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Wildau Die Wasserbüffel sind wieder da
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01:15 11.06.2018
Insgesamt fünf Wasserbüffel sind die neue Attraktion in Wildau. Sie fungieren bis Oktober als biologische Rasenmäher. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Im hohen Schilf waren sie erst gar nicht zu sehen. Doch als Michael Kurz sich nähert, raschelt es plötzlich und Cäsar, Max, Leon, Charlie und Carlo tauchen auf. Groß, schwarz, zottelig sind die fünf Büffel-Jungs, die seit Freitag auf den Dahmewiesen in Wildau weiden.

Die Wasserbüffel kamen am Freitag auf den Dahme-Wiesen in Wildau an. Quelle: Frank Pawlowski

Die Tiere sind noch jung, das älteste ist drei Jahre alt. Sie kommen von den Storkower Burgbüffeln, wo Michael Kurz und Jan-Peter Vogel insgesamt 31 Wasserbüffel halten. Sie werden für Renaturierungsmaßnahmen in der Region eingesetzt. In Wildau sollen die Büffel die ehemaligen Orchideen-Wiesen nahe dem Küchensee wieder zum Blühen bringen. Ihr Auftrag: das Gras und Schilf abfressen, damit die Pflanzen wieder wachsen können.

Katrin Rudolph, BADC-Chefin Antje Gierschick, Angela Homuth, Mark Scheiner und Michael Kurz mit Johanna (v.l.) begrüßten am Nachmittag die Wasserbüffel. Quelle: Frank Pawlowski

Büffel sollen Flächen bis Oktober bewirtschaften

In ein paar Tagen werden sie auf eine Wiese hinter dem Markt gebracht, später geht es wieder zurück auf die Dahme-Wiesen. Zunächst fünf Jahre lang sollen sie von April bis Oktober die Wildauer Flächen bewirtschaften. „Es war ein schwieriger Start, aber jetzt kann es endlich losgehen“, sagte SVV-Vorsitzende Angela Homuth (SPD) am Freitag.

Die Wasserbüffel erkundeten erst einmal die neue Gegend. Quelle: Frank Pawlowski

Einige Stadtpolitiker schauten am Nachmittag selbst vorbei, um die Büffel zu begrüßen. Umweltausschuss-Vorsitzende Katrin Rudolph war ebenfalls dabei: „Ich bin ganz doll froh, dass es heute geklappt hat. Ich habe das von Anfang an befürwortet.“

Experte Uli Simmat aus Storkow kennt die Büffel gut. Er überwacht in Wildau die Auswirkungen ihres Einsatzes für die Natur. Quelle: Frank Pawlowski

Publikumslieblinge auf den Dahmewiesen

Im vorigen Jahr waren erstmals fünf Wasserbüffel-Damen in Wildau. Sie wurden schnell zu Publikumslieblingen. Viele Kindergruppen kamen. Auch sonst war das Interesse riesengroß, berichteten die Burgbüffel-Chefs, die oft vor Ort sein werden.

Die Wasserbüffel erkundeten erst einmal die neue Gegend. Quelle: Frank Pawlowski

Das Projekt wird von der Flughafenumfeld-Gesellschaft BADC betreut. 20 Jahre lang sollen die Büffel in Wildau weiden. Finanziert wird das von Unternehmen, die Ausgleichsmaßnahmen nachweisen müssen.

Von Frank Pawlowski

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