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Wildau Fahrdienst für ältere Real-Kunden
Lokales Dahme-Spreewald Wildau Fahrdienst für ältere Real-Kunden
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06:03 05.11.2018
Der Real-Markt in A10-Center Wildau bietet für Senioren einen kostenlosen Fahrdienst ab. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Wie können Menschen in Dahme-Spreewald auch ohne eigenes Auto gut von A nach B kommen? Diese Frage beschäftigt gerade wieder die Kreispolitik. Ein Modell des real-Marktes in Wildau könnte ein Vorbild sein für „intelligente Lösungen“, die Kreistagsabgeordnete Tina Fischer fordert.

Shuttle-Service ist voller Erfolg

Der Markt bietet für Senioren einen Shuttle-Service an. Schon seit gut fünf Jahren besteht das Angebot und ist nach den Worten von Real-Sprecher Frank Grüneisen ein voller Erfolg. „Es ist dadurch gelungen, Kunden zurückzugewinnen, die nicht selbst mobil sind, und ihnen den Einkauf zu ermöglichen“, sagte er der MAZ.

Einen Fahrplan gibt es nicht

Die Busse fahren montags und dienstags Wildau, Zeuthen, Schulzendorf und Eichwalde an, mittwochs geht es nach Königs Wusterhausen, Senzig und Niederlehme. Einen festen Fahrplan gibt es laut Grüneisen nicht. Die Fahrten werden entsprechend der Nachfrage geplant und nach vorheriger telefonischer Anmeldung organisiert. In der Regel finden drei Touren pro Tag statt. Die Kunden werden dabei an der Haustür abgeholt und zum A10-Center gefahren. Dort haben sie etwa zwei Stunden Zeit für ihre Einkäufe und werden danach wieder nach Hause gebracht. Für die Kunden ist der Service kostenfrei.

Real trägt die Kosten

Laut Grüneisen fallen monatliche Beförderungskosten in Höhe von rund 3000 Euro an, die sich der Wildauer Real-Markt und das Center bisher teilen. Ab dem kommenden Jahr trägt Real die Kosten alleine, so Grüneisen. Der Fahrdienst wird auch an anderen Real-Standorten in Deutschland angeboten.

Zum Gesundheitszentrum Wildau könnte es wöchentlich einen Fahrdienst für Senioren geben, schlägt Kreistagsabgeordnete Tina Fischer (SPD) vor. Quelle: Frank Pawlowski

Ein ähnliches Modell hat Kreistagsabgeordnete Tina Fischer gerade für das Gesundheitszentrum Wildau vorgeschlagen (die MAZ berichtete). Demnach soll zwei Mal wöchentlich ein so genannter Arztbus aus den Nachbarorten zum Gesundheitszentrum fahren. Senioren, die nicht mehr selbst Auto fahren oder den Nahverkehr nutzen können, würde das die Arztbesuche erleichtern, so Tina Fischer.

Gesundheitszentrum sieht keinen Bedarf

Die Arztbus-Linie könne vom Gesundheitszentrum oder einem Verein betrieben werden. Vorbild ist der Bürgerbus-Verein im Amt Lieberose/Oberspreewald. Das Gesundheitszentrum selbst sieht dafür keinen Bedarf. Geschäftsführerin Birgit Norden verwies auf Buslinie zum S-Bahnhof Wildau, durch die eine Anbindung der Nachbarorte gegeben sei. „Anfragen von Patienten hinsichtlich einer weiteren Anbindung gab es bis jetzt nicht“, teilte sie auf MAZ-Anfrage mit. Die Arztpraxen im Zentrum seien oft bis in die nächsten Monate mit Terminen ausgebucht, einzelne Praxen könnten gar keine Patienten aus anderen Orten mehr aufnehmen.

Von Frank Pawlowski

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