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"Wildorado" wird saniert

Wildau nimmt Kredite für vier Projekte auf "Wildorado" wird saniert

Die Stadt Wildau will in den nächsten Jahren 4,3 Millionen Euro investieren. Dafür soll sich die Lebensqualität in der Stadt deutlich verbessern. Unter anderem soll das Freizeitbad "Wildorado" saniert werden. Es soll unter anderem ein neues Dach bekommen.

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Das "Wildorado" soll saniert werden.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wildau. Wildau scheut keine großen Kredite, wenn es um mehr Lebensqualität im Ort geht. Vier große Infrastrukturprojekte zeichnen sich nach den ersten Haushaltsdiskussionen für 2014 ab. Gesamtkosten: 4,3 Millionen Euro.

Der größte Brocken ist die Sanierung des Altbaus im Sport- und Schwimmkomplex „Wildorado“, der Anfang der 1970er-Jahre errichtet wurde. Nach den Berechnungen des Planungsbüros Bauconzept, das im Vorjahr das 25-Meter-Becken sanierte, ist ein Instandhaltungsstau von über 4,5 Millionen Euro aufgelaufen. Er soll jetzt über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abgearbeitet werden. Dafür vergab der Hauptausschuss bereits einen Planungsauftrag im Wert von knapp einer Viertelmillion Euro.

Demnach erhält der Altbau des erst vor wenigen Jahren mit Fitness-, Nichtschwimmer- und Saunabereich stark erweiterten Sportkomplexes im nächsten Jahr ein neues Dach. Außerdem wird die „Wildorado“-Ostfassade repariert. Die Baukosten werden auf 1,3 Millionen Euro geschätzt. Finanziert wird das Vorhaben ausschließlich über derzeit zinsgünstige Kommunalkredite.

Die zweite große Investition ist der Bau eines Wasserwander-Liegeplatzes am Dahme-Ufer des Klubhauses. Dieses insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro teure Projekt stößt bei vielen Wildauern auf Wohlwollen, weil im Ort über Jahrzehnte ein erfolgreicher Ruderklub beheimatet war. Diese Tradition nimmt der Liegeplatz auf und schreibt sie unter touristischen Aspekten fort.

Das Projekt wird zur Hälfte vom Land Brandenburg gefördert und erstreckt sich über zwei Jahre. Es sieht unter anderem die Gestaltung der Uferpromenade, eine moderne Steganlage sowie den Bau einer Zufahrt und von neuen Parkplätzen vor.
Auch der Zuzug junger Familien stellt Wildau vor neue Herausforderungen. Im Laufe des ersten Halbjahres 2014 fehlen voraussichtlich 50 Kita-Plätze. Die Verwaltung favorisiert diesbezüglich einen gleichfalls nur über Kredite finanzierten 680000 Euro teuren Anbau an die Kita „Am Markt“. Mit diesem Vorschlag ist sie allerdings im September bei den Abgeordneten gescheitert. In Absprache mit den Fraktionen von SPD und Linke will die Verwaltung im Dezember erneut einen Vorstoß wagen. Das wird gekoppelt mit einem langfristigen Kita-Bauprogramm.

Der vierte Brocken im Entwurf des Haushaltes ist der über zwei Millionen Euro teure Ausbau der Bergstraße. Ihn nimmt die Stadt aber erst in Angriff, wenn Fördermittel fließen. Auch dabei kann die Kommune den Eigenanteil nur über Kredite finanzieren.

Sollten diese vier Investitionen realisiert werden, so erhöht sich Wildaus Verschuldung von jetzt 5,4 Millionen Euro auf etwa acht Millionen Euro am Ende nächsten Jahres. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von 559 Euro auf 821 Euro. Zum Vergleich: In Königs Wusterhausen liegt sie Ende 2014 voraussichtlich bei 495 Euro.

Von Franziska Mohr

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Gut und teuer

Wildau hat einen Masterplan für die Entwicklung eines Sport- und Freizeitparks. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet: Kurzfristig dürfte an den Bau der von den Planern empfohlenen Sportstätten nicht zu denken sein.

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