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Dahme-Spreewald Wildorado bis Dezember geschlossen
Lokales Dahme-Spreewald Wildorado bis Dezember geschlossen
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00:33 09.08.2015
Die Glasfront der Schwimmhalle in der Jahnstraße wird komplett erneuert.   Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

 Nach monatelangen Diskussionen im Stadtparlament und einer auch von persönlichen Verunglimpfungen begleiteten Entscheidungsfindung ist es nun endlich so weit. Die Sanierung des Wettkampfbeckens in der Wildauer Schwimmhalle beginnt am 17. August.

 Aufgrund des Abwägens zahlreicher Varianten beginnt die Rekonstruktion allerdings mit einem zweimonatigen Verzug. Ursprünglich war der Baustart im Juni vorgesehen. „Die Verzögerung stellt vor allem die 24 Schulen, die hier ihren Schwimmunterricht abhalten, vor ernste Probleme“, stellt Wildorado-Geschäftsführer Klaus-Dieter Kurrat fest. Er hätte natürlich lieber über die kompletten Sommerferien gebaut, in denen sich die Anzahl der Besucher in der Halle ohnehin in Grenzen hält. Jetzt aber bleibt das Wettkampfbecken für den Publikumsverkehr voraussichtlich bis 4. Dezember geschlossen. Die gleichfalls für dieses Jahr geplante Erneuerung des Dachs der Sporthalle wurde auf den Mai 2016 verschoben. „Alles andere hätte den Konkurs des Wildauer Handballvereins bedeutet. Aufgrund fehlender alternativer Sportstätten hätte er seine Mannschaften komplett vom Spielbetrieb abmelden müssen“, begründet Stadtverordnetenvorsteherin Angela Homuth (SPD) die langen Diskussionen.

Wildorado-Geschäftsführer Klaus-Dieter Kurrat. Quelle: Franziska Mohr

Den Abgeordneten sei es auch gelungen, die von der Verwaltung geplante Luxus-Sanierung der Sporthalle zu verhindern, indem jetzt tatsächlich nur das Dach erneuert wird. Bürgermeister Uwe Malich (Linke) hat „die mühevollen Diskussionen, in denen einige meinten, dass ein solches Projekt für die berühmten 2,50 Euro zu stemmen ist“, inzwischen abgehakt. Er ist froh, dass der etwa eine Million Euro teure Bau jetzt überhaupt beginnt.

Die alte Schwimmhalle erhält ebenfalls ein neues Dach. Die Zwischendecke wird entfernt, so dass ähnlich der Sporthalle künftig die Stahlkonstruktion sichtbar ist. Außerdem wird das Flachdach mit Akustik-Trapez-Profilen versehen, die den Schall dämmen. Fast gleichzeitig erneuern die Handwerker die gesamte Glasfassade der Schwimmhalle. Letzteres hatte bei den Abgeordneten für heftigen Streit gesorgt. Gefordert wurden die fachgerechte Einlagerung sowie der spätere Wiedereinbau. Das aber lehnten Bauexperten ab, weil die Scheiben nicht mehr der aktuellen Wärmeschutzverordnung entsprechen. Auch die vor 20 Jahren verwendeten Profile seien nicht mehr erhältlich, argumentierten die Fachleute. Die Struktur der Scheiben wird nun völlig verändert, außerdem können künftig vier große Fenster geöffnet werden.

Der Rand des Schwimmbeckens war bis zum Einbau des neuen Edelstahlbeckens 2012 stark undicht, so dass das Badewasser über Jahre auch das Fundament der Glasfront beschädigte, das jetzt gleichfalls neu hergerichtet werden muss. „Ist auch dieser letzte Bau geschafft, so verfügt Wildau über ein Top-Bad mit einem Edelstahlbecken sowie einer sich auf dem neuesten Stand befindlichen Badewassertechnik“, freut sich der Geschäftsführer. Die Mehrkosten aufgrund der langen Diskussionen bezifferte der Bürgermeister am Mittwoch „auf lediglich 20 000 Euro, weil die Verwaltung die Dacharbeiten für die Sport- und Schwimmhalle schon komplett ausgeschrieben hatte.“ Fachleute halten die Summe für zu gering. Kurrat schätzt die Mindereinnahmen aufgrund der Herbstschließzeiten auf etwa 30 000 Euro.

Von Franziska Mohr

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