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11:18 27.10.2018
Großen Zuspruch fanden die beiden Traum-Torten-Workshops mit Nabil Ahmad. Quelle: Susann Schulz
Wildau

Mit einem am 27. Oktober stattfindenden Gesangsworkshop beginnt beim Projekt Kulturwerkstatt Wildau der Endspurt. Es ist das vorletzte der Workshop-Angebote, bevor das ungewöhnliche Werkstatt-Projekt am 17. November mit einem großen Fest endet. Susann Schulz und Christiane Amede hatten es zum Frühjahr initiiert, um „Spielräume der Begegnung“ zu schaffen. Menschen aus anderen Ländern – vor allem Geflüchtete, aber auch internationale Studierende der Technischen Hochschule Wildau – sollten Gelegenheit haben, mit Wildauern in Kontakt zu kommen.

Sie habe sehr interessierte, offene Menschen erlebt, berichtet Christiane Amede, die Mitarbeiterin der TH Wildau ist. Einige der Angebote, die im Austausch mit in der Region lebenden Geflüchteten konzipiert worden waren, fanden sehr viel Zuspruch. Andere jedoch weniger. So gab es im Sommer auch einen Schauspiel-Kurs. Zahlreiche Anmeldungen gab es vorab dafür, aber dann kamen doch nicht so viele Teilnehmer wie erhofft. Diejenigen, die dabei waren, aber erlebten einen intensiven Tag unter fachkundiger Anleitung der Theaterpädagogin Anne Dirnstorfer.

Torten-Workshop gleich im Doppelpack

Ein großer Erfolg war der von Nabil Ahmad durchgeführte Konditor-Kurs. „Der Torten-Workshop war die Wucht!“, erzählt Amede begeistert. Eine sehr bunte Mischung an Menschen sei dabei gewesen. Ein junges Mädchen hatte sich mit dem Kurs bei Nabil Ahmad sogar einen Geburtstagswunsch erfüllt, erzählt Christiane Amede. Jener Termin im April war der Auftakt für die Kulturwerkstatt Wildau, die vom brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur gefördert worden ist. Und fand soviel Zuspruch, dass es im Sommer einen weiteren Traum-Torten-Termin gab. Wieder war Nabil Ahmad von neugierigen Teilnehmerinnen umringt, die gemeinsam von ihm lernten, wie Torten perfekt dekoriert werden können. Der aus Syrien stammende Meisterbäcker hat mittlerweile an der TH Wildau ein Studium angefangen, er hatte auch schon in Syrien studiert und dort nebenher als Konditor gearbeitet. Ein während des zweiten Workshops entstandener Film wird übrigens beim Abschlussfest der Kulturwerkstatt am 17. November gezeigt.

Ein Fest zum Abschluss

Das soll ein „Fest der Begegnung“ werden. Für Teilnehmer der Workshops, aber auch für alle anderen Interessierten. Idee ist, dass jeder etwas beisteuert für ein internationales Buffet. Außerdem soll es einen „Markt der Möglichkeiten“ geben. „Es ist nicht nur fokussiert auf unser eigenes Projekt, sondern auf das Miteinander“, so Amede. Denn Initiativen und Vereine aus der Umgebung können sich beim „Fest der Begegnung“ vorstellen.

Susann Schulz und sie haben sich ehrenamtlich für die Kulturwerkstatt eingesetzt. Schulz engagiert sich bereits seit 2015 intensiv für Geflüchtete, sie gehört zu den Gründern der Initiative „Neue Nachbarn Wildau“. Und an der Hochschule sind besondere Studienvorbereitungsprogramme für Geflüchtete initiiert worden.

Alle Aktionen wurden kostenlos angeboten

Dort übrigens wird heute auch der Gesangs-Workshop stattfinden. Im Hofsaal des Hauses 13 auf dem Campus will Husam Al-Ali arabische und deutsche Lieder mit den Teilnehmern einstudieren. Der Musiker und Sänger hat bereits einen Chor beim wöchentlichen Königs Wusterhausener Sprech-Café angeregt wo sich neue und alteingesessene Einwohner treffen. Außerdem hat er ein eigenes Ensemble aufgebaut, um klassische arabische Musik auch hierzulande bekannter zu machen. Am 10. November wird er noch einmal einen Workshop an der TH veranstalten.

Zum Konzept der Kulturwerkstatt gehört, dass all diese Aktionen kostenlos waren und sind. Dass einiges nicht so gut lief wie gedacht, bucht Christiane Amede unter dennoch wertvollen Erfahrungen ab. Schließlich, betont sie, war die Kulturwerkstatt ein erster Versuch. „Ich hoffe, dass es vielleicht auch andere Leute inspiriert“, sagt sie.

Info: „Fest der Begegnung“ am 17. November ab 15 Uhr im Volkshaus Wildau.

Von Karen Grunow

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