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Wildau Bürgermeister geht nun doch in den Ruhestand
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01:19 01.12.2018
Wildaus Bürgermeister Uwe Malich (Linke) hat seine Versetzung in den Ruhestand beantragt. Quelle: Oli Hein
Wildau

Wildaus Bürgermeister Uwe Malich (Linke) will nun doch zurücktreten. Er hat seine Versetzung in den Ruhestand zum 31. Dezember 2018 schriftlich beantragt. Das bestätigte die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Angela Homuth (SPD), auf MAZ-Anfrage. Das Schreiben sei am Dienstag bei ihr eingegangen. Ein SVV-Beschluss zu Malichs Antrag ist für den 11. Dezember vorgesehen.

Malich nimmt nicht an der SVV teil

Malich selbst wird an der Sitzung nicht teilnehmen können, wie er am Mittwoch der MAZ sagte. Nach zwei Operationen befindet er sich noch in der Reha. „Ich will jetzt erst mal gesund werden“, sagte er. Der 65-Jährige hatte im Sommer schon einmal seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen erklärt. Er widerrief das später aber und zog einen Antrag zur Versetzung in den Ruhestand überraschend zurück. Malich ist nach einem schweren Fahrradunfall im Frühjahr 2017 erkrankt, war seither nur wenige Wochen im Amt. Im Oktober 2017 war er für acht Jahre wiedergewählt worden. Er ist seit 2001 Bürgermeister in Wildau.

Marc Anders (l.), hier beim Richtfest für das neue Wohngebiet Am Rosenanger, vertritt den erkrnakten Bürgermeister seit anderthalb Jahren. Quelle: Frank Pawlowski

Auch diesmal sorgt Malich mit seinem Vorgehen für Erstaunen. Seinen Abschied verkündete er in Form eines offenen Briefes für eine Wochenzeitung. Die SVV-Vorsitzende informierte er persönlich nicht. „Ich habe seit Monaten nicht mehr mit ihm gesprochen“, sagte Angela Homuth. „Ich wünsche ihm für den wohlverdienten Ruhestand aber alles Gute und hoffe, dass es ihm gesundheitlich bald wieder besser geht.“

Offener Brief zum Abschied aus dem Amt

Malich schreibt in seinem offenen Brief, dass es bis zu seiner Genesung noch ein langer Weg sei und er all seine Kraft sich darauf konzentrieren müsse. „Aus diesem Grund lege ich die Geschicke der Stadt Wildau nun in jüngere und hochmotivierte Hände.“ Er zog eine positive Bilanz seiner mehr als 16-jährigen Amtszeit, dankte Einwohnern und seinem „tollen Team im Rathaus Wildau.“ Besonders bedankt er sich bei seinem Stellvertreter, Kämmerer Marc Anders, der seit anderthalb Jahren amtierender Bürgermeister ist. „Er hatte und hat eine enorm hohe Verantwortung und Doppelbelastung zu stemmen“, schreibt Malich.

Wahltermin steht noch nicht fest

Ob es eine offizielle Verabschiedung für ihn geben wird, ist noch ungewiss. Malich selbst will das im Rahmen einer Veranstaltung tun, wie er der MAZ sagte. Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht. Wann in Wildau ein neuer Bürgermeister gewählt wird, ist ebenfalls noch offen. Die Kommunalaufsicht legt den Termin fest. Es ist möglich, dass die Bürgermeisterwahl mit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 stattfindet.

Von Frank Pawlowski

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