende vergangenen Jahres von ihrem Amt zurück. In erster Line waren es gesundheitliche Probleme, die sie daran hinderten, den Leitungsposten weiter zu stemmen. Allerdings hatte das Heft erst dann aus der Hand gegeben, als sie eine geeignete Nachfolgerin gefunden hatte. Doch mit Rat und Tat steht sie bis heute bereit. „Das ist eine schöne Würdigung für die Arbeit meiner Frau“, so Alfred Moch, der seiner Frau immer unterstützend zur Seite stand.

Die Urkunde wird in der Wohnung der Mochs einen Ehrenplatz bekommen.

Von Gerlinde Irmscher

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